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Mounjaro

Mounjaro

Wirkstoff: Tirzepatid
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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Mounjaro ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit dem Wirkstoff Tirzepatid, das als Injektionslosung in einem Fertigpen verabreicht wird. Es gehort zu einer neuen Klasse von Medikamenten, die gleichzeitig an zwei Rezeptoren wirken: dem GIP-Rezeptor (Glukoseabhangiges Insulinotropes Polypeptid) und dem GLP-1-Rezeptor (Glucagon-Like Peptide 1).

Zugelassene Anwendungsgebiete

Mounjaro ist zugelassen zur Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus in Kombination mit Diat und Bewegung sowie zum Gewichtsmanagement bei Erwachsenen mit Ubergewicht oder Adipositas.

Wirkungsweise und klinische Ergebnisse

Durch die duale Rezeptorwirkung erzielt Mounjaro besonders ausgepragte Effekte: verbesserte Insulinausschuttung nach dem Essen, verringerte Glucagonsekretion, verzogerte Magenentleerung (fur langeres Sattigungsgefuhl) und reduzierter Appetit uber zentrale Mechanismen im Gehirn. Klinische Studien zeigen eine durchschnittliche Gewichtsabnahme von bis zu 20 bis 25 % des Korpergewichts bei der hochsten Dosis. Die Injektion erfolgt einmal wochentlich unter die Haut.

Anwendung & Dosierung

Anwendung und Injektionstechnik

Mounjaro wird einmal wochentlich als subkutane Injektion verabreicht, am gleichen Wochentag, zu beliebiger Tageszeit, mit oder ohne Mahlzeit. Mogliche Injektionsstellen sind Bauch, Oberschenkel oder Oberarm. Wechseln Sie die Einstichstelle bei jeder Injektion, um Reaktionen an der Injektionsstelle zu vermeiden.

Dosierungsstart und Steigerung

Beginnen Sie mit der niedrigsten Dosis (2,5 mg) und steigern Sie schrittweise alle 4 Wochen, bis die therapeutische Zieldosis erreicht ist. Ihr Arzt oder Apotheker wird Sie bei der ersten Anwendung in die Handhabung des Fertigpens einweisen.

Lagerung und vergessene Dosis

Lagern Sie den Pen im Kuhlschrank (2 bis 8 Grad Celsius) und nicht einfrieren. Bei vergessener Dosis: Nachholen, wenn weniger als 4 Tage vergangen sind. Ansonsten die Dosis auslassen und beim nachsten geplanten Termin fortfahren. Essen Sie langsam und in kleineren Portionen, um Ubelkeit zu reduzieren.

Mounjaro (Tirzepatid) wird einmal wochentlich als subkutane Injektion verabreicht, in den Bauch, Oberschenkel oder Oberarm, immer am gleichen Wochentag. Das Dosierungsschema beginnt mit 2,5 mg/Woche fur 4 Wochen, dann Steigerung auf 5 mg/Woche (mindest wirksame Dosis). Falls eine weitere Blutzuckerverbesserung erforderlich ist, kann die Dosis in Schritten von 2,5 mg alle 4 Wochen auf 7,5 mg, 10 mg, 12,5 mg und maximal 15 mg/Woche gesteigert werden.

Der Injektionsstift (KwikPen) wird direkt aus dem Kuhlschrank entnommen; der Pen sollte nicht eingefroren werden. Einmal angestochen ist der Pen bis zu 4 Wochen bei Raumtemperatur (unter 30 Grad Celsius) haltbar. Die Injektionsstelle sollte bei jeder Injektion gewechselt werden, um Lipodystrophie zu vermeiden. Wenn eine Injektion vergessen wird und der nachste Termin mehr als 4 Tage entfernt ist, sollte sie so bald wie moglich nachgeholt werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Insulin oder Sulfonylharnstoffen ist das Hypoglykamierisiko erhoht. HbA1c- und Nierenfunktionskontrollen sollten regelmaßig (alle 3 Monate) erfolgen. Mounjaro kann Ubelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen, insbesondere bei Dosissteigerungen, diese Beschwerden klingen meist mit der Zeit ab.

Nebenwirkungen

Haufige Nebenwirkungen

Mounjaro verursacht bei vielen Patienten Magen-Darm-Beschwerden, vor allem zu Behandlungsbeginn und bei Dosissteigerungen: Ubelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Sodbrennen sind am haufigsten. Mudigkeit, Reaktionen an der Injektionsstelle sowie Haarausfall (bei schneller Gewichtsabnahme) konnen ebenfalls auftreten.

Seltene schwerwiegende Nebenwirkungen

Pankreatitis (starke Bauchschmerzen, die in den Rucken ausstrahlen) muss sofort arztlich abgeklart werden. Gallenblasenprobleme (besonders bei schnellem Gewichtsverlust) sowie schwere allergische Reaktionen sind selten moglich. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen besteht ein erhohtes Hypoglykamierisiko.

Ubelkeit managen

Ubelkeit ist die haufigste Nebenwirkung, besonders zu Beginn. Sie laBt sich durch kleinere Mahlzeiten, langsames Essen und die Vermeidung fettiger Speisen deutlich reduzieren. Die Beschwerden klingen bei den meisten Patienten mit der Zeit ab.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Schilddrusentumore: In Tierstudien wurden Schilddrusentumore beobachtet. Mounjaro darf nicht bei personlicher oder familiarer Vorgeschichte von medularem Schilddrusenkarzinom oder MEN-2-Syndrom angewendet werden. Bei Anzeichen einer Pankreatitis sofort den Arzt aufsuchen. Dehydrierung kann durch Erbrechen und Durchfall auftreten. Bei gleichzeitiger Einnahme von Insulin oder Sulfonylharnstoffen kann eine Dosisanpassung notig sein. Orale Medikamente konnen durch die verzogerte Magenentleerung langsamer aufgenommen werden. Frauen im gebarfahigen Alter sollten eine zuverlassige Verhutung anwenden.

Gegenanzeigen

Mounjaro (Tirzepatid) ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Tirzepatid oder einen der sonstigen Bestandteile des Praparats. Bei Patienten mit einem personlichen oder familiaren Hintergrund eines medullaren Schilddrusenkarzinoms (MTC) oder eines multiplen endokrinen Neoplasie-Syndroms Typ 2 (MEN 2) darf Mounjaro nicht eingesetzt werden, da GLP-1-Rezeptor-Agonisten in Tierstudien Schilddrusen-C-Zell-Tumore induziert haben.

Mounjaro eignet sich nicht zur Behandlung des Typ-1-Diabetes oder der diabetischen Ketoazidose. Bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR unter 15 ml/min) oder schwerer Leberinsuffizienz sind die klinischen Daten begrenzt, und Vorsicht ist geboten. Bei schwerer Herzinsuffizienz (NYHA III/IV) liegen keine ausreichenden Sicherheitsdaten vor.

Mounjaro ist in der Schwangerschaft kontraindiziert, da GLP-1/GIP-Rezeptor-Agonisten in Tierversuchen embryotoxische Effekte gezeigt haben. Da die Halbwertszeit von Tirzepatid etwa 5 Tage betragt, sollten Frauen mindestens 1 Monat vor einer geplanten Schwangerschaft Mounjaro absetzen. Stillende Mutter sollten Mounjaro ebenfalls nicht einnehmen. Fur Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist Mounjaro nicht zugelassen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Gewicht kann ich mit Mounjaro verlieren?
In klinischen Studien verloren Patienten mit der hochsten Dosis (15 mg) durchschnittlich 20 bis 25 % ihres Korpergewichts. Die individuelle Gewichtsabnahme hangt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich Ernahrung, Bewegung und Ausgangkorpergewicht. Die besten Ergebnisse werden in Kombination mit Lebensstilanderungen erzielt.
Wie gehe ich mit der Ubelkeit um?
Ubelkeit ist die haufigste Nebenwirkung und tritt vor allem zu Beginn und bei Dosissteigerungen auf. Tipps zur Linderung: Essen Sie kleinere Portionen, essen Sie langsam, meiden Sie fettige und stark gewurzte Speisen, und trinken Sie ausreichend. Die schrittweise Dosissteigerung hilft ebenfalls, die Ubelkeit zu minimieren.
Muss ich die Injektion selbst durchfuhren?
Ja, Mounjaro wird als Fertigpen geliefert, der fur die Selbstinjektion konzipiert ist. Der Pen ist einfach zu bedienen. Ihr Arzt oder Apotheker wird Ihnen bei der ersten Anwendung zeigen, wie Sie den Pen korrekt verwenden.
Was passiert, wenn ich Mounjaro absetze?
Nach dem Absetzen kann es zu einer Gewichtszunahme kommen, da der appetithemmende Effekt nachlasst. Deshalb ist es wichtig, wahrend der Behandlung nachhaltige Ernahrungs- und Bewegungsgewohnheiten zu entwickeln. Die Entscheidung uber die Therapiedauer sollte mit Ihrem Arzt besprochen werden.
Kann ich Mounjaro mit Metformin kombinieren?
Ja, Mounjaro kann zusammen mit Metformin und anderen Diabetesmedikamenten eingesetzt werden. Bei Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen kann eine Dosisanpassung der anderen Medikamente notig sein, um Unterzuckerungen zu vermeiden.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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