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Verhütungsmittel

Hormonelle Verhütung ist bei korrekter Anwendung zu über 99 % wirksam. Verschiedene Kombinations- und Gestagen-Pillen stehen zur Auswahl. Eine Online-Arztkonsultation macht es einfach, Ihre Verhütung zu starten oder fortzusetzen.

Kombinationspille und Minipille verfügbar

Über 99 % wirksam bei korrekter Einnahme

Kann auch bei Periodenbeschwerden, Akne und PMS helfen

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Verhütungsmittel

Über Verhütung

Verhütung, medizinisch als Kontrazeption bezeichnet, umfasst alle Methoden und Mittel, die eine ungewollte Schwangerschaft verhindern. In Österreich nutzen rund 70 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter eine Form der Verhütung, wobei die Antibabypille nach wie vor die beliebteste Methode ist.

Moderne Verhütungsmittel bieten Frauen und Paaren eine grosse Auswahl, die sich auf individuelle Bedürfnisse, Lebenssituation und gesundheitliche Voraussetzungen abstimmen lässt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen hormonellen und nicht-hormonellen Methoden sowie zwischen Kurz- und Langzeitverhütung. Die Wahl der richtigen Methode sollte gemeinsam mit dem Arzt erfolgen, der individuelle Risikofaktoren wie Alter, Raucherstatus, Vorerkrankungen und Familienplanung berücksichtigt. Keine Verhütungsmethode ist perfekt, weshalb eine sorgfältige Abwägung der Vor- und Nachteile wichtig ist.

Hormonelle Verhütungsmethoden

Hormonelle Verhütungsmittel enthalten Östrogen und/oder Gestagen und verhindern den Eisprung, verdicken den Zervixschleim und verändern die Gebärmutterschleimhaut. Bei den kombinierten Methoden, die Östrogen und Gestagen enthalten, stehen die klassische Kombinationspille in verschiedenen Zusammensetzungen, der Vaginalring NuvaRing (drei Wochen einsetzen, eine Woche Pause) und das Verhütungspflaster Evra (wöchentlicher Wechsel) zur Verfügung.

Für Frauen, die kein Östrogen einnehmen können oder möchten, gibt es reine Gestagen-Methoden. Die Minipille, etwa mit dem Wirkstoff Desogestrel, wird täglich eingenommen und eignet sich auch für stillende Frauen. Die Hormonspirale wirkt lokal in der Gebärmutter und bietet bis zu fünf Jahre Schutz. Das Hormonimplantat, ein kleines Stäbchen im Oberarm, ist bis zu drei Jahre wirksam, und die Dreimonatsspritze wird alle zwölf Wochen verabreicht. Hormonelle Verhütungsmittel schützen nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen, dafür sollten zusätzlich Kondome verwendet werden.

Nicht-hormonelle Verhütung

Für Frauen, die keine Hormone verwenden möchten oder dürfen, gibt es verschiedene Alternativen. Das Kondom ist die einzige Verhütungsmethode, die gleichzeitig vor sexuell übertragbaren Infektionen schützt. Das Diaphragma wird vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt und mit Spermizid kombiniert. Die Kupferspirale wirkt durch Kupferionen spermizid und bietet ohne Hormone bis zu fünf bis zehn Jahre Schutz. Die Kupferkette ist eine Alternative, die sich besonders für jüngere Frauen eignet.

Natürliche Methoden wie die symptothermale Methode basieren auf der Beobachtung von Basaltemperatur und Zervixschleim. Zykluscomputer und Apps bieten technische Unterstützung dabei. Für die Notfallverhütung steht die Pille danach mit Levonorgestrel (bis 72 Stunden) oder Ulipristalacetat (bis 120 Stunden) zur Verfügung. Die wirksamste Notfallverhütung ist die Kupferspirale, die bis zu fünf Tage nach ungeschütztem Verkehr eingesetzt werden kann. Die Zuverlässigkeit nicht-hormoneller Methoden variiert stark, eine ärztliche Beratung hilft bei der Wahl.

Häufige Fragen zur Verhütung

Viele Frauen fragen sich, ob die Pille die Fruchtbarkeit beeinflusst. Die Antwort ist beruhigend: Nach dem Absetzen kehrt die Fruchtbarkeit in der Regel innerhalb von ein bis drei Zyklen zurück, und eine langfristige Einnahme beeinträchtigt die spätere Empfängnisfähigkeit nicht.

Bei einer vergessenen Pille hängt das weitere Vorgehen vom Zeitraum ab. Innerhalb von zwölf Stunden kann sie nachgenommen werden, und der Schutz bleibt bestehen. Nach mehr als zwölf Stunden kann der Schutz eingeschränkt sein, dann sollte die Packungsbeilage beachtet und gegebenenfalls zusätzlich mit Kondom verhütet werden. Raucherinnen über 35 dürfen keine kombinierten hormonellen Verhütungsmittel wie Pille, Ring oder Pflaster verwenden, da das Thrombose- und Herzinfarktrisiko deutlich erhöht ist. Geeignete Alternativen sind die Minipille, die Hormonspirale oder die Kupferspirale. Bestimmte Medikamente wie Rifampicin, Antiepileptika und Johanniskraut können die Wirksamkeit der Pille herabsetzen.

Wann zum Arzt?

Ein Arztbesuch ist empfehlenswert, wenn Sie eine neue Verhütungsmethode beginnen oder wechseln möchten, wenn Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Brustspannen oder Libidoverlust auftreten oder wenn Zwischenblutungen nach drei Monaten nicht abklingen. Auch wenn Sie die Pille regelmässig vergessen und eine komfortablere Alternative suchen oder wenn Sie stillen und eine geeignete Verhütung benötigen, ist ärztlicher Rat sinnvoll.

Sofort ärztliche Hilfe aufsuchen bei plötzlichen starken Wadenschmerzen oder Beinschwellung (mögliche Thrombose), plötzlicher schwerer Atemnot oder Brustschmerzen (mögliche Lungenembolie), plötzlichen starken Kopfschmerzen oder Sehstörungen (möglicher Schlaganfall) sowie starken Bauchschmerzen. Diese Symptome können auf seltene, aber ernste Nebenwirkungen hormoneller Verhütung hinweisen. Das Risiko ist bei Raucherinnen, Übergewichtigen und Frauen über 35 erhöht.

Frequently Asked Questions

Was ist der Unterschied zwischen Kombinationspille und Minipille?
Die Kombinationspille enthält Östrogen und Gestagen, wird 21 Tage eingenommen mit 7 Tagen Pause. Die Minipille (nur Gestagen) wird täglich ohne Pause eingenommen und eignet sich für Frauen, die kein Östrogen nehmen können.
Kann ich die Pille online verschrieben bekommen?
Ja, ein lizenzierter Online-Arzt kann Verhütungsmittel nach Überprüfung Ihrer Krankengeschichte und Ihres Blutdrucks verschreiben.
Wie schnell wirkt die Pille?
Bei Beginn am ersten Tag der Periode wirkt die Pille sofort. Bei anderem Beginn ist zusätzliche Verhütung für die ersten 7 Tage (Kombinationspille) oder 2 Tage (Minipille) nötig.
Was tun, wenn ich die Pille vergessen habe?
Bei einer vergessenen Kombinationspille: so schnell wie möglich nachnehmen und die Packung wie gewohnt fortsetzen. Bei zwei oder mehr vergessenen Pillen besteht möglicherweise kein Schutz mehr. Lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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Diese Website bietet allgemeine Informationen über Medikamente nur zu Bildungszwecken. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Medikamente einnehmen.