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Diclofenac

Diclofenac

Wirkstoff: Diclofenac (als Diclofenac-Natrium oder Diclofenac-Kalium)
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Diclofenac ist ein nicht-steroidales Antirheumatikum (NSAR) und gehört zu den am häufigsten verordneten Schmerzmitteln in Österreich.

Es wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend und wird bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt, darunter rheumatoide Arthritis, Arthrose, Spondylitis ankylosans, akute Gicht, Weichteilrheumatismus, postoperative Schmerzen sowie Menstruationsbeschwerden.

Der Wirkstoff hemmt nicht-selektiv die Cyclooxygenasen COX-1 und COX-2 und reduziert dadurch die Synthese von Prostaglandinen, die zentrale Mediatoren von Schmerz, Entzündung und Fieber sind.

Diclofenac ist in Österreich in zahlreichen Darreichungsformen verfügbar: Tabletten, Retardtabletten, Suppositorien, Injektionslösung, Gel und Pflaster.

Die orale Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 50 % aufgrund eines ausgeprägten First-Pass-Effekts. Die Wirkung setzt je nach Formulierung innerhalb von 30 bis 60 Minuten ein.

Gemäss Austria-Codex stehen Dosierungen von 25 mg bis 100 mg zur Verfügung. Wie alle NSAR sollte Diclofenac in der niedrigsten wirksamen Dosis und für die kürzestmögliche Dauer angewendet werden.

Anwendung & Dosierung

Nehmen Sie Diclofenac-Tabletten zu oder nach einer Mahlzeit mit einem Glas Wasser ein, um Magenreizungen zu vermindern. Schlucken Sie Retardtabletten unzerkaut.

Topisches Diclofenac-Gel wird dünn auf die betroffene Stelle aufgetragen und leicht einmassiert, anschliessend die Hände waschen.

Verwenden Sie die niedrigste wirksame Dosis für die kürzeste erforderliche Behandlungsdauer. Bei chronischen Erkrankungen wird Ihr Arzt den Bedarf regelmässig überprüfen.

Erwachsene (oral): 75 bis 150 mg täglich, aufgeteilt auf 2 bis 3 Einzeldosen. Die Maximaldosis beträgt 150 mg pro Tag. Retardtabletten: 75 mg einmal oder zweimal täglich.

Topisch (Gel): 3- bis 4-mal täglich auf die betroffene Stelle auftragen. Bei älteren Patienten, eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion wird die niedrigste Dosis empfohlen.

Nebenwirkungen

Häufig (1 bis 10 von 100): Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Dyspepsie, Blähungen, Appetitlosigkeit, Transaminasenanstieg. **Gelegentlich (1 bis 10 von 1.

000): Magenulkus, gastrointestinale Blutung, Ödeme, Hautausschlag. Selten (1 bis 10 von 10.

000): Hepatitis, Nierenfunktionsstörung, Blutbildveränderungen, schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom), Asthmaanfälle bei Prädisposition. Sehr selten:** Myokardinfarkt, Schlaganfall.

Das kardiovaskuläre Risiko steigt mit der Dosis und der Behandlungsdauer.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Diclofenac erhöht das Risiko für kardiovaskuläre thrombotische Ereignisse, insbesondere bei Langzeitanwendung und höheren Dosen.

Es sollte bei Patienten mit bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung mit grösster Vorsicht eingesetzt werden.

Das Risiko gastrointestinaler Komplikationen steigt bei höherem Alter, Ulkusanamnese, gleichzeitiger Einnahme von Kortikosteroiden oder Antikoagulantien.

Eine begleitende Gabe eines Protonenpumpenhemmers kann erwogen werden. Regelmässige Kontrollen von Blutbild, Nieren- und Leberwerten werden empfohlen.

Gegenanzeigen

Diclofenac ist kontraindiziert bei aktiver gastrointestinaler Blutung oder Ulzeration, schwerer Herzinsuffizienz (NYHA III-IV), schwerer Leber- oder Niereninsuffizienz, im letzten Trimenon der Schwangerschaft, bei bekannter Analgetika-Asthma-Trias (Asthma, Urtikaria, Rhinitis nach ASS/NSAR) und bei Überempfindlichkeit gegen Diclofenac oder andere NSAR.

Häufig gestellte Fragen

Ist Diclofenac verschreibungspflichtig?
Orale Diclofenac-Präparate sind in Österreich verschreibungspflichtig. Topisches Diclofenac-Gel in niedrigeren Konzentrationen ist in der Apotheke rezeptfrei erhältlich. Die Beratung durch den Apotheker ist dennoch empfehlenswert.
Darf ich Diclofenac zusammen mit Blutverdünnern einnehmen?
Die Kombination mit Antikoagulantien (z. B. Marcoumar, NOAKs) erhöht das Blutungsrisiko deutlich. Informieren Sie Ihren Arzt über alle gerinnungshemmenden Medikamente. Eine Dosisanpassung oder Überwachung kann erforderlich sein.
Wirkt Diclofenac-Gel genauso wie die Tabletten?
Topisches Diclofenac wirkt lokal an der Applikationsstelle mit deutlich geringerer systemischer Aufnahme. Es eignet sich gut bei lokalen Beschwerden wie Knie- oder Sprunggelenkarthrose und hat weniger gastrointestinale Nebenwirkungen.
Warum soll Diclofenac mit Essen eingenommen werden?
Die Einnahme zu den Mahlzeiten puffert die direkte Reizwirkung auf die Magenschleimhaut und reduziert das Risiko für Magengeschwüre und -blutungen. Dies ist besonders bei längerfristiger Anwendung wichtig.
Ist Diclofenac schlecht für das Herz?
Diclofenac erhöht in höheren Dosen und bei Langzeitanwendung das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Patienten mit bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung sollten möglichst auf alternative Analgetika ausweichen.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte