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Atenolol

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Wirkstoff: Atenolol
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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Atenolol ist ein selektiver Beta-1-Blocker, der vorwiegend am Herzen wirkt. Er wird zur Behandlung von Bluthochdruck, Angina pectoris, bestimmten Herzrhythmusstörungen und zur Vorbeugung nach einem Herzinfarkt eingesetzt.

Wie wirkt Atenolol?

Der Wirkstoff blockiert die Wirkung von Stresshormonen wie Adrenalin an den Beta-1-Rezeptoren des Herzens. Dadurch sinken Herzfrequenz und Blutdruck, und das Herz muss weniger Arbeit leisten und benötigt weniger Sauerstoff. Im Vergleich zu nicht-selektiven Betablockern hat Atenolol weniger Auswirkungen auf die Atemwege.

Wichtiger Hinweis zum Absetzen

Atenolol darf niemals abrupt abgesetzt werden, da dies zu einem gefährlichen Rebound-Effekt mit starkem Herzfrequenz- und Blutdruckanstieg führen kann. Die Dosis muss stets schrittweise über ein bis zwei Wochen unter ärztlicher Anleitung reduziert werden.

Anwendung & Dosierung

Einnahme und Dosierung

Atenolol wird einmal oder zweimal täglich zur gleichen Uhrzeit eingenommen, vorzugsweise morgens. Die Tablette wird unzerkaut mit etwas Wasser geschluckt und kann sowohl mit als auch ohne Nahrung eingenommen werden. Konsistenz ist wichtig: Nehmen Sie Atenolol jeden Tag zur selben Zeit ein, um einen gleichmässigen Wirkstoffspiegel im Blut aufrechtzuerhalten und Schwankungen zu vermeiden.

Wichtige Hinweise zur richtigen Anwendung

Setzen Sie Atenolol niemals plötzlich ab, da dies einen gefährlichen Rebound-Effekt mit stark erhöhter Herzfrequenz und erhöhtem Blutdruck auslösen kann. Sollte ein Absetzen notwendig sein, muss die Dosis über ein bis zwei Wochen schrittweise unter ärztlicher Aufsicht reduziert werden. Falls Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie die Tablette so bald wie möglich ein, ausser wenn die nächste Einnahme bereits kurz bevorsteht. Nehmen Sie in diesem Fall nie eine doppelte Dosis.

Wechselwirkungen und Begleitmedikamente

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle weiteren Medikamente, die Sie einnehmen, da Atenolol mit zahlreichen Wirkstoffen interagieren kann. Besonders Kalziumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ, andere Antihypertonika sowie antidiabetische Mittel erfordern besondere Beachtung. Bei Diabetikern kann Atenolol die Warnsymptome einer Unterzuckerung wie Herzrasen oder Zittern verschleiern.

Bei Bluthochdruck und koronarer Herzkrankheit betragt die ubliche Anfangsdosis 50 mg einmal taglich. Falls nach 1 bis 2 Wochen keine ausreichende Blutdrucksenkung eintritt, kann die Dosis auf 100 mg einmal taglich erhoht werden. Atenolol wird einmal taglich zur gleichen Tageszeit, mit oder ohne Nahrung, eingenommen.

Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion muss die Dosis angepasst werden: bei einer Kreatinin-Clearance von 15 bis 35 ml/min sollte die Tagesdosis 50 mg nicht uberschreiten; bei schwerer Einschrankung (unter 15 ml/min) sind 25 mg einmal taglich angemessen. Dialysepatienten erhalten 25 bis 50 mg nach jeder Dialyse. Bei alteren Patienten wird mit einer niedrigeren Dosis begonnen.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Müdigkeit, kalte Hände und Füsse, langsamer Herzschlag, Schwindel und Magen-Darm-Beschwerden sind die häufigsten Nebenwirkungen. Sie sind meist mild und bessern sich oft nach einigen Wochen.

Seltene Nebenwirkungen

Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Potenzprobleme können gelegentlich auftreten. Bei starker Bradykardie, Atemnot oder Zeichen einer Herzinsuffizienz suchen Sie sofort ärztliche Hilfe.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Setzen Sie Atenolol niemals plötzlich ab. Atenolol kann die Anzeichen einer Unterzuckerung bei Diabetikern verschleiern. Informieren Sie Ihren Arzt über Asthma oder andere Atemwegserkrankungen. Vor Operationen muss der Anästhesist über die Einnahme informiert werden.

Gegenanzeigen

Atenolol ist kontraindiziert bei Uberempfindlichkeit gegen Atenolol oder andere Betablocker sowie gegen sonstige Bestandteile. Das Praparat darf nicht angewendet werden bei kardiogenem Schock, dekompensierter Herzinsuffizienz, sick-sinus-Syndrom, AV-Block zweiten oder dritten Grades (ohne Herzschrittmacher) sowie bei schwerer Bradykardie (unter 45 Schlage pro Minute).

Bei Patienten mit obstruktiven Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale oder COPD ist Atenolol kontraindiziert, da Betablocker Bronchospasmen ausloSen konnen. Patienten mit unbehandeltem Phaochromozytom durfen Atenolol nicht ohne gleichzeitige Alpha-Blocker-Therapie einnehmen. Bei metabolischer Azidose und bei schwerer peripherer arterieller Verschlusskrankheit ist das Praparat ebenfalls kontraindiziert.

Atenolol sollte keinesfalls abrupt abgesetzt werden, da dies zu einem Rebound-Effekt mit akuten kardialen Ereignissen fuhren kann. Die Dosis muss schrittweise reduziert werden. Bei Patienten mit Psoriasis in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten, da Betablocker diese Erkrankung verschlimmern konnen.

Häufig gestellte Fragen

Warum darf ich Atenolol nicht plötzlich absetzen?
Der Körper gewöhnt sich an die Wirkung des Betablockers. Ein plötzliches Absetzen kann einen gefährlichen Anstieg von Herzfrequenz und Blutdruck auslösen, was zu ernsthaften Herzproblemen führen kann. Die Dosis muss daher immer schrittweise über ein bis zwei Wochen unter ärztlicher Aufsicht reduziert werden.
Beeinflusst Atenolol meine sportliche Leistung?
Ja, Atenolol senkt die maximale Herzfrequenz und kann die Leistungsfähigkeit bei intensivem Sport einschränken. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt, der die Dosis gegebenenfalls anpassen oder Alternativen abwägen kann. Moderater Sport ist in der Regel problemlos möglich.
Darf ich Alkohol trinken?
Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von Atenolol verstärken und zu Schwindel oder Benommenheit führen. Trinken Sie daher nur in Massen und achten Sie auf Ihre körperliche Reaktion, insbesondere beim Aufstehen aus sitzender oder liegender Position.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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