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Montelukast

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Wirkstoff: Montelukast (als Natriumsalz)
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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Montelukast ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel aus der Gruppe der Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten. Es wird zur Langzeitbehandlung von Asthma bronchiale und zur Linderung von allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) eingesetzt.

Wirkungsweise

Leukotriene sind korpereigene Entzundungsstoffe, die bei Asthma und Allergien eine wichtige Rolle spielen. Sie verursachen Verengung der Bronchien, Schwellung der Atemwegsschleimhaut und vermehrte Schleimbildung. Montelukast blockiert gezielt die Cysteinyl-Leukotrien-Rezeptoren und hemmt dadurch diese entzundlichen Prozesse.

Anwendungsgebiete und Grenzen

Montelukast ist kein Notfallmedikament und eignet sich nicht zur Behandlung akuter Asthmaanfalle. Fur diese Situationen benotigen Sie ein schnell wirkendes Bedarfsspray. Es wird als einmal tagliche Tablette eingenommen und kann allein oder als Zusatztherapie zu inhalativen Kortikosteroiden verwendet werden. Auch fur Kinder ab 6 Monaten (als Granulat) ist es zugelassen.

Anwendung & Dosierung

Einnahme und Zeitpunkt

Montelukast wird einmal taglich abends eingenommen, mit oder ohne Nahrung. Bei Asthma ist die abendliche Einnahme empfohlen, da die Atemwegssymptome nachts und fruhmorgens haufig starker sind. Bei rein allergischer Rhinitis kann die Einnahmezeit flexibler gehandhabt werden.

Regelmaßigkeit und Langzeittherapie

Nehmen Sie die Tablette regelmaßig ein, auch wenn Sie keine Beschwerden haben. Setzen Sie Montelukast nicht abrupt ab, sondern immer in Rucksprache mit dem Arzt. Montelukast ist kein Ersatz fur Ihr Bedarfsspray bei akuten Anfallen. Halten Sie Ihr Bedarfsspray stets bereit.

Besonderer Hinweis zu neuropsychiatrischen Symptomen

Achten Sie auf mogliche Verhaltensveranderungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstorungen oder Suizidgedanken, besonders bei Kindern und Jugendlichen. Informieren Sie bei solchen Symptomen sofort Ihren Arzt.

Montelukast wird einmal taglich, abends, eingenommen. Die Dosis variiert je nach Alter: Kinder von 6 Monaten bis 5 Jahren erhalten 4 mg als Granulat oder Kautablette, Kinder von 6 bis 14 Jahren 5 mg als Kautablette, und Erwachsene sowie Jugendliche ab 15 Jahren nehmen 10 mg als Filmtablette einmal taglich. Bei allergischer Rhinitis kann Montelukast auch morgens oder zu einem anderen Zeitpunkt eingenommen werden.

Die Filmtabletten (10 mg) werden mit Wasser und unabhangig von den Mahlzeiten eingenommen. Kautabletten werden vor dem Schlucken vollstandig zerkaut; Granulat kann direkt in den Mund gegeben werden oder in einem Loffel weiche Nahrung (z. B. Apfelmus) geruhrt werden. Die abendliche Einnahme ist besonders bei Asthma sinnvoll, da asthmatische Beschwerden haufig nachts zunehmen.

Bei saisonaler allergischer Rhinitis kann Montelukast nur wahrend der Pollensaison eingenommen werden. Die Wirksamkeit bei Asthma zeigt sich bei einigen Patienten bereits nach wenigen Tagen, bei anderen erst nach Wochen. Eine Dosisanpassung bei Leber- oder Niereninsuffizienz oder bei alteren Patienten ist in der Regel nicht erforderlich.

Nebenwirkungen

Haufige Nebenwirkungen

Montelukast kann Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Durchfall sowie Infektionen der oberen Atemwege verursachen. Gelegentlich treten Hautausschlag, Ubelkeit, Erbrechen, Mudigkeit und Gelenkschmerzen auf.

Neuropsychiatrische Nebenwirkungen

Ein besonderes Augenmerk verdienen die neuropsychiatrischen Symptome, die selten, aber bedeutsam sind: Schlafstorungen, Albtraume, Aggressivitat, Angst, Depression, Unruhe, Reizbarkeit und Suizidgedanken konnen auftreten. Diese konnen bei Erwachsenen und Kindern vorkommen. Informieren Sie sofort Ihren Arzt bei Verhaltensveranderungen.

Seltene schwerwiegende Reaktionen

Sehr selten tritt das Churg-Strauss-Syndrom (eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis) auf. Auch allergische Reaktionen (Angiodem, Urtikaria) sind moglich. Bei ungewohnlichen Hautreaktionen oder Atemschwierigkeiten suchen Sie sofort arztliche Hilfe.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Neuropsychiatrische Nebenwirkungen sind ein bekanntes Risiko. Achten Sie auf Stimmungsveranderungen, Schlafprobleme, Aggressivitat oder Suizidgedanken, besonders bei Kindern und Jugendlichen. Montelukast ist kein Ersatz fur ein Bedarfsspray bei akuten Asthmaanfallen. Setzen Sie inhalative Kortikosteroide nicht ohne Rucksprache ab. Informieren Sie Ihren Arzt uber alle Medikamente, die Sie einnehmen (besonders Phenobarbital, Phenytoin, Rifampicin). Bei Verschlechterung der Asthmasymptome trotz Einnahme sofort den Arzt aufsuchen.

Gegenanzeigen

Montelukast ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Montelukast oder einen der sonstigen Bestandteile. Schwerwiegende neuropsychiatrische Ereignisse wurden unter Montelukast berichtet, einschließlich Suizidgedanken, Suizidversuche, Depressionen, Verhaltensveranderungen, Schlafstorungen und Aggressivitat. Die Anwendung bei Patienten mit bekannten neuropsychiatrischen Erkrankungen in der Vorgeschichte sollte nur nach sehr sorgfaltiger Nutzen-Risiko-Abwagung und unter engmaschiger Uberwachung erfolgen.

Montelukast eignet sich nicht zur Behandlung akuter Bronchospasmus-Episoden; bei einem akuten Asthmaanfall sind kurzwirksame Beta-2-Agonisten (z. B. Salbutamol) die Mittel der Wahl. Montelukast sollte nicht als alleinige Therapie bei schwerem Asthma eingesetzt werden.

Bei Patienten mit Phenylketonurie (PKU) ist zu beachten, dass Montelukast-Kautabletten Aspartam enthalten konnen. Beim Churg-Strauss-Syndrom (eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis) wurde nach Einfuhrung von Montelukast bei Asthma-Patienten gelegentlich berichtet; ein direkter kausaler Zusammenhang ist nicht gesichert.

Häufig gestellte Fragen

Kann Montelukast mein Asthmaspray ersetzen?
Nein, Montelukast ist eine Zusatztherapie und ersetzt in der Regel nicht inhalative Kortikosteroide. Ihr Bedarfsspray fur akute Anfalle mussen Sie weiterhin bereithalten. Montelukast erganzt Ihre bestehende Therapie und kann helfen, die Dosis inhalativer Steroide zu reduzieren.
Warum soll ich Montelukast abends einnehmen?
Asthmasymptome sind oft nachts und fruhmorgens starker. Die abendliche Einnahme sorgt dafur, dass der Wirkstoffspiegel in diesen kritischen Stunden am hochsten ist. Bei rein allergischer Rhinitis kann die Einnahmezeit flexibler gestaltet werden.
Sind die psychischen Nebenwirkungen haufig?
Neuropsychiatrische Nebenwirkungen wie Schlafstorungen, Albtraume oder Stimmungsschwankungen treten gelegentlich auf. Sie konnen bei Erwachsenen und Kindern vorkommen. Wenn Sie solche Veranderungen bemerken, sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt. In den meisten Fallen verschwinden die Symptome nach dem Absetzen.
Hilft Montelukast auch bei einer Erkaltung?
Montelukast ist bei gewohnlichen Erkaltungen nicht wirksam. Es wirkt gezielt gegen die Leukotrien-vermittelte Entzundung bei Asthma und allergischer Rhinitis. Bei Erkaltungsbeschwerden sind andere Behandlungen sinnvoller.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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