
Aciclovir
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Aciclovir ist ein antivirales Arzneimittel aus der Gruppe der Nukleosidanaloga, das gezielt gegen Herpesviren wirkt.
In Österreich wird es zur Behandlung und Vorbeugung von Infektionen durch Herpes-simplex-Viren (HSV Typ 1 und 2) sowie Varizella-Zoster-Virus (VZV) eingesetzt, einschliesslich Lippenherpes, Genitalherpes, Gürtelrose und Windpocken.
Aciclovir wird in der virusinfizierten Zelle durch die virale Thymidinkinase aktiviert und dann durch zelluläre Enzyme zum aktiven Triphosphat umgewandelt.
Dieses hemmt die virale DNA-Polymerase und bricht die Synthese der Virus-DNA ab. Da die Aktivierung bevorzugt in infizierten Zellen stattfindet, werden gesunde Zellen weitgehend geschont.
Aciclovir ist in Österreich in verschiedenen Darreichungsformen verfügbar: als Tabletten zur oralen Therapie, als Infusionslösung für schwere Infektionen und als topische Creme bei Lippenherpes.
Es verkürzt die Dauer der Symptome, beschleunigt die Abheilung und vermindert die Virusausscheidung. Bei häufig rezidivierendem Herpes kann eine Langzeitprophylaxe erwogen werden.
Anwendung & Dosierung
Nehmen Sie Aciclovir-Tabletten zu oder unabhängig von den Mahlzeiten mit reichlich Wasser ein. Trinken Sie während der Behandlung ausreichend Flüssigkeit, um die Nierenfunktion zu unterstützen.
Beginnen Sie die Behandlung so früh wie möglich nach dem Auftreten der ersten Symptome, idealerweise innerhalb von 24 bis 48 Stunden.
Halten Sie die verordnete Behandlungsdauer ein, auch wenn sich die Symptome vorzeitig bessern.
Herpes simplex (Erstinfektion): 200 mg fünfmal täglich im Abstand von etwa 4 Stunden (mit Nachtpause) über 5 bis 10 Tage. Herpes-simplex-Rezidive: 200 mg fünfmal täglich über 5 Tage.
Herpes-zoster (Gürtelrose): 800 mg fünfmal täglich über 7 Tage. Suppressionstherapie bei häufigen Rezidiven: 400 mg zweimal täglich.
Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist eine Dosisanpassung erforderlich.
Nebenwirkungen
Häufig (1 bis 10 von 100): Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen. **Gelegentlich (1 bis 10 von 1.
000): Schwindel, Müdigkeit, Hautausschlag, Juckreiz, Urtikaria, Photosensitivität. Selten (1 bis 10 von 10.
000):** reversible Nierenfunktionsstörung (insbesondere bei Dehydration oder rascher intravenöser Gabe), Anstieg der Leberenzyme, neurologische Symptome wie Verwirrtheit, Halluzinationen, Tremor.
Sehr selten: Anaphylaxie, Blutbildveränderungen. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr reduziert das renale Risiko erheblich.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, insbesondere bei höheren Dosierungen und bei älteren Patienten, um eine kristalline Nephropathie zu vermeiden.
Bei eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosis angepasst werden. Neurologische Nebenwirkungen treten häufiger bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion auf.
Aciclovir heilt die Herpesinfektion nicht, sondern unterdrückt die Virusvermehrung – das Virus persistiert latent in den Ganglien.
Gegenanzeigen
Aciclovir ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen Aciclovir, Valaciclovir oder einen der sonstigen Bestandteile.
Bei schwerer Niereninsuffizienz ist eine engmaschige Überwachung und Dosisanpassung erforderlich. Die Anwendung in der Schwangerschaft sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
Häufig gestellte Fragen
Wie schnell sollte ich mit der Einnahme beginnen?
Kann Aciclovir Herpes vollständig heilen?
Warum muss ich so viel Wasser trinken?
Ist Aciclovir in der Schwangerschaft sicher?
Hilft Aciclovir-Creme bei Lippenherpes?
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte






