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Naproxen

Naproxen

Wirkstoff: Naproxen (als Naproxen-Natrium)
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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Naproxen gehort zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und wird zur Behandlung von Schmerzen, Entzundungen und Fieber eingesetzt. Es wirkt, indem es die Produktion von Prostaglandinen hemmt, die Schmerzen, Entzundungen und Fieber verursachen.

Im Vergleich zu Ibuprofen hat Naproxen eine langere Wirkdauer, sodass es in der Regel nur zweimal taglich eingenommen werden muss. Dies verbessert die Therapietreue bei chronischen Erkrankungen und sorgt fur einen gleichmaassigeren Wirkspiegel uber den Tag.

Anwendungsgebiete

Naproxen wird haufig angewendet bei rheumatoider Arthritis und Arthrose, bei Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe), bei Muskel- und Gelenkschmerzen sowie bei Gichtanfallen. Auch Kopfschmerzen, Migrane und Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen gehoren zu den klassischen Indikationen.

Verfugbare Darreichungsformen

Naproxen ist als verschreibungspflichtiges Arzneimittel in verschiedenen Darreichungsformen erhaltlich, darunter Tabletten, magensaftresistente Tabletten und Zapfchen. Naproxen-Natrium hat einen schnelleren Wirkungseintritt als freies Naproxen und eignet sich daher besser fur die akute Schmerzbehandlung.

Anwendung & Dosierung

Einnahme von Naproxen

Naproxen wird oral mit ausreichend Flussigkeit eingenommen, vorzugsweise wahrend oder nach einer Mahlzeit, um Magenreizungen zu verringern. Die Tabletten sollten im Ganzen geschluckt und nicht zerkaut werden. Die Einnahme erfolgt in der Regel zweimal taglich im Abstand von etwa 12 Stunden.

Dosierung und Anwendungsdauer

Es sollte stets die niedrigste wirksame Dosis fur die kurzest mogliche Dauer verwendet werden. Bei akuten Schmerzen kann die erste Dosis hoher sein als die Folgedosen; bei chronischen Erkrankungen wie Arthritis ist eine regelmaassige Einnahme erforderlich, um einen stabilen Wirkspiegel aufrechtzuerhalten. Ohne arztliche Beratung sollte die Behandlung nicht langer als 7 bis 10 Tage fortgesetzt werden.

Magenschutz und Risikominimierung

Naproxen sollte nicht auf nuchternen Magen eingenommen werden. Bei Patienten mit erhohetem Magen-Darm-Risiko, insbesondere alteren Patienten oder Patienten mit Ulkusanamnese, kann der Arzt zusatzlich einen Protonenpumpenhemmer als Magenschutz verordnen. Regelmaassige arztliche Kontrollen sind bei langerer Behandlung unerlasslich.

Naproxen wird bei Erwachsenen zur Behandlung von Schmerzen und Entzundungen in einer Dosis von 250 bis 500 mg zweimal taglich eingenommen, in der Regel morgens und abends. Die maximale Tagesdosis bei Schmerzen betragt 1250 mg fur den ersten Tag, danach maximal 1000 mg taglich. Bei Arthritis und chronischen Entzundungen wird Naproxen regelmaassig und nicht bei Bedarf eingenommen.

Die Tabletten werden mit einem grossen Glas Wasser und moglichst nach dem Essen eingenommen. Bei erhohetem Risiko fur Magengeschwure sollte gleichzeitig ein Protonenpumpenhemmer verordnet werden. Bei alteren Patienten sowie bei Patienten mit Nieren-, Leber- oder Herzerkrankungen ist die Dosis zu reduzieren und die Therapiedauer zu begrenzen.

Fur Kinder ab 5 Jahren wird Naproxen bei juveniler idiopathischer Arthritis mit 10 mg/kg taglich in zwei Einzeldosen eingesetzt. Die Behandlung sollte so kurz wie moglich gehalten werden; bei Langzeittherapie sind regelmaassige Kontrolluntersuchungen, insbesondere von Blutbild und Nierenfunktion, erforderlich.

Nebenwirkungen

Haufige Nebenwirkungen

Die haufigsten Nebenwirkungen von Naproxen betreffen den Magen-Darm-Trakt. Sodbrennen, Magenschmerzen, Ubelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung sowie Blahungen konnen auftreten. Kopfschmerzen, Schwindel und Hautausschlag werden gelegentlich berichtet.

Seltene, aber ernste Nebenwirkungen

Bei Langzeitanwendung oder hoherer Dosierung steigt das Risiko fur Magengeschwure und Magenblutungen. Herz-Kreislauf-Probleme wie Herzinfarkt und Schlaganfall sind mogliche Risiken, insbesondere bei vorbelasteten Patienten oder bei Dauertherapie. Flussigkeitseinlagerungen und Nierenfunktionsstorungen konnen ebenfalls auftreten. Suchen Sie sofort arztliche Hilfe bei schwarzem Stuhlgang, blutigem Erbrechen oder starken Bauchschmerzen.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

  • Herz-Kreislauf-Risiko: NSAR konnen das Risiko fur Herzinfarkt und Schlaganfall erhohen, insbesondere bei langfristiger Anwendung oder hoher Dosierung
  • Magen-Darm-Risiko: Naproxen kann Magengeschwure und Blutungen verursachen, die ohne Vorwarnung auftreten konnen
  • Bei eingeschrankter Nierenfunktion ist besondere Vorsicht geboten
  • Vor Operationen sollte der Chirurg uber die Einnahme informiert werden, da Naproxen die Blutgerinnung beeinflussen kann
  • Nicht im letzten Drittel der Schwangerschaft einnehmen

Gegenanzeigen

Naproxen ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Naproxen oder andere NSAR sowie bei Patienten mit NSAR-Asthma (Aspirin-Asthma), Rhinitis, Urtikaria oder anderen allergischen Reaktionen nach Einnahme von Aspirin oder anderen NSAR. Aufgrund moglicher Kreuzreaktionen innerhalb der NSAR-Klasse sollte bei jeder bekannten NSAR-Unvertraglichkeit die gesamte Substanzklasse gemieden werden.

Bei aktiven Magen-Darm-Ulzera oder rezidivierenden Geschwurleiden sowie bei gastrointestinalen Blutungen oder Perforationen in der Vorgeschichte ist Naproxen kontraindiziert. Schwere Herzinsuffizienz, schwere Niereninsuffizienz (GFR unter 30 ml/min) und schwere Leberinsuffizienz schliessen die Anwendung ebenfalls aus. Im dritten Schwangerschaftstrimester darf Naproxen nicht angewendet werden, da es vorzeitigen Verschluss des fetalen Ductus arteriosus verursachen kann.

Patienten mit ischamischer Herzerkrankung, zerebrovaskularer Erkrankung oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit sollten Naproxen wegen des erhohten kardiovaskularen Risikos nicht einnehmen. Vorsicht ist auch geboten bei gleichzeitiger Antikoagulanzientherapie (z. B. Warfarin), da das Blutungsrisiko erhoht ist.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Naproxen und Ibuprofen?
Beide gehoren zu den NSAR, aber Naproxen wirkt deutlich langer als Ibuprofen. Wahrend Ibuprofen alle 4 bis 6 Stunden eingenommen werden muss, reicht bei Naproxen in der Regel eine Einnahme alle 8 bis 12 Stunden. Zudem zeigt Naproxen in Studien ein moglicherweise etwas geringeres kardiovaskulares Risiko im Vergleich zu einigen anderen NSAIDs.
Kann ich Naproxen zusammen mit Paracetamol einnehmen?
Ja, Naproxen und Paracetamol konnen in der Regel kombiniert werden, da sie unterschiedliche Wirkmechanismen haben. Kombinieren Sie Naproxen jedoch nicht mit anderen NSAIDs wie Ibuprofen oder Diclofenac. Sprechen Sie im Zweifel mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Wie lange darf ich Naproxen einnehmen?
Bei akuten Schmerzen sollte Naproxen so kurz wie moglich angewendet werden, in der Regel nicht langer als 7 bis 10 Tage ohne arztliche Beratung. Bei chronischen Erkrankungen wie Arthritis kann der Arzt eine langerfristige Einnahme verordnen, wobei regelmaassige Kontrollen der Nierenfunktion und des Blutbilds erforderlich sind.
Darf ich Naproxen auf nuchternen Magen nehmen?
Es wird empfohlen, Naproxen wahrend oder nach einer Mahlzeit einzunehmen, um Magenreizungen zu vermeiden. Falls Sie einen empfindlichen Magen haben, kann Ihr Arzt zusatzlich ein magenschutzendes Medikament (Protonenpumpenhemmer) verschreiben, um das Risiko fur gastrointestinale Beschwerden zu reduzieren.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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