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Allopurinol

Allopurinol

Wirkstoff: Allopurinol
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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Allopurinol ist ein bewahrtes Medikament zur Behandlung von Gicht und erhohten Harnsaurewerten im Blut (Hyperurikamie). Der Wirkstoff gehort zur Gruppe der Xanthinoxidase-Hemmer und senkt die Harnsaureproduktion im Korper gezielt.

Wie Allopurinol wirkt

Gicht entsteht, wenn sich Harnsaurekristalle in den Gelenken ablagern. Dies fuhrt zu schmerzhaften Entzundungen, die vor allem das Grozehengelenk betreffen. Allopurinol wirkt nicht gegen akute Gichtanfalle, sondern wird dauerhaft eingenommen, um den Harnsaurespiegel zu senken und so weiteren Anfallen vorzubeugen.

Weitere Anwendungsgebiete

Das Medikament wird auch bei Nierensteinen eingesetzt, die aus Harnsaure bestehen, sowie bei bestimmten Erkrankungen, bei denen vermehrt Harnsaure entsteht, etwa bei einer Chemotherapie. Die Behandlung beginnt ublicherweise mit einer niedrigen Dosis, die schrittweise erhoht wird. Regelmasige Blutkontrollen sind empfehlenswert, um den Harnsaurespiegel zu uberwachen und die Dosierung anzupassen.

Anwendung & Dosierung

Einnahme und wichtige Hinweise

Nehmen Sie Allopurinol einmal taglich nach einer Mahlzeit mit einem grossen Glas Wasser ein. Die Einnahme nach dem Essen verringert mogliche Magenreizungen. Beginnen Sie die Behandlung nicht wahrend eines akuten Gichtanfalls, sondern warten Sie, bis die Symptome vollstandig abgeklungen sind. In den ersten Wochen der Therapie konnen Gichtanfalle sogar zunehmen, da sich der Harnsaurespiegel verandert. Setzen Sie das Medikament dennoch nicht ab, Ihr Arzt kann Ihnen zusatzlich entzundungshemmende Mittel verschreiben.

Flussigkeitszufuhr und Kontrollen

Trinken Sie wahrend der Behandlung mindestens 2 Liter Flussigkeit pro Tag, um die Ausscheidung der Harnsaure uber die Nieren zu unterstutzen und Nierensteinen vorzubeugen. Regelmasige Blutuntersuchungen helfen, die richtige Dosierung zu finden und den Behandlungserfolg zu uberwachen.

Langzeittherapie

Allopurinol ist eine Dauermedikation. Wenn Sie das Medikament ohne Rucksprache absetzen, steigt der Harnsaurespiegel rasch wieder an und das Risiko fur neue Gichtanfalle kehrt zuruck. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie irgendwelche Anderungen an Ihrem Therapieplan vornehmen.

Die Behandlung mit Allopurinol wird niedrig dosiert begonnen und schrittweise angepasst. Einstiegsdosis 100 mg taglich, bei guter Vertraglichkeit Steigerung um 100 mg alle 2 bis 4 Wochen. Die Erhaltungsdosis liegt ublicherweise bei 300 mg taglich (einmal oder aufgeteilt). Der Harnsaurezielwert (unter 360 micromol/l bzw. 6 mg/dl) bestimmt die individuell erforderliche Dosis. Maximaldosis bei ausreichender Nierenfunktion: 900 mg taglich.

Allopurinol sollte nach den Mahlzeiten eingenommen und mit ausreichend Flussigkeit (1,5 bis 2 Liter pro Tag) kombiniert werden. Wahrend der ersten Monate der Behandlung sollte eine antiphlogistische Prophylaxe (Colchicin oder niedrig dosiertes NSAR) eingenommen werden, da Allopurinol durch Mobilisierung von Harnsaurekristallen anfangs Gichtanfalle provozieren kann.

Bei eingeschrankter Nierenfunktion (GFR unter 60 ml/min) ist eine deutliche Dosisreduktion erforderlich. Regelmasige Kontrollen von Harnsaure, Nierenwerten und Leberwerten sind empfohlen.

Nebenwirkungen

Haufige Nebenwirkungen

Die haufigsten Nebenwirkungen von Allopurinol sind Hautausschlag, Magen-Darm-Beschwerden wie Ubelkeit oder Durchfall sowie erhohte Leberwerte. Bei einem Hautausschlag sollten Sie sofort den Arzt aufsuchen, da dies ein Hinweis auf eine schwere Reaktion sein kann. Zu Beginn der Behandlung konnen voribergehend Gichtanfalle zunehmen.

Schwerwiegende Reaktionen

Seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen umfassen schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom), Leberfunktionsstorungen und Blutbildveranderungen. Bei Fieber, Gelenkschmerzen oder einem ungewohnlichen Hautausschlag sollten Sie die Einnahme sofort beenden und arztliche Hilfe suchen. Die meisten Patienten vertragen Allopurinol sehr gut, wenn die Dosis langsam gesteigert wird.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Starten Sie die Behandlung nicht wahrend eines akuten Gichtanfalls. Bei Auftreten eines Hautausschlags das Medikament sofort absetzen und den Arzt kontaktieren. Personen mit der HLA-B*5801-Genvariante (haufig in sudostasiatischen Bevolkerungsgruppen) haben ein erhohtes Risiko fur schwere Hautreaktionen; ein genetisches Screening vor Therapiebeginn wird empfohlen.

Vorsicht bei eingeschrankter Nieren- oder Leberfunktion. Wechselwirkungen mit Azathioprin und Mercaptopurin beachten: Bei gleichzeitiger Anwendung ist eine Dosisreduktion der Immunsuppressiva auf ein Viertel der ublichen Dosis zwingend erforderlich. Alkohol kann die Wirksamkeit vermindern und den Harnsaurespiegel erhohen.

Gegenanzeigen

Allopurinol ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Allopurinol oder einen der sonstigen Bestandteile. Besonders ernst zu nehmen ist das Risiko einer schwerwiegenden Hautreaktion (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), das bei Patienten mit dem HLA-B*5801-Genotyp deutlich erhoht ist. In sudostasiatischen Bevolkerungsgruppen (Han-Chinesen, Thai, Koreaner) wird ein genetisches Screening vor Therapiebeginn empfohlen.

Allopurinol sollte nicht wahrend eines akuten Gichtanfalls begonnen werden, da die initiale Mobilisierung von Harnsaure-Kristallen den Anfall verschlimmern kann. Erst nach vollstandigem Abklingen des akuten Anfalls und unter einer antiphlogistischen Prophylaxe wird Allopurinol eingeleitet. Bereits laufende Allopurinol-Behandlung soll wahrend eines Gichtanfalls fortgefuhrt werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Azathioprin oder 6-Mercaptopurin ist besondere Vorsicht geboten. Eine Dosisreduktion der Immunsuppressiva auf ein Viertel der ublichen Dosis ist zwingend erforderlich, um toxische Konzentrationen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange muss ich Allopurinol einnehmen?
Allopurinol wird in der Regel dauerhaft eingenommen, da die Senkung des Harnsaurespiegels eine Langzeittherapie ist. Wenn Sie das Medikament absetzen, steigt der Harnsaurespiegel wieder an und das Risiko fur Gichtanfalle kehrt zuruck. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Anderungen an der Therapie vornehmen.
Warum bekomme ich am Anfang der Behandlung trotzdem Gichtanfalle?
Zu Beginn der Therapie konnen sich bestehende Harnsaurekristalle losen, was voribergehend Gichtanfalle auslosen kann. Das ist normal und kein Grund, die Behandlung abzubrechen. Ihr Arzt kann Ihnen fur diese Phase zusatzlich Colchicin oder ein entzundungshemmendes Mittel verschreiben.
Darf ich wahrend der Einnahme Alkohol trinken?
Alkohol, besonders Bier, erhoht den Harnsaurespiegel und kann die Wirkung von Allopurinol abschwachen. Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum so weit wie moglich. Bier sollten Sie grundsatzlich meiden, da es besonders viel Purinstoffwechselprodukte enthalt.
Welche Blutwerte sollten kontrolliert werden?
Ihr Arzt wird regelmasig die Harnsaurewerte, die Nierenfunktion und die Leberwerte uberprfen. Zu Beginn der Behandlung sind haufigere Kontrollen sinnvoll, spater reichen Kontrollen alle 6 bis 12 Monate aus, um die optimale Dosierung beizubehalten.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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