
Adartrel
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Adartrel enthaelt den Wirkstoff Ropinirol und wird zur Behandlung des mittelschweren bis schweren Restless-Legs-Syndroms (RLS) eingesetzt. Das Restless-Legs-Syndrom aeussert sich durch einen unangenehmen Bewegungsdrang in den Beinen, haeufig begleitet von Missempfindungen wie Kribbeln, Ziehen oder Brennen.
Wie wirkt Adartrel?
Ropinirol ist ein Dopaminagonist, der die Dopaminrezeptoren im Gehirn stimuliert. Beim Restless-Legs-Syndrom wird eine Stoerung des Dopaminstoffwechsels als wesentliche Ursache angesehen. Durch die gezielte Aktivierung der Dopaminrezeptoren lindert Ropinirol den Bewegungsdrang und die unangenehmen Empfindungen in den Beinen, insbesondere abends und nachts.
Wann wird Adartrel eingenommen?
Die Symptome des RLS treten typischerweise abends und in Ruhesituationen auf. Daher wird Adartrel kurz vor dem Schlafengehen eingenommen. Die Wirkung setzt nach etwa 30 bis 60 Minuten ein und ermoeglicht vielen Betroffenen einen deutlich ruhigeren Schlaf.
Anwendung & Dosierung
Einnahme und Zeitpunkt
Nehmen Sie Adartrel einmal taeglich abends kurz vor dem Schlafengehen ein. Die Tablette wird unzerkaut mit etwas Wasser geschluckt und kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Eine konstante Einnahmezeit erleichtert es, die Dosis nicht zu vergessen.
Dosierungsanpassung
Beginnen Sie mit einer niedrigen Dosis von 0,25 mg und erhoehen Sie diese schrittweise nach aerztlicher Anweisung, um Nebenwirkungen wie Uebelkeit und Schwindel zu minimieren. Die Dosissteigerung erfolgt in woechtlichen Abstaenden nach klinischem Ansprechen.
Absetzen der Therapie
Setzen Sie Adartrel niemals abrupt ab. Die Dosis muss schrittweise ueber mindestens eine Woche reduziert werden, um Absetzsymptome wie Angstzustaende oder Rueckfall der RLS-Beschwerden zu vermeiden. Besprechen Sie jede Aenderung der Dosierung mit Ihrem Arzt.
Adartrel wird bei Restless-Legs-Syndrom mit einer Anfangsdosis von 0,25 mg einmal taeglich, zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen, begonnen. Nach zwei Behandlungstagen kann die Dosis auf 0,5 mg einmal taeglich erhoeht werden. Ab der zweiten Woche wird die Dosis bei Bedarf auf 1 mg erhoeht.
Weitere Dosissteigerungen koennen woechentlich um 0,5 mg vorgenommen werden. Die maximale Tagesdosis betraegt 4 mg. Die Dosis wird langsam gesteigert, um die Vertraeglichkeit zu verbessern und Uebelkeit, Schwindel und orthostatische Hypotonie zu minimieren.
Bei Niereninsuffizienz (GFR 30 bis 50 ml/min) ist Vorsicht geboten; die niedrigst wirksame Dosis sollte angestrebt werden. Das Absetzen von Adartrel muss schrittweise erfolgen (ueber mindestens eine Woche), um Symptomrueckfall und Absetzreaktionen zu vermeiden.
Nebenwirkungen
Haeufige Nebenwirkungen
Uebelkeit ist die haeufigste Nebenwirkung, besonders zu Beginn der Therapie. Schwindel, Muedigkeit und Benommenheit kommen ebenfalls vor. Diese Beschwerden bessern sich meist bei fortgesetzter Einnahme und regelmaessiger Dosissteigerung.
Besondere Hinweise
In seltenen Faellen kann Ropinirol ploetzliche Schlafattacken ausloesen, auch ohne vorherige Muedigkeit. Darueber hinaus wurden Impulskontrollstoerungen wie pathologisches Spielen, Esssucht oder gesteigerter Sexualtrieb berichtet. Informieren Sie Ihren Arzt sofort, wenn solche Verhaltensaenderungen auftreten.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Ropinirol kann Schlaefrigkeit und ploetzliche Schlafattacken verursachen. Fahren Sie kein Auto und bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie wissen, wie das Medikament auf Sie wirkt. Setzen Sie Adartrel nicht abrupt ab, da dies zu einem Entzugssyndrom fuehren kann. Die Dosis muss schrittweise reduziert werden. Bei Auftreten von Impulskontrollstoerungen ist sofortige aerztliche Ruecksprache noetig.
Gegenanzeigen
Adartrel darf nicht angewendet werden bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min ohne Dialyse), da Ropinirol bei stark eingeschraenkter Nierenfunktion nicht sicher eingesetzt werden kann. Bei schwerer Leberinsuffizienz ist die Anwendung ebenfalls kontraindiziert.
Ueberempfindlichkeit gegen Ropinirol oder einen der sonstigen Bestandteile ist eine absolute Kontraindikation. Bei Patienten mit einem Risiko fuer Impulskontrollstoerungen (Spielsucht, Hypersexualitaet, zwanghaftes Kaufen oder Essen) sollte die Therapie mit Dopaminagonisten sorgfaeltig abgewogen werden. Diese Risiken sind bekannte Klasseneffekte aller Dopaminagonisten.
Bei Patienten mit schweren Herzrhythmusstorungen oder stark erhoehtem Sturzrisiko ist besondere Vorsicht geboten. Ploetzliche Schlafanfaelle sind unter Dopaminagonisten beschrieben worden.
Häufig gestellte Fragen
Kann Adartrel abhaengig machen?
Was sind Impulskontrollstoerungen?
Hilft Adartrel auch tagsuebers?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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