
Campral
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Campral enthält den Wirkstoff Acamprosat, ein Medikament zur Unterstützung der Alkoholabstinenz nach erfolgtem Entzug.
Es wird in Österreich im Rahmen einer umfassenden Entwöhnungsbehandlung verordnet, die psychosoziale Unterstützung, Verhaltenstherapie und gegebenenfalls weitere medikamentöse Massnahmen umfasst.
Acamprosat moduliert das glutamaterge Neurotransmittersystem im Gehirn. Chronischer Alkoholkonsum führt zu einer Überaktivität des exzitatorischen Glutamat-NMDA-Systems.
Nach dem Entzug besteht dieses Ungleichgewicht fort und äussert sich in Unruhe, Angst, Schlafstörungen und dem Verlangen nach Alkohol (Craving).
Acamprosat normalisiert dieses Gleichgewicht und reduziert dadurch das Verlangen.
Campral ist kein Entzugsmedikament und besitzt keine stimmungsaufhellende oder anxiolytische Wirkung. Es wirkt ausschliesslich unterstützend bei der Aufrechterhaltung der Abstinenz.
Die Behandlung sollte so bald wie möglich nach dem Entzug beginnen und über mindestens 12 Monate fortgeführt werden.
Anwendung & Dosierung
Nehmen Sie Campral dreimal täglich ein: morgens, mittags und abends, jeweils zu den Mahlzeiten. Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit Wasser.
Beginnen Sie die Behandlung möglichst unmittelbar nach dem abgeschlossenen Alkoholentzug.
Führen Sie die Einnahme auch dann fort, wenn ein Rückfall eintritt – setzen Sie Campral in diesem Fall nicht ab. Die Therapie sollte mindestens 12 Monate dauern.
Körpergewicht über 60 kg: 2 Tabletten (je 333 mg) dreimal täglich (Tagesdosis 1.998 mg). Körpergewicht unter 60 kg: 2-1-1 Schema (morgens 2 Tabletten, mittags 1, abends 1; Tagesdosis 1.
332 mg). Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist eine Dosisanpassung erforderlich. Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) ist Campral kontraindiziert.
Nebenwirkungen
Häufig (1 bis 10 von 100): Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Juckreiz, Hautausschlag. **Gelegentlich (1 bis 10 von 1.
000): Erbrechen, verminderte oder gesteigerte Libido, Kopfschmerzen, Schwindel. Selten (1 bis 10 von 10.000):** Überempfindlichkeitsreaktionen, bullöse Hautreaktionen.
Gastrointestinale Beschwerden treten hauptsächlich zu Therapiebeginn auf und bessern sich meist im Verlauf.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Campral ist nur wirksam im Rahmen einer umfassenden Therapie, die psychosoziale Betreuung einschliesst. Es ist kein Mittel zur Behandlung des akuten Alkoholentzugs.
Bei einem Rückfall sollte die Einnahme fortgesetzt werden. Die Nierenfunktion sollte vor und während der Behandlung kontrolliert werden.
Bei Patienten mit suizidalen Gedanken ist eine engmaschige psychiatrische Betreuung erforderlich.
Gegenanzeigen
Campral ist kontraindiziert bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min), in der Schwangerschaft und Stillzeit und bei Überempfindlichkeit gegen Acamprosat oder einen der sonstigen Bestandteile.
Häufig gestellte Fragen
Wie wirkt Campral anders als Disulfiram?
Muss ich Campral absetzen, wenn ich rückfällig werde?
Warum muss ich Campral dreimal täglich einnehmen?
Wie lange dauert die Behandlung mit Campral?
Kann ich Campral zusammen mit Naltrexon einnehmen?
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte






