
Finasteride
Inkl. Online-Konsultation, Medikament und diskreter Versand
Optionen ansehen
Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
Medikament wählen
Dosierung und Menge auswählen
Online-Konsultation
Geprüft von einem qualifizierten Arzt
Schnelle, diskrete Lieferung
Direkt an Ihre Tür geliefert
Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Finasterid ist ein 5-Alpha-Reduktase-Hemmer, der in Österreich zur Behandlung von zwei unterschiedlichen Erkrankungen zugelassen ist: in einer Dosis von 1 mg bei erblich bedingtem Haarausfall (androgenetischer Alopezie) und in einer Dosis von 5 mg bei gutartiger Prostatavergrößerung (benigner Prostatahyperplasie, BPH).
Der Wirkstoff ist in beiden Fällen derselbe, nur die Indikation und die Dosis unterscheiden sich.
Finasterid blockiert das Enzym 5-Alpha-Reduktase Typ II, das Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) umwandelt.
DHT ist der Hauptfaktor, der sowohl den Haarausfall als auch das Wachstum der Prostata fördert.
Durch die Senkung des DHT-Spiegels um etwa 60 bis 70 % wird die Miniaturisierung der Haarfollikel verlangsamt oder gestoppt und das Prostatawachstum gehemmt.
Bei der 5-mg-Dosis reduziert Finasterid das Prostatavolumen über 6 bis 12 Monate um 20 bis 30 % und verbessert den Harnfluss.
Es halbiert den PSA-Wert im Serum, was bei der Prostatakrebsvorsorge berücksichtigt werden muss.
Die Wirkung von Finasterid setzt schrittweise ein. Bei Haarausfall sind erste Ergebnisse nach 3 bis 6 Monaten zu erwarten, bei BPH nach 6 bis 12 Monaten.
Finasterid erfordert eine kontinuierliche Einnahme, da die Wirkung nach Absetzen innerhalb weniger Monate nachlässt.
Anwendung & Dosierung
Nehmen Sie Finasterid einmal täglich als ganze Tablette mit Wasser ein, unabhängig von den Mahlzeiten, vorzugsweise zur selben Tageszeit. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut.
Es ist sehr wichtig, die Tablette nicht zu zerbrechen, zu teilen oder zu zerkleinern, da der Wirkstoff über die Haut aufgenommen werden kann.
Dies stellt insbesondere für schwangere Frauen ein Risiko dar, da Finasterid die Entwicklung eines männlichen Fötus beeinträchtigen kann. Unbeschädigte, überzogene Tabletten sind sicher zu handhaben.
Für die Behandlung von Haarausfall (1 mg) sind mindestens drei bis sechs Monate täglicher Anwendung erforderlich, bevor eine sichtbare Verbesserung eintritt.
Der maximale Nutzen wird typischerweise nach ein bis zwei Jahren erreicht.
Um die Ergebnisse aufrechtzuerhalten, ist eine langfristige Einnahme notwendig, da der Haarausfall innerhalb von 6 bis 12 Monaten nach dem Absetzen wieder einsetzt.
Bei der Behandlung von BPH (5 mg) sind mindestens sechs Monate kontinuierlicher Einnahme erforderlich, bevor der volle Nutzen hinsichtlich der Harnwegssymptome und des Prostatavolumens sichtbar wird.
Wenn die Behandlung abgebrochen wird, wächst die Prostata wieder, und die Symptome kehren zurück. Informieren Sie Ihren Arzt immer über die Finasterid-Behandlung, insbesondere vor einer PSA-Messung.
Für androgenetische Alopezie (Haarausfall) beträgt die empfohlene Dosis 1 mg Finasterid einmal täglich für Männer im Alter von 18 bis 41 Jahren.
Die Wirksamkeit sollte nach 6 bis 12 Monaten beurteilt werden. Eine Dosis von über 1 mg bringt bei Alopezie keinen zusätzlichen Nutzen.
Für benigne Prostatahyperplasie (BPH) beträgt die empfohlene Dosis 5 mg Finasterid einmal täglich. Eine Kombinationstherapie mit einem Alpha-1-Blocker (z.B.
Tamsulosin) kann eine schnellere Symptomlinderung bieten. Der klinische Effekt auf das Prostatavolumen und die Harnwegssymptome ist nach 3 bis 6 Monaten Behandlung sichtbar.
Bei Nierenfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung erforderlich, da Finasterid hauptsächlich über den Stuhl ausgeschieden wird.
Bei eingeschränkter Leberfunktion liegen nur begrenzte Daten vor, daher sollte Finasterid mit Vorsicht angewendet werden. Finasterid ist nicht für Frauen, Kinder und Jugendliche zugelassen.
Patienten, die bereits 1 mg Finasterid einnehmen, sollten nicht gleichzeitig 5 mg Finasterid verwenden.
Finasterid senkt den PSA-Wert im Blut um etwa 50 % innerhalb von sechs Monaten. Bei der Prostatakrebsvorsorge muss der behandelnde Arzt dies berücksichtigen.
Der gemessene PSA-Wert sollte ungefähr verdoppelt werden, um den tatsächlichen Wert für das Screening zu schätzen.
Jede anhaltende Erhöhung des PSA-Wertes während der Behandlung, auch innerhalb des Normalbereichs, sollte untersucht werden.
Informieren Sie daher jeden neuen Arzt oder jedes Labor über Ihre Finasterid-Einnahme.
Nebenwirkungen
Finasterid wird von den meisten Patienten gut vertragen, jedoch können sexuelle Nebenwirkungen auftreten, die vor Behandlungsbeginn besprochen werden sollten.
Häufig (bis zu 1 von 10 Patienten, besonders im ersten Jahr):
* Verminderte Libido (sexuelles Verlangen)
* Erektile Dysfunktion (Impotenz)
* Vermindertes Ejakulatvolumen
Gelegentlich (1 bis 10 von 1.000 Patienten):
* Brustspannen oder Gynäkomastie (Brustvergrößerung beim Mann)
* Ejakulationsstörung
* Hautausschlag
* Hodenschmerzen
* Depressive Verstimmung
Selten (1 bis 10 von 10.000 Patienten):
* Allergische Reaktionen (Juckreiz, Nesselsucht, Angioödem)
* Erhöhte Leberenzyme
Nach Markteinführung berichtet (Häufigkeit nicht bestimmbar):
* Anhaltende sexuelle Funktionsstörungen nach Absetzen der Behandlung (Kausalität umstritten)
* Angstzustände
* Männlicher Brustkrebs (sehr selten, kausaler Zusammenhang nicht eindeutig belegt)
Sexuelle Nebenwirkungen sind der häufigste Grund für das Absetzen der Behandlung.
Sie treten bei einer Minderheit der Anwender auf und bilden sich in der Regel nach dem Absetzen zurück, obwohl in seltenen Fällen anhaltende Effekte berichtet wurden.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
PSA-Werte und Prostatakrebs-Screening: Finasterid 5 mg halbiert den Serum-PSA-Wert. Finasterid 1 mg reduziert den PSA-Wert ebenfalls, wenn auch in geringerem Maße.
Jede anhaltende Erhöhung des PSA-Wertes während der Behandlung, selbst innerhalb des normalen Bereichs, sollte von Ihrem Arzt untersucht werden.
Informieren Sie immer jeden neuen Arzt oder jedes Labor, dass Sie Finasterid einnehmen, damit die PSA-Werte korrekt interpretiert werden können.
Sexuelle Nebenwirkungen: Besprechen Sie vor Behandlungsbeginn mit Ihrem Arzt die Möglichkeit von verminderter Libido, erektiler Dysfunktion und anhaltenden Effekten nach dem Absetzen.
Exposition von Frauen: Schwangere Frauen oder Frauen, die schwanger werden könnten, dürfen zerbrochene oder zerdrückte Finasterid-Tabletten nicht anfassen.
Der Wirkstoff kann über die Haut aufgenommen werden und bei einem männlichen Fötus zu Fehlbildungen der äußeren Geschlechtsorgane führen. Unbeschädigte, überzogene Tabletten sind sicher zu handhaben.
Stimmung: Achten Sie auf Stimmungsveränderungen, insbesondere depressive Symptome. Melden Sie anhaltende Veränderungen Ihrem verschreibenden Arzt.
Blutspende: Spenden Sie kein Blut während der Einnahme von Finasterid und für mindestens einen Monat nach dem Absetzen, um zu verhindern, dass eine schwangere Frau den Wirkstoff über eine Transfusion erhält.
Gegenanzeigen
Nehmen Sie Finasterid nicht ein, wenn Sie:
* Eine Frau sind (nicht indiziert, teratogenes Risiko in der Schwangerschaft). Frauen im gebärfähigen Alter müssen den Kontakt mit zerbrochenen oder zerdrückten Tabletten vermeiden.
* Ein Kind oder Jugendlicher unter 18 Jahren sind, da die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht nachgewiesen sind.
* Eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Finasterid, andere 5-Alpha-Reduktase-Hemmer oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels haben.
* Gleichzeitig sowohl die 1 mg als auch die 5 mg Dosis einnehmen.
Finasterid ist nicht für die Anwendung bei Frauen zur Behandlung von Haarausfall zugelassen.
Bei prämenopausalen Frauen im gebärfähigen Alter ist die Anwendung ohne hochwirksame Empfängnisverhütung kontraindiziert.
Bei schwerer Leberfunktionsstörung ist die Anwendung von Finasterid nicht empfohlen, da der Metabolismus hauptsächlich über die Leber erfolgt und die Exposition signifikant ansteigen kann.
Patienten mit Verdacht auf Prostatakrebs sollten vor Beginn der Finasterid-Behandlung abgeklärt werden.
Häufig gestellte Fragen
Ist Finasterid 1 mg dasselbe wie Finasterid 5 mg?
Wie lange dauert es, bis ich Ergebnisse bei Haarausfall sehe?
Kann Finasterid dauerhafte sexuelle Nebenwirkungen verursachen?
Beeinflusst Finasterid das Prostatakrebsrisiko?
Warum muss mein Arzt meinen PSA-Wert anpassen?
Muss ich Finasterid für immer einnehmen?
Beeinflusst Finasterid die Zeugungsfähigkeit?
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte





