
Naproxen
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Naproxen gehört zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und wird zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Fieber eingesetzt.
Es wirkt, indem es die Produktion von Prostaglandinen hemmt, die Schmerzen, Entzündungen und Fieber verursachen.
Im Vergleich zu Ibuprofen hat Naproxen eine längere Wirkdauer, sodass es in der Regel nur zweimal täglich eingenommen werden muss.
Dies verbessert die Therapietreue bei chronischen Erkrankungen und sorgt für einen gleichmaassigeren Wirkspiegel über den Tag.
Anwendungsgebiete
Naproxen wird häufig angewendet bei rheumatoider Arthritis und Arthrose, bei Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe), bei Muskel- und Gelenkschmerzen sowie bei Gichtanfällen.
Auch Kopfschmerzen, Migräne und Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen gehören zu den klassischen Indikationen.
Verfügbare Darreichungsformen
Naproxen ist als verschreibungspflichtiges Arzneimittel in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, darunter Tabletten, magensaftresistente Tabletten und Zäpfchen.
Naproxen-Natrium hat einen schnelleren Wirkungseintritt als freies Naproxen und eignet sich daher besser für die akute Schmerzbehandlung.
Anwendung & Dosierung
Einnahme von Naproxen
Naproxen wird oral mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen, vorzugsweise während oder nach einer Mahlzeit, um Magenreizungen zu verringern.
Die Tabletten sollten im Ganzen geschluckt und nicht zerkaut werden. Die Einnahme erfolgt in der Regel zweimal täglich im Abstand von etwa 12 Stunden.
Dosierung und Anwendungsdauer
Es sollte stets die niedrigste wirksame Dosis für die kürzest mögliche Dauer verwendet werden.
Bei akuten Schmerzen kann die erste Dosis höher sein als die Folgedosen; bei chronischen Erkrankungen wie Arthritis ist eine regelmaassige Einnahme erforderlich, um einen stabilen Wirkspiegel aufrechtzuerhalten.
Ohne ärztliche Beratung sollte die Behandlung nicht länger als 7 bis 10 Tage fortgesetzt werden.
Magenschutz und Risikominimierung
Naproxen sollte nicht auf nüchternen Magen eingenommen werden.
Bei Patienten mit erhohetem Magen-Darm-Risiko, insbesondere älteren Patienten oder Patienten mit Ulkusanamnese, kann der Arzt zusätzlich einen Protonenpumpenhemmer als Magenschutz verordnen.
Regelmaassige ärztliche Kontrollen sind bei längerer Behandlung unerlässlich.
Naproxen wird bei Erwachsenen zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen in einer Dosis von 250 bis 500 mg zweimal täglich eingenommen, in der Regel morgens und abends.
Die maximale Tagesdosis bei Schmerzen beträgt 1250 mg für den ersten Tag, danach maximal 1000 mg täglich.
Bei Arthritis und chronischen Entzündungen wird Naproxen regelmaassig und nicht bei Bedarf eingenommen.
Die Tabletten werden mit einem großen Glas Wasser und möglichst nach dem Essen eingenommen. **Bei erhohetem Risiko für Magengeschwüre sollte gleichzeitig ein Protonenpumpenhemmer verordnet werden.
** Bei älteren Patienten sowie bei Patienten mit Nieren-, Leber- oder Herzerkrankungen ist die Dosis zu reduzieren und die Therapiedauer zu begrenzen.
Für Kinder ab 5 Jahren wird Naproxen bei juveniler idiopathischer Arthritis mit 10 mg/kg täglich in zwei Einzeldosen eingesetzt.
Die Behandlung sollte so kurz wie möglich gehalten werden; bei Langzeittherapie sind regelmaassige Kontrolluntersuchungen, insbesondere von Blutbild und Nierenfunktion, erforderlich.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Die häufigsten Nebenwirkungen von Naproxen betreffen den Magen-Darm-Trakt. Sodbrennen, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung sowie Blähungen können auftreten.
Kopfschmerzen, Schwindel und Hautausschlag werden gelegentlich berichtet.
Seltene, aber ernste Nebenwirkungen
Bei Langzeitanwendung oder höherer Dosierung steigt das Risiko für Magengeschwüre und Magenblutungen.
Herz-Kreislauf-Probleme wie Herzinfarkt und Schlaganfall sind mögliche Risiken, insbesondere bei vorbelasteten Patienten oder bei Dauertherapie.
Flüssigkeitseinlagerungen und Nierenfunktionsstörungen können ebenfalls auftreten. Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe bei schwarzem Stuhlgang, blutigem Erbrechen oder starken Bauchschmerzen.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
- Herz-Kreislauf-Risiko: NSAR können das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen, insbesondere bei langfristiger Anwendung oder hoher Dosierung
- Magen-Darm-Risiko: Naproxen kann Magengeschwüre und Blutungen verursachen, die ohne Vorwarnung auftreten können
- Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist besondere Vorsicht geboten
- Vor Operationen sollte der Chirurg über die Einnahme informiert werden, da Naproxen die Blutgerinnung beeinflussen kann
- Nicht im letzten Drittel der Schwangerschaft einnehmen
Gegenanzeigen
Naproxen ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Naproxen oder andere NSAR sowie bei Patienten mit NSAR-Asthma (Aspirin-Asthma), Rhinitis, Urtikaria oder anderen allergischen Reaktionen nach Einnahme von Aspirin oder anderen NSAR.
Aufgrund möglicher Kreuzreaktionen innerhalb der NSAR-Klasse sollte bei jeder bekannten NSAR-Unverträglichkeit die gesamte Substanzklasse gemieden werden.
Bei aktiven Magen-Darm-Ulzera oder rezidivierenden Geschwürleiden sowie bei gastrointestinalen Blutungen oder Perforationen in der Vorgeschichte ist Naproxen kontraindiziert.
Schwere Herzinsuffizienz, schwere Niereninsuffizienz (GFR unter 30 ml/min) und schwere Leberinsuffizienz schließen die Anwendung ebenfalls aus.
Im dritten Schwangerschaftstrimester darf Naproxen nicht angewendet werden, da es vorzeitigen Verschluss des fetalen Ductus arteriosus verursachen kann.
Patienten mit ischämischer Herzerkrankung, zerebrovaskulärer Erkrankung oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit sollten Naproxen wegen des erhöhten kardiovaskulären Risikos nicht einnehmen.
Vorsicht ist auch geboten bei gleichzeitiger Antikoagulanzientherapie (z. B. Warfarin), da das Blutungsrisiko erhöht ist.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Naproxen und Ibuprofen?
Kann ich Naproxen zusammen mit Paracetamol einnehmen?
Wie lange darf ich Naproxen einnehmen?
Darf ich Naproxen auf nüchternen Magen nehmen?
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Naproxen Nebenwirkungen: Was Sie wissen sollten
Naproxen ist ein rezeptpflichtiges NSAR gegen Schmerzen und Entzündungen. Die häufigsten Nebenwirkungen betreffen den Magen-Darm-Trakt - von Sodbrennen bis zu Geschwüren und Blutungen. Auch Niere, Blutdruck und Herz-Kreislauf-System können betroffen sein. Mit der niedrigsten wirksamen Dosis, kurzer Anwendung und bei Bedarf einem Magenschutz lässt sich das Risiko deutlich senken.
DosierungNaproxen Dosierung: richtige Einnahme und Höchstdosis
Erwachsene nehmen üblicherweise 250 bis 500 mg Naproxen zweimal täglich ein. Die Tageshöchstdosis liegt je nach Indikation bei etwa 1000 bis 1250 mg. Naproxen sollte zum Essen eingenommen und nie mit anderen NSAR kombiniert werden. Ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion benötigen niedrigere Dosen und ärztliche Kontrolle.
ÜbersichtNaproxen und Ibuprofen: Warum Sie beide nicht kombinieren sollten
Naproxen und Ibuprofen sollten nicht zusammen eingenommen werden. Beide sind NSAR und hemmen dieselben COX-Enzyme: Die Schmerzlinderung wird dadurch nicht besser, aber das Risiko für Magenblutungen, Nierenschäden und Herz-Kreislauf-Probleme steigt deutlich. Wählen Sie ein NSAR - wenn Sie ergänzen möchten, ist Paracetamol der geeignete Partner.
ÜbersichtNaproxen und Alkohol: Risiken und Empfehlungen
Zwischen Naproxen und Alkohol besteht keine direkte pharmakokinetische Wechselwirkung. Beide reizen jedoch die Magenschleimhaut, wodurch das Risiko für Geschwüre und Blutungen deutlich steigt. Während einer Naproxen-Therapie sollte Alkohol daher gemieden oder auf gelegentliche kleine Mengen beschränkt werden - Risikogruppen verzichten besser ganz.
ÜbersichtNaproxen und Paracetamol: Darf man beide kombinieren?
Naproxen und Paracetamol können kombiniert werden, weil sie über unterschiedliche Mechanismen wirken. Die Kombination lindert starke Schmerzen oft besser als ein Wirkstoff allein. Entscheidend sind die Höchstdosen - Paracetamol (Mexalen) maximal 3 g pro Tag in der Selbstmedikation - sowie ärztliche Rücksprache bei Leber- oder Nierenerkrankungen.
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte






