
Furosemid
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Furosemid ist ein stark wirksames Schleifendiuretikum, das zur Behandlung von Ödemen und Bluthochdruck eingesetzt wird. Es gehört zu den am häufigsten eingesetzten entwässernden Medikamenten und wirkt schnell und zuverlässig.
Wie wirkt Furosemid?
Furosemid hemmt den Natrium-Kalium-2-Chlorid-Cotransporter in der aufsteigenden Henle-Schleife der Niere. Dadurch wird die Rückresorption von Natrium, Kalium und Chlorid blockiert, was zu einer verstärkten Ausscheidung von Wasser und Elektrolyten über den Urin führt. Die harntreibende Wirkung setzt bei oraler Einnahme innerhalb von 30 bis 60 Minuten ein.
Anwendungsgebiete
Furosemid wird bei Ödemen unterschiedlicher Ursache eingesetzt, darunter Herzinsuffizienz, Lebererkrankungen (Aszites), Nierenerkrankungen (nephrotisches Syndrom) und akutem Lungenödem. Es kann auch bei Bluthochdruck verschrieben werden, wenn Thiazid-Diuretika nicht ausreichend wirksam sind.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie Furosemid morgens ein, um nächtliches Wasserlassen zu vermeiden. Bei zweimal täglicher Einnahme sollte die zweite Dosis nicht später als am frühen Nachmittag (bis 14 Uhr) eingenommen werden. Die Tabletten werden mit ausreichend Wasser eingenommen.
Flüssigkeitszufuhr
Trinken Sie ausreichend Wasser während der Behandlung, es sei denn, Ihre Ärztin hat Ihnen eine Flüssigkeitsrestriktion verordnet. Der erhöhte Harnfluss kann ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu Dehydratation führen.
Die Initialdosis von Furosemid bei Odemen infolge Herzinsuffizienz betragt bei Erwachsenen in der Regel 20 bis 40 mg einmal taglich, vorzugsweise morgens, um nachtlichen Harndrang zu vermeiden. Die Dosis kann vom Arzt schrittweise erhoht werden, bis eine ausreichende diuretische Wirkung erzielt wird. Bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder Niereninsuffizienz konnen Tagesdosen von bis zu 250 mg erforderlich sein.
Bei arterieller Hypertonie wird Furosemid in einer Dosis von 40 bis 80 mg taglich eingesetzt, ggf. in Kombination mit anderen Antihypertensiva. Bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz muss die Dosis in der Regel erhoht werden, da die tubulare Sekretion des Wirkstoffs vermindert ist. Bei Lebererkrankungen mit Aszites wird die Dosis sorgfaltig titriert, um ein Elektrolytungleichgewicht zu vermeiden.
Furosemid sollte morgens oder -- bei zweimal taglicher Gabe -- morgens und mittags eingenommen werden. Regelmaßige Kontrollen von Elektrolyten (insbesondere Kalium und Natrium), Nierenwerten und Blutdruck sind wahrend der Behandlung erforderlich. Bei Verdacht auf Hypokaliamie sollte gleichzeitig Kalium substituiert werden oder ein kaliumsparendes Diuretikum hinzugefugt werden.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Elektrolytstörungen, insbesondere Kaliummangel (Hypokaliämie), Natriummangel und Magnesiummangel, sind die wichtigsten Nebenwirkungen. Schwindel, Mundtrockenheit, Durst, Kopfschmerzen und Muskelkrämpfe können Zeichen eines Elektrolytungleichgewichts sein.
Weitere Nebenwirkungen
Blutdruckabfall beim Aufstehen, erhöhte Harnsäurewerte (Gichtanfälle möglich), vorübergehende Blutzuckererhöhung und selten Hörstörungen bei sehr hohen Dosen sind beschrieben. Regelmäßige Laborkontrollen sind während der Behandlung unerlässlich.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Elektrolytkontrolle
Regelmäßige Blutuntersuchungen zur Kontrolle von Kalium, Natrium, Magnesium, Kreatinin und Blutzucker sind während der Furosemid-Therapie unerlässlich. Ein Kaliummangel kann Herzrhythmusstörungen begünstigen, besonders bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden wie Digoxin.
Dehydratation
Furosemid kann bei übermäßiger Entwässerung zu Kreislaufproblemen, Verwirrtheit und Nierenversagen führen. Achten Sie auf Anzeichen von Dehydratation wie starken Durst, Schwindel, dunklen Urin und trockene Schleimhäute.
Gegenanzeigen
Furosemid ist kontraindiziert bei Uberempfindlichkeit gegen Furosemid, Sulfonamide oder einen der sonstigen Bestandteile. Da Furosemid strukturell mit Sulfonamid-Antibiotika verwandt ist, konnen Kreuzreaktionen bei entsprechend sensibilisierten Patienten auftreten. Eine Anuren (fehlende Urinausscheidung) trotz ausreichender Flussigkeitszufuhr sowie ein schweres Nierenversagen mit Anurie stellen absolute Kontraindikationen dar.
Nicht anwenden bei prakomatosösem oder komatosöm Zustand infolge einer hepatischen Enzephalopathie, da die durch Furosemid induzierte Elektrolytverschiebung die zerebrale Funktion weiter verschlechtern kann. Bei schwerer Hypokalamie, Hyponatriamie oder Hypokalkamie darf Furosemid ebenfalls nicht eingesetzt werden, bis diese Stofwechselstorungen korrigiert sind. Auch Patienten mit schwerer Hypovolamie oder Dehydratation sollten erst nach Ausgleich des Flussigkeitshaushalts behandelt werden.
Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Einnahme von nephrotoxischen Substanzen wie Aminoglykosid-Antibiotika oder Cisplatin, da Furosemid die Nephrotoxizitat verstarken kann. Auch bei Patienten mit Diabetes mellitus ist Vorsicht angezeigt, da Schleifendiuretika den Blutzucker erhohen konnen. Schwangere sollten Furosemid nur bei zwingender Indikation anwenden, da es die Plazenta passiert und beim Neugeborenen Elektrolytentgleisungen verursachen kann.
Häufig gestellte Fragen
Warum soll ich Furosemid morgens einnehmen?
Brauche ich eine Kalium-Ergänzung?
Wie viel zusätzliches Wasser sollte ich trinken?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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