
Omeprazol
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Omeprazol gehort zur Gruppe der Protonenpumpenhemmer (PPI) und ist eines der am haufigsten verordneten Medikamente gegen ubermassige Magensaureproduktion. Es wird bei Sodbrennen, gastroosophagealer Refluxkrankheit (GERD), Magengeschwuren und Zwolffingerdarmgeschwuren eingesetzt.
Wirkungsmechanismus und Saurereduktion
Der Wirkstoff hemmt gezielt die Protonenpumpe in den Belegzellen der Magenschleimhaut. Diese Pumpe ist der letzte Schritt bei der Saureproduktion. Durch die Blockade wird die Magensaure um bis zu 90 Prozent reduziert, was der gereizten Schleimhaut die Moglichkeit gibt, abzuheilen.
Weitere Indikationen und Kombination
Omeprazol wird auch zur Vorbeugung von Magengeschwuren bei Patienten eingesetzt, die langfristig entzundungshemmende Schmerzmittel (NSAR) einnehmen mussen. In Kombination mit Antibiotika spielt es eine wichtige Rolle bei der Beseitigung von Helicobacter-pylori-Infektionen. Die Wirkung halt etwa 24 Stunden an, weshalb eine einmal tagliche Einnahme in der Regel ausreicht.
Anwendung & Dosierung
Einnahmezeitpunkt und Wirkoptimierung
Nehmen Sie Omeprazol einmal taglich morgens, etwa 30 Minuten vor dem Fruhstuck, mit einem Glas Wasser ein. Die Einnahme vor dem Essen ist wichtig, da die Protonenpumpen bei der Nahrungsaufnahme am aktivsten sind und so am besten gehemmt werden konnen.
Einnahme der Kapsel
Die Kapsel sollte im Ganzen geschluckt werden. Wenn Sie Schwierigkeiten beim Schlucken haben, konnen Sie die Kapsel offnen und den Inhalt in etwas Apfelmus oder Wasser einruhren, ohne die Kugelchen zu zerkauen. Bei schweren Beschwerden kann Ihr Arzt eine zweimal tagliche Einnahme (morgens und abends) verordnen.
Langzeittherapie und Absetzen
Setzen Sie Omeprazol nicht eigenstandig ab, besonders nicht bei Langzeittherapie, da ein plotzliches Absetzen zu einem Saure-Rebound fuhren kann. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung beenden mochten, damit er Ihnen eine schrittweise Dosisreduktion empfehlen kann.
Die Dosierung von Omeprazol richtet sich nach der Erkrankung. Bei Refluxkrankheit werden in der Regel 20 mg einmal taglich uber 4 bis 8 Wochen eingenommen; bei Magengeschwur ebenfalls 20 mg einmal taglich uber 4 bis 8 Wochen. Bei Zwolffingerdarmgeschwur genugen oft 20 mg uber 2 bis 4 Wochen. Zur NSAR-Prophylaxe wird 20 mg einmal taglich eingenommen, solange die NSAR-Therapie andauert.
Bei Helicobacter-pylori-Eradikation wird Omeprazol 20 mg zweimal taglich in Kombination mit zwei Antibiotika uber 7 bis 14 Tage eingenommen. In schweren Fallen kann die Dosis auf 40 mg taglich erhoht werden. Uberschreiten Sie nie die verordnete Dosis ohne Rucksprache mit Ihrem Arzt.
Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz sollte die tagliche Dosis 20 mg nicht uberschreiten, da die Metabolisierung von Omeprazol eingeschrankt ist. Bei alteren Patienten ist in der Regel keine Dosisanpassung notwendig.
Nebenwirkungen
Haufige Nebenwirkungen
Unter Omeprazol konnen Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Blahungen, Durchfall oder Verstopfung sowie Ubelkeit auftreten. Diese Nebenwirkungen sind in der Regel mild und klingen bei den meisten Patienten nach einigen Tagen ab.
Nebenwirkungen bei Langzeitanwendung
Bei Langzeitanwendung uber mehrere Jahre konnen selten ein Magnesiummangel, ein erhohtes Risiko fur Knochenbruche oder ein Vitamin-B12-Mangel auftreten. Schwindel, Hautausschlag, Mudigkeit und Mundtrockenheit konnen weniger haufig auftreten. Ihr Arzt wird bei Langzeittherapie regelmasige Laborkontrollen durchfuhren, um solche Mangelzustande fruhzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
- Bei Langzeiteinnahme von Omeprazol sollten regelmasig die Magnesium- und Vitamin-B12-Spiegel kontrolliert werden
- Informieren Sie Ihren Arzt uber alle Medikamente, die Sie einnehmen, da Omeprazol die Wirkung bestimmter Arzneimittel beeinflussen kann, insbesondere Clopidogrel, Methotrexat und einige HIV-Medikamente
- Bei anhaltenden Magenbeschwerden, ungewolltem Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl sollten Sie umgehend arztliche Hilfe suchen
Gegenanzeigen
Omeprazol ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Omeprazol, substituierte Benzimidazole (Pantoprazol, Lansoprazol, Esomeprazol, Rabeprazol) oder einen der sonstigen Bestandteile. Bei Kreuzreaktionen innerhalb der PPI-Klasse kann die gesamte Substanzgruppe unvertraglich sein.
Die gleichzeitige Anwendung mit Atazanavir und Nelfinavir (HIV-Proteasehemmer) ist kontraindiziert, da Omeprazol die Plasmaspiegel dieser Wirkstoffe erheblich reduziert und deren antivirale Wirksamkeit gefahrdet. Omeprazol sollte nicht ohne vorherigen Ausschluss eines Magenmalignoms eingesetzt werden, wenn Alarmsymptome vorliegen: unbeabsichtigter Gewichtsverlust, anhaltende Schluckbeschwerden, Erbrechen, Hamatemesis oder Anamie, da eine Symptomlinderung ein Karzinom maskieren kann.
Bei Langzeitanwendung (uber 1 Jahr) erhoht Omeprazol das Risiko von Magnesiummangel, Vitamin-B12-Mangel, Osteoporose-bedingten Knochenbruchen und Clostridium-difficile-Infektionen des Darms. Daher ist Omeprazol in der kurzestmoglichen Dosis und Behandlungsdauer einzunehmen. Schwangere sollten Omeprazol nur bei zwingender arztlicher Indikation verwenden.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange darf ich Omeprazol einnehmen?
Kann ich Omeprazol einfach absetzen?
Darf ich Omeprazol zusammen mit Antazida nehmen?
Beeinflusst Omeprazol die Nahrstoffaufnahme?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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