
Pulmicort Turbohaler
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Pulmicort Turbuhaler enthalt den Wirkstoff Budesonid, ein inhalatives Kortikosteroid zur Langzeitbehandlung von Asthma bronchiale. Es gehort zu den wichtigsten Basismedikamenten in der Asthmatherapie und wird auch bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) eingesetzt.
Entzundungshemmende Wirkung in den Atemwegen
Budesonid wirkt entzundungshemmend direkt in den Atemwegen. Es reduziert die Schwellung der Bronchialschleimhaut, vermindert die Schleimproduktion und verringert die Uberempfindlichkeit der Atemwege gegenuber Auslosern wie Allergenen, kalter Luft oder Anstrengung. Dadurch werden Asthmaanfalle seltener und weniger schwer.
Turbuhaler: atemzuggesteuerter Trockenpulverinhalator
Der Turbuhaler ist ein atemzuggesteuerter Trockenpulverinhalator. Er enthalt kein Treibgas, sondern gibt das Pulver beim Einatmen frei. Dies macht die Anwendung besonders einfach, da keine Koordination zwischen Auslosen und Einatmen notig ist. Der Pulmicort Turbuhaler ist kein Notfallmedikament und ersetzt nicht den Bedarfsinhalator bei akuter Atemnot.
Anwendung & Dosierung
Regelmasige Anwendung fur optimalen Schutz
Verwenden Sie den Pulmicort Turbuhaler regelmasig jeden Tag, auch wenn Sie beschwerdefrei sind. Nur durch die konsequente tagliche Anwendung wird die volle Schutzwirkung aufgebaut und aufrechterhalten. Einmaliges Auslassen einer Dosis kann die Wirksamkeit beeintrachtigen.
Richtige Inhalationstechnik
Schrauben Sie die Schutzkappe ab und halten Sie den Turbuhaler aufrecht. Drehen Sie den Dosierring am Boden erst in eine Richtung, dann zuruck, bis es klickt. Atmen Sie von der Mundoffnung weg aus, setzen Sie das Mundstuck zwischen die Lippen und atmen Sie kraftig und tief ein. Halten Sie den Atem 5 bis 10 Sekunden an, bevor Sie langsam ausatmen.
Mundspulung zur Soor-Pravention
Spulen Sie nach jeder Anwendung den Mund mit Wasser aus und spucken Sie das Wasser anschliessend aus. Diese Massnahme reduziert das Risiko fur Mundsoor (Pilzbefall im Mund- und Rachenraum) erheblich, da sie Wirkstoffreste im Rachenraum entfernt.
Die Dosierung wird individuell vom Arzt festgelegt und richtet sich nach dem Schweregrad des Asthmas. Bei leichtem Asthma erhalten Erwachsene in der Regel 200 bis 400 Mikrogramm Budesonid pro Tag, aufgeteilt auf 1 bis 2 Inhalationen. Bei mittelschwerem bis schwerem Asthma steigt die Dosis auf 400 bis 800 Mikrogramm pro Tag, in schweren Fallen auf bis zu 1600 Mikrogramm pro Tag.
Kinder ab 6 Jahren erhalten ublicherweise 100 bis 400 Mikrogramm pro Tag. Der Turbuhaler ist in den Starken 100, 200 und 400 Mikrogramm pro Inhalation erhaltlich. Die volle entzundungshemmende Wirkung tritt erst nach 1 bis 2 Wochen regelmasiger Anwendung ein; Patienten sollten daher nicht bei ausbleibender Sofortwirkung die Therapie eigenstandig abbrechen.
Beim Wechsel von oralen Kortikosteroiden auf inhalatives Budesonid muss die Umstellung schrittweise unter arztlicher Aufsicht erfolgen, da eine plotzliche Reduktion systemischer Steroide zu einer Nebenniereninsuffizienz fuhren kann. Regelmassige arztliche Kontrollen sind bei der Langzeittherapie mit Pulmicort empfehlenswert.
Nebenwirkungen
Lokale Nebenwirkungen der Inhalation
Die haufigsten Nebenwirkungen des Pulmicort Turbuhaler sind Mundsoor (Pilzbefall im Mund- und Rachenraum), Heiserkeit oder Reizung im Rachenbereich sowie Husten nach der Inhalation. Mundsoor kann durch regelmasiges Mundspulen nach der Inhalation weitgehend verhindert werden. Kopfschmerzen und Geschmacksveranderungen treten weniger haufig auf.
Systemische Nebenwirkungen bei hohen Dosen
Bei Langzeitanwendung hoher Dosen sind systemische Kortikosteroid-Nebenwirkungen moglich, darunter Nebennierensuppression, Wachstumsverzogenrung bei Kindern und verringerte Knochendichte. Diese sind bei den ublichen Inhalationsdosen jedoch sehr selten und klinisch in der Regel nicht relevant. Hautveranderungen wie Blutergussen konnen bei empfindlichen Patienten auftreten.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
- Der Pulmicort Turbuhaler ist kein Notfallmedikament; bei einem akuten Asthmaanfall verwenden Sie Ihren Bedarfsinhalator (z.B. Salbutamol)
- Setzen Sie Pulmicort niemals plotzlich ab, da dies zu einer Verschlechterung der Asthmasymptome fuhren kann
- Bei einem Wechsel von oralen Kortikosteroiden auf inhalatives Budesonid muss die Umstellung schrittweise unter arztlicher Aufsicht erfolgen
- Informieren Sie Ihren Arzt uber Infektionen, insbesondere Tuberkulose oder Pilzinfektionen der Atemwege
Gegenanzeigen
Pulmicort Turbuhaler darf nicht angewendet werden bei Uberempfindlichkeit gegen Budesonid oder Laktose (der Trockenpulverinhalator enthalt Laktose als Tragerstoff). Patienten mit seltener Galaktose-Intoleranz oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten Pulmicort ebenfalls nicht verwenden.
Unbehandelte Pilzinfektionen, bakterielle Infektionen oder Virusinfektionen der Atemwege (aktive Tuberkulose) schliessen die Anwendung aus. Pulmicort Turbuhaler ist kein Notfallpraparat und darf nicht zur Behandlung akuter Asthmaanfalle eingesetzt werden, da es keine bronchodilatatorische Sofortwirkung hat.
Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit schweren Lebererkrankungen, da der Abbau von Budesonid verzogert sein kann und die systemische Exposition erhoht ist. In der Schwangerschaft sollte Budesonid nur verwendet werden, wenn der Nutzen das Risiko uberwiegt; inhalatives Budesonid gilt jedoch als vergleichsweise sicheres Asthmamittel in der Schwangerschaft, da unkontrolliertes Asthma ein grosseres Risiko darstellt.
Häufig gestellte Fragen
Wann setzt die Wirkung von Pulmicort ein?
Warum soll ich nach der Inhalation den Mund spulen?
Wie erkenne ich, ob der Turbuhaler leer ist?
Kann ich Pulmicort auch bei einer Erkaeltung weiter verwenden?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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