
Candesartan
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Candesartan ist ein Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB) zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz.
Wirkmechanismus
Candesartan blockiert Angiotensin-II-Rezeptoren und verhindert so die gefässverengende Wirkung dieses Hormons. Dadurch senkt es den Blutdruck sanft und anhaltend. Im Gegensatz zu ACE-Hemmern verursacht es keinen Reizhusten.
Einsatzgebiete
Neben Bluthochdruck wird Candesartan bei Herzinsuffizienz und zur Linderung von Symptomen wie Atemnot und eingeschränkter Belastbarkeit eingesetzt. Es schützt langfristig Nieren und Herz vor den Folgen eines anhaltend erhöhten Blutdrucks.
Anwendung & Dosierung
Einnahme und Zeitpunkt
Nehmen Sie Candesartan einmal täglich zur gleichen Tageszeit ein, mit oder ohne Mahlzeit. Die Tablette wird unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt. Eine regelmässige Einnahme ist wichtig, da die blutdrucksenkende Wirkung sich erst nach einigen Wochen vollständig entfaltet.
Dosisanpassung und Therapiedauer
Die Dosis wird individuell angepasst. Brechen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig ab, auch wenn Sie sich gesund fühlen. Ein abruptes Absetzen kann zu einem Blutdruckanstieg führen. Ihr Arzt wird in regelmässigen Abständen Ihren Blutdruck und Ihre Nierenwerte kontrollieren.
Bei Hypertonie betragt die ubliche Anfangsdosis 8 mg einmal taglich. Die Dosis kann nach zwei bis vier Wochen auf 16 mg und bei Bedarf auf 32 mg erhoht werden. Bei Herzinsuffizienz betragt die Anfangsdosis 4 mg einmal taglich; sie wird schrittweise uber mehrere Wochen auf die Zieldosis von 32 mg erhoht.
Bei alteren Patienten, Nieren- oder leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz ist keine routinemassige Dosisanpassung erforderlich, jedoch empfiehlt sich eine sorgfaltige Einstellung. Bei schwerer Nierenfunktionsstorung oder Dialysepatienten ist Vorsicht geboten.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Schwindel, Kopfschmerzen und leicht erhöhte Kaliumwerte im Blut kommen gelegentlich vor, besonders zu Beginn der Therapie. Müdigkeit und ein allgemeines Schwächegefühl werden von manchen Patienten berichtet. Diese Beschwerden sind meist vorübergehend und bessern sich, sobald sich der Körper an den gesenkten Blutdruck gewöhnt hat.
Seltene, aber beachtenswerte Nebenwirkungen
Ein starker Blutdruckabfall kann bei Volumenmangel oder gleichzeitiger Einnahme anderer blutdrucksenkender Mittel auftreten. Veränderungen der Nierenfunktion sind bei vorbestehenden Nierenproblemen oder Herzinsuffizienz möglich und erfordern regelmässige Blutkontrollen. Schwere allergische Reaktionen wie Angioödem sind selten, sollten jedoch sofort ärztlich abgeklärt werden.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
In der Schwangerschaft kontraindiziert. Kaliumspiegel kann steigen. Bei Dehydration erhöhtes Risiko für Blutdruckabfall. Frauen im gebärfähigen Alter sollten zuverlässig verhüten.
Gegenanzeigen
Candesartan ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile. Die Anwendung in der Schwangerschaft, insbesondere im zweiten und dritten Trimester, ist streng kontraindiziert, da ARBs die fetale Nierenfunktion schadigen und zu schwerwiegenden Fehlbildungen fuhren konnen.
Bei schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh-Klasse C) oder Cholestase sowie bei primarem Aldosteronismus ist Candesartan ebenfalls kontraindiziert. Die gleichzeitige Einnahme mit Aliskiren ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschrankter Nierenfunktion kontraindiziert. Die Kombination mit einem ACE-Hemmer (duale Blockade des Renin-Angiotensin-Systems) sollte in der Regel vermieden werden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zu einem ACE-Hemmer?
Kann ich Candesartan abends einnehmen?
Muss ich Blutwerte kontrollieren lassen?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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