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Tamsulosin

Tamsulosin

Wirkstoff: Tamsulosinhydrochlorid
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Tamsulosin ist ein selektiver Alpha-1A-Adrenozeptor-Antagonist, der in Österreich zur symptomatischen Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt wird.

Der Wirkstoff entspannt die glatte Muskulatur der Prostata und des Blasenhalses, wodurch der Harnfluss verbessert und typische Beschwerden wie abgeschwächter Harnstrahl, häufiges Wasserlassen und nächtlicher Harndrang gelindert werden.

Im Gegensatz zu unselektiven Alphablockern wirkt Tamsulosin bevorzugt auf die Alpha-1A-Rezeptoren in der Prostata und hat einen geringeren Einfluss auf die Blutgefässe.

Dadurch treten Blutdruckabfälle und Schwindel seltener auf als bei älteren Alphablockern. Tamsulosin beeinflusst die Grösse der Prostata nicht und wirkt ausschliesslich symptomatisch.

Die retardierte Formulierung ermöglicht eine einmal tägliche Einnahme. Die Wirkung setzt in der Regel innerhalb weniger Tage ein, die volle Symptomlinderung wird nach 2 bis 4 Wochen erreicht.

Tamsulosin wird in Österreich häufig in Kombination mit Finasterid verordnet, wenn sowohl eine rasche Symptomlinderung als auch eine langfristige Prostataverkleinerung angestrebt werden.

Anwendung & Dosierung

Nehmen Sie eine Kapsel Tamsulosin einmal täglich nach dem Frühstück ein.

Schlucken Sie die Retardkapsel unzerkaut mit einem Glas Wasser – kauen oder zerkleinern Sie sie nicht, da dies den Retardmechanismus zerstört.

Die Einnahme sollte immer nach derselben Mahlzeit erfolgen, um gleichmässige Wirkstoffspiegel zu gewährleisten.

Falls Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie die nächste zur gewohnten Zeit ein, ohne zu verdoppeln.

Die empfohlene Dosis beträgt 0,4 mg einmal täglich als Retardkapsel. Eine Dosissteigerung ist in der Regel nicht vorgesehen.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist in der Regel keine Dosisanpassung erforderlich. Bei schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh C) liegen keine ausreichenden Daten vor.

Nebenwirkungen

Häufig (1 bis 10 von 100): Schwindel, retrograde Ejakulation (Samenerguss in die Blase statt nach aussen), Ejakulationsstörungen. **Gelegentlich (1 bis 10 von 1.

000): Kopfschmerzen, Herzklopfen, orthostatische Hypotonie, Rhinitis, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Hautausschlag, Asthenie. Selten (1 bis 10 von 10.000):** Synkope (Ohnmacht), Angioödem.

Sehr selten: Priapismus, Stevens-Johnson-Syndrom, intraoperatives Floppy-Iris-Syndrom (IFIS) bei Kataraktoperationen.

Informieren Sie Ihren Augenarzt vor einer geplanten Kataraktoperation über die Tamsulosin-Einnahme.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Vor Beginn der Therapie sollte ein Prostatakarzinom ausgeschlossen werden. Tamsulosin kann insbesondere zu Therapiebeginn orthostatische Hypotonie verursachen – stehen Sie langsam auf.

Das intraoperative Floppy-Iris-Syndrom kann bei Kataraktoperationen auftreten, selbst wenn Tamsulosin bereits abgesetzt wurde.

Informieren Sie jeden behandelnden Augenarzt über die aktuelle oder frühere Einnahme.

Gegenanzeigen

Tamsulosin ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen Tamsulosinhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile, bei orthostatischer Hypotonie in der Anamnese und bei schwerer Leberinsuffizienz.

Häufig gestellte Fragen

Warum soll ich Tamsulosin nach dem Frühstück einnehmen?
Die Einnahme nach einer Mahlzeit verbessert die Aufnahme des Wirkstoffs und sorgt für gleichmässigere Blutspiegel. Eine nüchterne Einnahme kann zu unregelmässiger Resorption und verstärkten Nebenwirkungen führen.
Was ist retrograde Ejakulation?
Bei der retrograden Ejakulation fliesst das Ejakulat in die Blase statt nach aussen. Dies ist harmlos und schmerzfrei, aber für manche Männer störend. Die Fertilität kann beeinträchtigt sein. Der Effekt ist nach Absetzen reversibel.
Muss ich meinem Augenarzt von Tamsulosin berichten?
Ja, unbedingt. Tamsulosin kann das intraoperative Floppy-Iris-Syndrom verursachen, das Komplikationen bei Kataraktoperationen begünstigt. Der Augenarzt muss dies auch wissen, wenn Sie das Medikament bereits abgesetzt haben.
Kann Tamsulosin die Prostata verkleinern?
Nein, Tamsulosin wirkt ausschliesslich symptomatisch durch Muskelentspannung. Es beeinflusst die Prostatagrösse nicht. Zur Verkleinerung der Prostata wird zusätzlich ein 5-Alpha-Reduktase-Hemmer wie Finasterid eingesetzt.
Wie schnell wirkt Tamsulosin?
Viele Patienten bemerken eine Verbesserung des Harnflusses innerhalb weniger Tage. Die volle symptomatische Wirkung tritt üblicherweise nach 2 bis 4 Wochen ein. Setzen Sie die Einnahme konsequent fort, auch bei rascher Besserung.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte