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Campral

Campral

Wirkstoff: Acamprosatcalcium
Ab€ 64,99

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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Campral enthält den Wirkstoff Acamprosat, ein Medikament zur Unterstützung der Alkoholabstinenz nach erfolgtem Entzug.

Es wird in Österreich im Rahmen einer umfassenden Entwöhnungsbehandlung verordnet, die psychosoziale Unterstützung, Verhaltenstherapie und gegebenenfalls weitere medikamentöse Massnahmen umfasst.

Acamprosat moduliert das glutamaterge Neurotransmittersystem im Gehirn. Chronischer Alkoholkonsum führt zu einer Überaktivität des exzitatorischen Glutamat-NMDA-Systems.

Nach dem Entzug besteht dieses Ungleichgewicht fort und äussert sich in Unruhe, Angst, Schlafstörungen und dem Verlangen nach Alkohol (Craving).

Acamprosat normalisiert dieses Gleichgewicht und reduziert dadurch das Verlangen.

Campral ist kein Entzugsmedikament und besitzt keine stimmungsaufhellende oder anxiolytische Wirkung. Es wirkt ausschliesslich unterstützend bei der Aufrechterhaltung der Abstinenz.

Die Behandlung sollte so bald wie möglich nach dem Entzug beginnen und über mindestens 12 Monate fortgeführt werden.

Anwendung & Dosierung

Nehmen Sie Campral dreimal täglich ein: morgens, mittags und abends, jeweils zu den Mahlzeiten. Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit Wasser.

Beginnen Sie die Behandlung möglichst unmittelbar nach dem abgeschlossenen Alkoholentzug.

Führen Sie die Einnahme auch dann fort, wenn ein Rückfall eintritt – setzen Sie Campral in diesem Fall nicht ab. Die Therapie sollte mindestens 12 Monate dauern.

Körpergewicht über 60 kg: 2 Tabletten (je 333 mg) dreimal täglich (Tagesdosis 1.998 mg). Körpergewicht unter 60 kg: 2-1-1 Schema (morgens 2 Tabletten, mittags 1, abends 1; Tagesdosis 1.

332 mg). Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist eine Dosisanpassung erforderlich. Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) ist Campral kontraindiziert.

Nebenwirkungen

Häufig (1 bis 10 von 100): Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Juckreiz, Hautausschlag. **Gelegentlich (1 bis 10 von 1.

000): Erbrechen, verminderte oder gesteigerte Libido, Kopfschmerzen, Schwindel. Selten (1 bis 10 von 10.000):** Überempfindlichkeitsreaktionen, bullöse Hautreaktionen.

Gastrointestinale Beschwerden treten hauptsächlich zu Therapiebeginn auf und bessern sich meist im Verlauf.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Campral ist nur wirksam im Rahmen einer umfassenden Therapie, die psychosoziale Betreuung einschliesst. Es ist kein Mittel zur Behandlung des akuten Alkoholentzugs.

Bei einem Rückfall sollte die Einnahme fortgesetzt werden. Die Nierenfunktion sollte vor und während der Behandlung kontrolliert werden.

Bei Patienten mit suizidalen Gedanken ist eine engmaschige psychiatrische Betreuung erforderlich.

Gegenanzeigen

Campral ist kontraindiziert bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min), in der Schwangerschaft und Stillzeit und bei Überempfindlichkeit gegen Acamprosat oder einen der sonstigen Bestandteile.

Häufig gestellte Fragen

Wie wirkt Campral anders als Disulfiram?
Campral reduziert das Verlangen nach Alkohol, indem es das glutamaterge System stabilisiert. Disulfiram (Antabus) hingegen verursacht unangenehme Symptome beim Alkoholkonsum. Campral wirkt motivationsfördernd, Disulfiram abschreckend.
Muss ich Campral absetzen, wenn ich rückfällig werde?
Nein, setzen Sie Campral bei einem Rückfall fort. Die Wirkung auf das Craving bleibt bestehen und kann helfen, die Abstinenz schneller wiederherzustellen. Ein Rückfall bedeutet nicht das Scheitern der gesamten Behandlung.
Warum muss ich Campral dreimal täglich einnehmen?
Acamprosat hat eine relativ kurze Halbwertszeit und niedrige Bioverfügbarkeit. Die Aufteilung auf drei Tagesdosen stellt gleichmässige Wirkstoffspiegel sicher. Die Einnahme zu den Mahlzeiten erleichtert die regelmässige Einnahme.
Wie lange dauert die Behandlung mit Campral?
Die empfohlene Behandlungsdauer beträgt mindestens 12 Monate. In dieser Zeit sinkt das Rückfallrisiko nachweislich. Die Therapie wird in der Regel von psychosozialer Unterstützung begleitet.
Kann ich Campral zusammen mit Naltrexon einnehmen?
Die Kombination von Acamprosat und Naltrexon wurde in Studien untersucht und scheint verträglich zu sein, zeigte aber keinen eindeutigen Zusatznutzen gegenüber der Einzeltherapie. Besprechen Sie eine Kombination mit Ihrem Arzt.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte