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Protopic

Protopic

Wirkstoff: Tacrolimus (als Tacrolimus-Monohydrat)
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Protopic ist eine verschreibungspflichtige Salbe mit dem Wirkstoff Tacrolimus, die zur Behandlung von mittelschwerem bis schwerem atopischem Ekzem (Neurodermitis) eingesetzt wird.

Protopic gehört zur Gruppe der topischen Calcineurin-Inhibitoren und wirkt entzundungshemmend, ohne ein Kortison-Praparat zu sein.

Wirkungsweise und Vorteile gegenüber Kortison

Der große Vorteil von Protopic gegenüber Kortisonsalben besteht darin, dass es keine Hautverdunnung (Atrophie) verursacht.

Dadurch kann es auch langfristig an empfindlichen Korperst ellen wie Gesicht, Hals und Gelenkbeugen angewendet werden, wo Kortison nur begrenzt eingesetzt werden sollte.

Protopic hemmt gezielt die Aktivierung von T-Zellen, die für die Entzundungsreaktion bei Neurodermitis verantwortlich sind.

Indikationen und Darreichungsformen

Protopic wird bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren mit Neurodermitis angewendet, die auf konventionelle Therapien nicht ausreichend ansprechen.

Es ist in zwei Starken erhaltlich: 0,03 % für Kinder und Erwachsene sowie 0,1 % ausschließlich für Erwachsene. **Protopic 0,1 % ist für Kinder unter 16 Jahren nicht zugelassen.

Anwendung & Dosierung

Protopic Salbe wird zweimal täglich dun n auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und leicht einmassiert. Nur eine dunne Schicht verwenden.

Es kann auf allen Korperst ellen angewendet werden, einschließlich Gesicht, Hals und Gelenkbeugen.

Anwendungshinweise

Nicht auf Schleimhaute oder offene Wunden auftragen. Nach dem Auftragen sollten Sie die behandelten Stellen nicht sofort mit Wasser in Beruhrung bringen.

Hande nach der Anwendung waschen, es sei denn, diese werden selbst behandelt. Vermeiden Sie Kontakt mit den Augen.

Behandlungsdauer und Erhaltungstherapie

Sobald eine Verbesserung eintritt, kann die Anwendungsfrequenz auf einmal täglich reduziert und bei anhaltender Besserung vollstandig abgesetzt werden.

Zur Schubprophylaxe kann Protopic zweimal wochentlich auf ublicherweise betroffene Stellen aufgetragen werden.

Starke Sonnenbestrahlung während der Behandlung vermeiden und ausreichend Sonnenschutz verwenden.

Protopic 0,1 % Salbe wird bei Erwachsenen (ab 16 Jahren) mit mittelschwerem bis schwerem atopischem Ekzem (Neurodermitis) zweimal täglich in einer dünnen Schicht auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und leicht einmassiert.

Bei Kindern von 2 bis 15 Jahren ist ausschließlich die 0,03 % Stärke zugelassen, ebenfalls zweimal täglich.

Die Salbe sollte nicht in Augen, Nase oder Mund gelangen; Hände nach der Anwendung waschen, außer wenn diese selbst behandelt werden.

Die Behandlung wird fortgesetzt bis zum Abklingen der Ekzemsymptome.

Sobald eine Verbesserung eintritt, sollte die Anwendungsfrequenz auf einmal täglich reduziert werden und bei anhaltender Besserung vollständig abgesetzt werden.

Im Rahmen einer proaktiven Erhaltungstherapie kann Protopic bei Patienten mit häufigen Schüben zweimal wöchentlich auf üblicherweise betroffene Stellen aufgetragen werden, um Rezidiven vorzubeugen.

Protopic darf nicht auf Schleimhäuten oder unter Okklusivverbänden angewendet werden.

Lichtschutz ist während der Behandlung empfehlenswert, da Tacrolimus die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen kann. Eine Anwendung auf gesunder Haut ist zu vermeiden.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Leberinsuffizienz sind systemische Tacrolimus-Spiegel engmaschig zu kontrollieren, sofern großflächige Anwendung erfolgt.

Nebenwirkungen

Protopic wird im Allgemeinen gut vertragen, kann aber insbesondere zu Behandlungsbeginn ortliche Reaktionen hervorrufen.

Häufige lokale Nebenwirkungen

Die haufigste Nebenwirkung ist ein Brennen und Juckreiz an der Auftragungsstelle, besonders in den ersten Tagen der Behandlung.

Diese Reaktion ist normal und lasst nach wenigen Tagen deutlich nach, sobald sich die Entzundung bessert.

Auch ein Warmegefuhl und Roten der Haut sowie eine erh ohte Hautempfindlichkeit nach Alkoholkonsum werden häufig berichtet.

Weitere mögliche Reaktionen

Hautinfektionen wie Herpes simplex oder Follikulitis können gelegentlich auftreten. Weniger häufig wurden Akne und rosazea-ahnliche Hautveranderungen beobachtet.

**Bei Auftreten einer schweren allergischen Reaktion oder einer Verschlechterung des Hautbefundes sofort ärztliche Hilfe aufsuchen.

** Sollten die Lymphknoten anschwellen oder dauerhaft geschwollen bleiben, ist dies dem behandelnden Arzt mitzuteilen.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Während der Behandlung mit Protopic sollte übermäßige Sonnenbestrahlung vermieden werden. Verwenden Sie Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor.

Protopic sollte nicht gleichzeitig mit Kortisonsalben auf denselben Hautstellen angewendet werden. Bei Hautinfektionen muss diese zuerst behandelt werden, bevor Protopic angewendet wird.

Vermeiden Sie den Kontakt mit Augen und Schleimhäuten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn die Lymphknoten anschwellen oder sich das Hautbild verschlechtert.

Gegenanzeigen

Protopic (Tacrolimus 0,03 % und 0,1 %) ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Tacrolimus, Macrolide im Allgemeinen oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparats.

Tacrolimus ist ein Calcineurin-Inhibitor und hemmt die T-Zell-Aktivierung; eine bekannte Unverträglichkeit gegenüber anderen Calcineurin-Inhibitoren kann auf eine potenzielle Kreuzreaktivität hinweisen.

Protopic sollte nicht auf infizierte Haut aufgetragen werden, solange Hautinfektionen -- einschließlich virale Infektionen (Herpes simplex, Herpes zoster, Mollusca contagiosa), bakterielle oder Pilzinfektionen -- aktiv sind.

Nicht anwenden bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B.

durch immunsuppressive Therapien, HIV-Infektion oder angeborene Immundefekte), da das Risiko von Infektionen und malignen Erkrankungen erhöht ist.

Die Anwendung unter Okklusivverbänden ist kontraindiziert.

Protopic 0,1 % ist für Kinder unter 16 Jahren nicht zugelassen; Kinder ab 2 Jahren können die 0,03 % Stärke erhalten, Kinder unter 2 Jahren sollten keine Tacrolimus-haltigen Cremes erhalten.

Patienten mit hereditärer epidermaler Erkrankung (Netherton-Syndrom, lamellöse Ichthyose) sind besonders gefährdet für eine systemische Resorption und sollten Protopic nicht anwenden.

Häufig gestellte Fragen

Ist Protopic besser als Kortisonsalbe?
Protopic ist eine Alternative, kein genereller Ersatz für Kortison. Der entscheidende Vorteil ist, dass Protopic keine Hautverdünnung verursacht und daher für empfindliche Stellen wie Gesicht und Gelenkbeugen besser geeignet ist. Bei starken Entzündungen können Kortisonsalben kurzfristig wirksamer sein, weshalb die Wahl des Präparats immer ärztlich abgestimmt werden sollte.
Warum brennt die Salbe bei den ersten Anwendungen?
Das Brennen ist eine häufige Reaktion in der ersten Behandlungswoche und hängt mit der entzündeten Haut zusammen. Sobald sich die Entzündung bessert, lässt auch das Brennen nach. Bei unerträglich starkem Brennen können Sie die Salbe vorher kühlen oder eine dünne Feuchtigkeitscreme darunter auftragen.
Kann ich Protopic im Gesicht anwenden?
Ja, Protopic eignet sich besonders gut für empfindliche Hautstellen wie Gesicht, Hals und Gelenkbeugen. Im Gegensatz zu starken Kortisonsalben verursacht es keine Hautverdünnung, sodass es auch über längere Zeiträume in diesen Bereichen sicher angewendet werden kann.
Wie lange darf ich Protopic anwenden?
Protopic kann bei Bedarf langfristig angewendet werden. Zur Schubprophylaxe kann es auch zweimal wöchentlich auf häufig betroffene Hautstellen aufgetragen werden. Ihr Arzt wird die optimale Behandlungsdauer und Häufigkeit mit Ihnen festlegen, um eine dauerhafte Krankheitskontrolle zu erreichen.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie

Verifizierter Gesundheitsexperte