
Arcoxia
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Arcoxia enthaelt den Wirkstoff Etoricoxib und gehoert zur Gruppe der selektiven COX-2-Hemmer (Coxibe). Es wird zur Behandlung von Schmerzen und Entzuendungen bei verschiedenen rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen eingesetzt.
Wirkmechanismus
Etoricoxib hemmt selektiv das Enzym Cyclooxygenase-2 (COX-2), das an der Bildung von Prostaglandinen beteiligt ist, die Schmerzen, Entzuendungen und Fieber vermitteln. Im Gegensatz zu nicht-selektiven NSAR (wie Ibuprofen oder Diclofenac) schont Etoricoxib das Enzym COX-1, das fuer den Schutz der Magenschleimhaut und die Thrombozytenfunktion wichtig ist. Dies fuehrt zu einer besseren Magenvertraeglichkeit.
Anwendungsgebiete
Arcoxia wird eingesetzt bei der symptomatischen Behandlung von Arthrose und rheumatoider Arthritis, bei Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis), bei akuten Gichtanfaellen sowie bei der kurzfristigen Behandlung maSSSiger bis starker postoperativer Schmerzen. Es lindert effektiv Schmerzen und Schwellungen, ohne die Erkrankung selbst zu heilen.
Sicherheitsprofil im Vergleich
Als selektiver COX-2-Hemmer hat Arcoxia im Vergleich zu traditionellen NSAR ein guenstigeres gastrointestinales Sicherheitsprofil, birgt jedoch ein erhoehtes Risiko fuer kardiovaskulaere Ereignisse, weshalb es nur bei Patienten ohne schwere Herzerkrankungen und mit dem geringsten wirksamen Risiko eingesetzt werden sollte.
Anwendung & Dosierung
Einnahme und Dosierung
Nehmen Sie eine Tablette einmal taeglich unzerkaut mit etwas Wasser ein, mit oder ohne Nahrung. Verwenden Sie stets die niedrigste wirksame Dosis ueber den kuerzest moeglichen Zeitraum, um das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren. Bei Gichtanfaellen beginnen Sie die Einnahme so frueh wie moeglich nach dem ersten Symptomauftreten.
Individuelle Dosisanpassung
Wichtiger Hinweis: Die Dosis richtet sich nach der Indikation: bei Arthrose sind es in der Regel 60 mg taeglich, bei rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew 90 mg taeglich, bei Gichtanfaellen 120 mg taeglich (maximale Anwendung 8 Tage) und bei postoperativen Schmerzen 90 mg taeglich (maximale Anwendung 3 Tage). Ueberschreiten Sie nie die fuer Ihre Indikation empfohlene Maximaldosis.
Behandlungsziel und Ueberwachung
Arcoxia behandelt Symptome, nicht die zugrundeliegende Ursache. Lassen Sie regelmaessig Ihre Nierenfunktion, Leberwerte und Blutdruck kontrollieren, besonders bei Langzeitanwendung. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Beschwerden wie Magenblutungen, Wassereinlagerungen oder Bluthochdruck bemerken.
Die Dosierung von Arcoxia richtet sich nach der Indikation. Fuer die Behandlung von Arthrose betraegt die empfohlene Dosis 60 mg einmal taeglich. Bei rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew werden 90 mg einmal taeglich eingesetzt. Bei akuten Gichtanfaellen ist eine Dosis von 120 mg einmal taeglich fuer maximal 8 Tage zugelassen. Bei postoperativen Schmerzen koennen 90 mg taeglich fuer maximal 3 Tage eingenommen werden.
Bei Patienten mit leichter Leberinsuffizienz (Child-Pugh A) sollte die Dosis 60 mg nicht ueberschreiten; bei maessiger Leberinsuffizienz (Child-Pugh B) betraegt die Maximaldosis 30 mg taeglich. Bei schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh C) ist Arcoxia kontraindiziert. Bei eingeschraenkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) ist Arcoxia ebenfalls kontraindiziert.
Nebenwirkungen
Haeufige Nebenwirkungen
Zu den am haeufigsten berichteten Nebenwirkungen gehoeren Bluthochdruck (Hypertonie), Wassereinlagerungen (Oedeme) und gastrointestinale Beschwerden wie Magenunbehagen, Uebelkeit, Verdauungsstoerungen und Bauchschmerzen. Kopfschmerzen und Schwindel koennen ebenfalls auftreten. Arcoxia kann den Blutdruck erhoehen; regelmaessige Blutdruckmessungen sind bei Langzeitanwendung empfehlenswert.
Schwere und seltene Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Wie alle COX-2-Hemmer kann Arcoxia das Risiko fuer schwerwiegende kardiovaskulaere Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall erhoehen, insbesondere bei Langzeitanwendung oder Patienten mit bestehenden Herzrisikofaktoren. Gastrointestinale Blutungen und Geschwuere koennen auftreten, auch wenn das Risiko gegenueber nicht-selektiven NSAR geringer ist. Leberfunktionsstoerungen und schwere Hautreaktionen sind selten, aber moeglich.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Arcoxia sollte bei Patienten mit Herzerkrankungen, Schlaganfall oder erhoehtem kardiovaskulaeren Risiko mit grosster Vorsicht oder gar nicht angewendet werden. Informieren Sie Ihren Arzt ueber alle Herzrisikofaktoren, bevor Sie Arcoxia einnehmen. Regelmaessige Blutdruckkontrollen sind waehrend der Behandlung wichtig.
Wichtiger Hinweis: Arcoxia darf nicht zusammen mit oralen Antikoagulanzien wie Warfarin eingenommen werden, ohne engmaschige Ueberwachung der Gerinnungswerte, da Etoricoxib die Wirkung dieser Medikamente verstaerken kann. Informieren Sie Ihren Arzt ueber alle Medikamente, die Sie einnehmen.
Gegenanzeigen
Arcoxia ist kontraindiziert bei bekannter Ueberempfindlichkeit gegen Etoricoxib oder sonstige Bestandteile des Praeparats sowie bei Patienten, die fruehzeitig nach der Einnahme von Aspirin oder anderen NSAR Bronchospasmen, akute Rhinitis, Nasenpolypen, Angiooedem oder Urtikaria entwickelt haben.
Die Anwendung ist kontraindiziert bei aktiven Magen-Darm-Geschwueren oder Blutungen, schwerer Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse II-IV), bestehender ischaemischer Herzerkrankung, peripherer Arterienerkrankung oder Herzinfarkt oder Schlaganfall in der Vorgeschichte. Ebenfalls kontraindiziert bei unkontrolliertem Bluthochdruck (Blutdruck dauerhaft ueber 140/90 mmHg trotz Behandlung), schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min), schwerer Leberinsuffizienz und Schwangerschaft (insbesondere ab dem dritten Trimester) sowie Stillzeit.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich Arcoxia von anderen Schmerzmitteln?
Kann ich Arcoxia bei einem Gichtanfall einnehmen?
Ist Arcoxia sicher fuer das Herz?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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