
Avamys
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Avamys ist ein Nasenspray, das den Wirkstoff Fluticasonfuroat enthält, ein hochwirksames intranasales Kortikosteroid.
Es wird in Österreich zur Behandlung der allergischen Rhinitis eingesetzt, sowohl saisonal (Heuschnupfen) als auch ganzjährig (perenniale allergische Rhinitis), bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren.
Fluticasonfuroat wirkt lokal in der Nasenschleimhaut entzündungshemmend, indem es die Freisetzung von Entzündungsmediatoren reduziert und die Einwanderung von Entzündungszellen hemmt.
Dadurch werden die typischen Symptome einer allergischen Rhinitis, wie verstopfte Nase, Niesen, Juckreiz und wässriger Nasenfluss, wirksam gelindert.
Auch Augensymptome wie Tränen und Juckreiz können sich bessern.
Die Besonderheit von Fluticasonfuroat liegt in seiner hohen lokalen Wirkstärke bei gleichzeitig sehr geringer systemischer Bioverfügbarkeit (unter 0,5 %), was das Risiko für systemische Nebenwirkungen minimiert.
Die volle Wirkung tritt nach regelmäßiger Anwendung über einige Tage ein, ein gewisser Effekt ist jedoch bereits nach 8 Stunden spürbar.
Avamys kann allein oder zusammen mit oralen Antihistaminika angewendet werden, wenn die Symptome durch eine Behandlung allein nicht vollständig kontrolliert werden können.
Anwendung & Dosierung
Schütteln Sie die Flasche vor jeder Anwendung kräftig und entfernen Sie die Kappe.
Wenn Sie das Spray zum ersten Mal oder nach längerem Nichtgebrauch verwenden, bereiten Sie es vor, indem Sie den Knopf fest drücken, bis ein feiner Sprühnebel erscheint (normalerweise sechs Sprühstöße).
Schnäuzen Sie sich sanft die Nase. Neigen Sie den Kopf leicht nach vorne. Führen Sie die Spitze in ein Nasenloch ein und richten Sie sie leicht von der Nasenscheidewand weg, zur Außenseite der Nase.
Drücken Sie den Knopf, während Sie sanft durch die Nase einatmen. Wiederholen Sie den Vorgang im anderen Nasenloch.
Wischen Sie die Spitze nach Gebrauch mit einem trockenen Tuch ab und setzen Sie die Kappe wieder auf. Atmen Sie nach dem Sprühstoß nicht kräftig durch die Nase ein.
Für beste Ergebnisse verwenden Sie Avamys jeden Tag zur gleichen Zeit.
Die Symptomlinderung tritt möglicherweise nicht sofort ein, der volle Nutzen stellt sich erst nach mehreren Tagen regelmäßiger Anwendung ein.
Avamys ist für die regelmäßige, nicht für die bedarfsweise Anwendung bestimmt.
Avamys Nasenspray liefert 27,5 Mikrogramm Fluticasonfuroat pro Sprühstoß.
Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2 Sprühstöße in jedes Nasenloch einmal täglich (insgesamt 110 Mikrogramm pro Tag).
Sobald die Symptome kontrolliert sind, kann die Dosis auf 1 Sprühstoß in jedes Nasenloch einmal täglich (insgesamt 55 Mikrogramm pro Tag) als Erhaltungsdosis reduziert werden.
Für Kinder von 6 bis 11 Jahren: Die empfohlene Dosis beträgt 1 Sprühstoß in jedes Nasenloch einmal täglich (insgesamt 55 Mikrogramm pro Tag).
Bei unzureichender Wirkung kann die Dosis auf 2 Sprühstöße pro Nasenloch erhöht werden, sollte aber wieder auf 1 Sprühstoß reduziert werden, sobald die Symptome kontrolliert sind.
Avamys wird für Kinder unter 6 Jahren nicht empfohlen. Eine Dosisanpassung ist für ältere Patienten oder Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung nicht erforderlich.
Die volle Wirkung wird in der Regel nach 1 bis 2 Wochen regelmäßiger Anwendung erreicht, obwohl bei einigen Patienten bereits nach wenigen Tagen eine Linderung der Symptome eintritt.
Es ist wichtig, Avamys regelmäßig und nicht nur bei Bedarf anzuwenden, um eine langfristige Wirksamkeit zu gewährleisten.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen (bis zu 1 von 10 Patienten) sind Nasenbluten (Epistaxis) und Geschwüre der Nasenschleimhaut.
Nasenbluten ist in den ersten Wochen häufiger und bessert sich oft bei fortgesetzter Anwendung.
Wenn häufiges oder starkes Nasenbluten auftritt, beenden Sie die Anwendung des Sprays und suchen Sie ärztlichen Rat.
Gelegentliche Nebenwirkungen (bis zu 1 von 100 Patienten) sind Kopfschmerzen, Nasentrockenheit, unangenehmer Geschmack oder Geruch sowie Nasenbeschwerden (Trockenheit, Krustenbildung).
Seltene Nebenwirkungen (bis zu 1 von 1.000 Patienten) sind Nasenseptumperforation (bei Langzeitanwendung) und Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Urtikaria, Hautausschlag und Angioödem.
Sehr seltene Nebenwirkungen (weniger als 1 von 10.000 Patienten) sind Anaphylaxie und Wachstumsverzögerung bei Kindern (minimal bei Standarddosen).
Pilzinfektionen der Nase oder des Rachens sind bei Langzeitanwendung möglich. Bei häufigem Nasenbluten oder Krustenbildung konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Nasenbluten ist die häufigste Nebenwirkung. Richten Sie den Sprühstoß von der Nasenscheidewand weg, um Schleimhautverletzungen zu minimieren.
Bei anhaltendem Nasenbluten beenden Sie die Anwendung und konsultieren Sie Ihren Arzt. Eine längere Anwendung von intranasalen Steroiden kann selten eine Nasenseptumperforation verursachen.
Wenn Sie anhaltende Krustenbildung, pfeifende Atemgeräusche oder sich verschlimmernde Nasenschmerzen bemerken, suchen Sie einen Arzt auf.
Vermeiden Sie engen Kontakt mit Personen, die Windpocken oder Masern haben, wenn Sie diese Infektionen nicht hatten, da Kortikosteroide die Anfälligkeit und Schwere der Infektionen erhöhen können.
Patienten, die zuvor systemische Kortikosteroide eingenommen haben, können beim Wechsel zu einer alleinigen intranasalen Therapie eine Nebennierenrindeninsuffizienz entwickeln.
Systemische Kortikosteroide sollten unter ärztlicher Aufsicht ausgeschlichen werden. Bei Kindern ist eine Überwachung des Längenwachstums bei langfristiger Anwendung empfehlenswert.
Wenn die Symptome innerhalb von 1 bis 2 Wochen nicht besser werden, sollte ein Arzt konsultiert werden.
Die gleichzeitige Anwendung anderer Kortikosteroidpräparate kann die systemischen Nebenwirkungen verstärken.
Vermeiden Sie Augenkontakt, da Kortikosteroide das Risiko für Glaukom und Katarakt erhöhen können. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie gleichzeitig starke CYP3A4-Hemmer (z. B.
Ritonavir, Ketoconazol) einnehmen, da diese die systemische Fluticason-Exposition erhöhen können. Bei längerer Anwendung sollte die Nasenschleimhaut regelmäßig kontrolliert werden.
Gegenanzeigen
Avamys darf nicht angewendet werden, wenn Sie eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Fluticasonfuroat oder einen der sonstigen Bestandteile des Sprays haben.
Avamys sollte nicht bei Kindern unter 6 Jahren angewendet werden.
Seien Sie vorsichtig bei Patienten mit Nasenoperationen, Nasentrauma oder Geschwüren der Nasenschleimhaut, bis die Heilung vollständig ist.
Eine gleichzeitige Anwendung mit Ritonavir oder anderen starken CYP3A4-Inhibitoren kann die systemische Fluticason-Exposition erhöhen, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
Avamys ist kontraindiziert bei unbehandelten nasalen Infektionen oder nach kürzlich erfolgten Nasenoperationen, bis die Wundheilung abgeschlossen ist.
Eine unbehandelte lokale Nasenkrankheit, wie eine bakterielle, Pilz- oder Virusinfektion in Nase oder Nebenhöhlen, ist eine relative Kontraindikation.
Avamys behandelt keine Infektionen, und eine Infektion sollte vor oder während der Kortikosteroidtherapie angemessen behandelt werden.
Ein erhöhter Augeninnendruck oder Glaukom ist eine relative Kontraindikation, eine Überwachung des Augeninnendrucks wird empfohlen. Bei aktiver oder latenter Lungentuberkulose ist Vorsicht geboten.
Häufig gestellte Fragen
Wie schnell wirkt Avamys?
Kann ich Avamys zusammen mit Antihistaminika verwenden?
Ist Avamys sicher während der Schwangerschaft?
Kann ich Avamys das ganze Jahr über verwenden?
Warum verursacht Avamys manchmal Nasenbluten?
Macht Avamys abhängig wie abschwellende Nasensprays?
Ist Avamys für Kinder geeignet?
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte





