
Diflucan
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Diflucan enthalt den Wirkstoff Fluconazol, ein bewahrtes Antimykotikum aus der Gruppe der Triazole. Es hemmt das Wachstum von Pilzen, indem es die Bildung von Ergosterol blockiert, einem lebenswichtigen Bestandteil der Pilzzellmembran, was zum Absterben des Pilzes fuhrt.
Fluconazol wird sowohl bei oberflachlichen als auch bei systemischen Pilzinfektionen eingesetzt und ist eines der am haufigsten verordneten Antimykotika weltweit. Es ist wirksam gegen Candida-Arten und Kryptokokken.
Anwendungsgebiete
Diflucan wird eingesetzt bei vaginaler Kandidose (Scheidenpilz), Kandidose der Mundschleimhaut und des Rachens (Soor), Hautpilzinfektionen (Dermatomykosen) sowie bei Candidamie und systemischer Kandidose. Bei lebensbedrohlichen Pilzinfektionen wie Kryptokokken-Meningitis wird es ebenfalls eingesetzt, ebenso zur Prophylaxe bei immungeschwachten Patienten.
Einnahmeform und Verfugbarkeit
Bei unkompliziertem Scheidenpilz reicht oft eine einmalige Dosis von 150 mg aus, was die Handhabung besonders einfach macht. Fur Patienten mit Schluckbeschwerden oder fur Kinder ist Fluconazol auch als orale Suspension erhaltlich.
Anwendung & Dosierung
Einnahme von Diflucan-Kapseln
Diflucan-Kapseln werden unzerkaut mit Wasser geschluckt und konnen unabhangig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Einnahme kann zu jeder Tageszeit erfolgen, bei taglicher Einnahme moglichst zur gleichen Zeit. Bei vaginaler Kandidose ist oft nur eine Einzeldosis von 150 mg erforderlich.
Behandlungsdauer und Compliance
Bei rezidivierenden Infektionen oder systemischen Erkrankungen kann eine langere Behandlung notwendig sein. Die Behandlung sollte nicht vorzeitig abgebrochen werden, auch wenn sich die Symptome bereits gebessert haben, da sonst das Risiko eines Ruckfalls und der Resistenzentwicklung steigt. Der Arzt legt die genaue Behandlungsdauer in Abhangigkeit vom klinischen Bild fest.
Besondere Hinweise
Bei Schluckbeschwerden oder fur Kinder ist Fluconazol auch als Suspension erhaltlich. Patienten mit bekannten Wechselwirkungen zu anderen Medikamenten, insbesondere Warfarin oder bestimmten Immunsuppressiva, sollten ihren Arzt oder Apotheker unbedingt uber alle weiteren Praparate informieren, da Fluconazol als CYP-Enzymhemmer zahlreiche Interaktionen aufweist.
Diflucan (Fluconazol) wird als einmalige orale Dosis von 150 mg zur Behandlung der unkomplizierten Vulvovaginalkandidose eingenommen. Die Kapsel kann zu jeder Tageszeit, unabhangig von den Mahlzeiten, eingenommen werden. Bei rezidivierenden Vaginalinfektionen kann der Arzt eine Erhaltungstherapie mit 150 mg alle vier Wochen uber 6 Monate verordnen.
Bei oropharyngealer Kandidose betragt die Dosis 50 mg einmal taglich uber 7 bis 14 Tage. Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion wird die Dosis angepasst: Bei einer Kreatinin-Clearance von 11 bis 50 ml/min wird die Normaldosis auf die Halfte reduziert; nach einer Hamodialysesitzung wird die volle Tagesdosis gegeben. Bei Kindern werden 3 bis 12 mg/kg taglich eingesetzt, je nach Schwere der Infektion, maximal entsprechend der Erwachsenendosis.
Bei systemischen Pilzinfektionen wie Kryptokokken-Meningitis konnen initial Dosen von 400 mg am ersten Tag und danach 200 bis 400 mg taglich erforderlich sein. Diese Hochdosistherapien erfolgen ausschliesslich unter stationarer Uberwachung. Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem klinischen Ansprechen und sollte regelmaassig arztlich beurteilt werden.
Nebenwirkungen
Haufige Nebenwirkungen
Diflucan wird uberwiegend gut vertragen. Zu den haufigen Nebenwirkungen zahlen Kopfschmerzen, Ubelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, erhohte Leberenzyme und Hautausschlag. Diese Beschwerden sind meist mild und klingen nach Ende der Behandlung ab.
Seltene, aber ernste Nebenwirkungen
In seltenen Fallen kann Fluconazol schwere Leberschaden verursachen, die sich durch Gelbsucht und dunklen Urin ankunden. Schwere allergische Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom sind moglich, aber sehr selten. Herzrhythmusstorungen durch QT-Verlangerung wurden beschrieben, insbesondere bei hoherer Dosierung oder bei gleichzeitiger Einnahme anderer QT-verlangernder Medikamente. Bei Gelbfarbung der Haut, dunklem Urin oder schweren Hautreaktionen sofort den Arzt aufsuchen.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
- Fluconazol kann Leberschaden verursachen; Leberwerte sollten kontrolliert werden
- Zahlreiche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (CYP2C9- und CYP3A4-Hemmung)
- Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von Warfarin, Phenytoin, Ciclosporin oder bestimmten Statinen
- Kann das QT-Intervall verlangern; nicht mit anderen QT-verlangernden Medikamenten kombinieren
- In der Schwangerschaft nur bei lebensbedrohlichen Pilzinfektionen (hohe Dosen teratogen)
- In der Stillzeit in niedriger Einzeldosis moglich
Gegenanzeigen
Diflucan (Fluconazol) ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Fluconazol, andere Azol-Antimykotika wie Ketoconazol oder Itraconazol, oder einen der sonstigen Bestandteile. Eine Kreuzreaktivitat innerhalb der Azolklasse ist moglich. Auch Patienten mit seltener hereditarer Galaktose-Intoleranz, Lapp-Laktasemangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten Diflucan-Kapseln nicht einnehmen.
Die gleichzeitige Anwendung mit Terfenadin, Astemizol, Cisaprid, Pimozid oder Chinidin ist kontraindiziert, da Fluconazol als starker CYP3A4-Hemmer deren Plasmaspiegel stark erhoht und das Risiko lebensbedrohlicher Herzrhythmusstorungen besteht. Auch Erythromycin darf nicht gleichzeitig angewendet werden. Patienten mit angeborenem oder erworbenem langem QT-Syndrom tragen ein besonders hohes Risiko.
Bei schwerer Leberinsuffizienz sollte Diflucan nicht angewendet werden. Wahrend der Schwangerschaft, insbesondere bei Langzeitanwendung oder hohen Dosen, ist Fluconazol zu vermeiden, da in Tierversuchen teratogene Effekte beobachtet wurden. Wahrend der Stillzeit ist die Anwendung ebenfalls nicht empfohlen, da Fluconazol in die Muttermilch ubergeht.
Häufig gestellte Fragen
Reicht eine Tablette gegen Scheidenpilz?
Wie schnell wirkt Fluconazol?
Kann ich Fluconazol in der Schwangerschaft nehmen?
Warum kommt der Pilz immer wieder?
Darf ich wahrend der Behandlung Alkohol trinken?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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