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Zithromax

Zithromax

Wirkstoff: Azithromycin
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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Zithromax enthalt den Wirkstoff Azithromycin und gehort zur Gruppe der Makrolid-Antibiotika. Es wird zur Behandlung einer Vielzahl bakterieller Infektionen eingesetzt und zeichnet sich durch eine besonders kurze Behandlungsdauer aus.

Wirkungsweise und Anwendungsgebiete

Azithromycin hemmt die bakterielle Proteinsynthese, indem es an die ribosomale 50S-Untereinheit bindet. Es wirkt bakteriostatisch und in hoheren Konzentrationen bakterizid. Zithromax ist wirksam bei Infektionen der oberen und unteren Atemwege (Sinusitis, Pharyngitis, Bronchitis, ambulant erworbene Pneumonie), bei Haut- und Weichteilinfektionen sowie bei urogenitalen Infektionen durch Chlamydia trachomatis und anderen empfindlichen Erregern.

Kurze Behandlungsdauer als Vorteil

Ein wesentlicher klinischer Vorteil von Azithromycin ist seine außergewohnlich lange Halbwertszeit von uber 60 Stunden. Der Wirkstoff reichert sich im infizierten Gewebe an und halt dort noch mehrere Tage nach der letzten Einnahme wirksame Konzentrationen aufrecht. Deshalb genugen bei den meisten Infektionen 3 Behandlungstage (500 mg taglich), um denselben therapeutischen Effekt wie 7 bis 10 Tage eines anderen Antibiotikums zu erzielen. Bei Chlamydien-Infektionen ist sogar eine Einmaldosis von 1 g moglich.

Wichtige Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Azithromycin sollte nur bei bakteriellen Infektionen eingesetzt werden. Die vollstandige Einnahme gemaß Verordnung ist essenziell, um Resistenzentwicklungen zu verhindern. Bei bekannten Herzrhythmusstorungen oder QT-Verlangerung muss Zithromax besonders sorgfaltig abgewogen werden.

Anwendung & Dosierung

Einnahme und Zeitpunkt

Zithromax wird einmal taglich eingenommen, vorzugsweise eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit, da Nahrung die Aufnahme beeinflussen kann. Die Tabletten werden unzerkaut mit ausreichend Wasser geschluckt.

Behandlungsdauer und Schema

Das gangigste Behandlungsschema ist die 3-Tage-Therapie mit 500 mg taglich. Bei Chlamydien-Infektionen wird haufig eine Einmaldosis von 1000 mg (1 g) verordnet. Nehmen Sie das Antibiotikum exakt wie verordnet ein und beenden Sie die Behandlung vollstandig, auch wenn sich die Symptome bereits gebessert haben.

Resistenz und Wechselwirkungen

Ein vorzeitiger Abbruch der Therapie kann zur Resistenzbildung fuhren. Nehmen Sie Antazida (aluminium- oder magnesiumhaltig) um mindestens 2 Stunden versetzt ein, da sie die Resorption von Azithromycin verringern konnen.

Zithromax (Azithromycin) wird bei Erwachsenen zur Behandlung von Infektionen der Atemwege, Haut und des Urogenitaltrakts meist als Dreitage-Kur mit 500 mg einmal taglich fur 3 Tage eingenommen. Bei bestimmten Infektionen (z. B. unkomplizierte Genitalinfektionen mit Chlamydia trachomatis) wird eine einmalige Dosis von 1000 mg gegeben.

Bei Patienten mit leichter bis maßiger Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei schwerer Leberinsuffizienz sollte Azithromycin vermieden werden. Die Einnahme von Antazida sollte um mindestens 2 Stunden versetzt werden.

Nebenwirkungen

Haufige Magen-Darm-Beschwerden

Ubelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen und Erbrechen sind die haufigsten Nebenwirkungen unter Zithromax. Diese Beschwerden sind in der Regel mild und klingen nach Ende der Behandlung ab. Einnahme zu einer leichten Mahlzeit kann die Vertraglichkeit verbessern.

Weniger haufige und seltene Nebenwirkungen

Kopfschmerzen, Schwindel, Hautausschlag, Gelenkschmerzen und Mudigkeit konnen gelegentlich auftreten. Selten sind Leberfunktionsstorungen, Herzrhythmusstorungen (QT-Verlangerung) und Horstorungen. Sehr selten wurden schwere allergische Reaktionen (Angiodem, Anaphylaxie) und das Stevens-Johnson-Syndrom beschrieben. Bei starkem, anhaltendem Durchfall wahrend oder nach der Behandlung sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren, da dies auf eine Clostridioides-difficile-Infektion hinweisen kann.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

  • Informieren Sie Ihren Arzt uber bekannte Herzrhythmusstorungen oder QT-Verlangerung
  • Bei Anzeichen einer Leberschadigung (Gelbfarbung der Haut, dunkler Urin) sofort den Arzt aufsuchen
  • Azithromycin kann Wechselwirkungen mit Antazida haben, daher zeitversetzt einnehmen
  • Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von Ergotamin-Praparaten oder bestimmten Blutverdunnern
  • In der Schwangerschaft nur anwenden, wenn der Nutzen das Risiko uberwiegt

Gegenanzeigen

Zithromax (Azithromycin) ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Azithromycin, Erythromycin, andere Makrolide oder Ketolide. Kreuzreaktionen innerhalb der Makrolid-Klasse sind moglich.

Nicht anwenden bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz oder bestehenden Lebererkrankungen. Azithromycin kann die QT-Zeit verlangern; bei Patienten mit bekanntem QT-Syndrom, Bradykardie, Hypokaliamie oder Hypomagnesiamie sowie bei gleichzeitiger Einnahme von Antiarrhythmika der Klassen IA oder III ist daher besondere Vorsicht geboten.

Häufig gestellte Fragen

Warum muss ich Azithromycin nur 3 Tage nehmen?
Azithromycin hat eine sehr lange Halbwertszeit und reichert sich im Gewebe an. Nach der letzten Einnahme bleibt der Wirkstoff noch mehrere Tage in wirksamer Konzentration im Korper. Deshalb reichen bei vielen Infektionen 3 Tage Einnahme aus, um denselben Effekt wie 7 bis 10 Tage eines anderen Antibiotikums zu erzielen.
Darf ich wahrend der Einnahme Alkohol trinken?
Obwohl keine direkte Wechselwirkung zwischen Azithromycin und Alkohol bekannt ist, wird empfohlen, wahrend der Antibiotikabehandlung auf Alkohol zu verzichten. Alkohol belastet die Leber und kann die Genesung verlangsamen.
Hilft Azithromycin auch bei Virusinfektionen wie Grippe oder Erkaltung?
Nein. Azithromycin wirkt ausschließlich gegen Bakterien und ist bei viralen Infektionen unwirksam. Die unnnotige Einnahme von Antibiotika fordert die Entstehung von Resistenzen. Ihr Arzt wird feststellen, ob eine bakterielle Infektion vorliegt.
Kann ich Azithromycin bei einer Chlamydien-Infektion nehmen?
Ja, Azithromycin ist ein Standardmedikament bei unkomplizierten Chlamydien-Infektionen. Die Behandlung erfolgt meist als Einmaldosis von 1000 mg. Beide Sexualpartner sollten gleichzeitig behandelt werden, um eine erneute Ansteckung zu vermeiden.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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