EU-lizenziert
4.7/5
Metoclopramide

Metoclopramide

Wirkstoff: Metoclopramid (als Metoclopramidhydrochlorid)
Ab€ 39,99

Optionen ansehen

Online-Konsultation starten

Diese Website bietet allgemeine Informationen über Medikamente nur zu Bildungszwecken. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Medikamente einnehmen.

Medikament wählen

Dosierung und Menge auswählen

Online-Konsultation

Geprüft von einem qualifizierten Arzt

Schnelle, diskrete Lieferung

Direkt an Ihre Tür geliefert

Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Metoclopramid (auch bekannt als MCP) ist ein Antiemetikum und Prokinetikum, das bei Ubelkeit, Erbrechen und Magenentleerungsstorungen eingesetzt wird. Der Wirkstoff wirkt sowohl auf das Brechzentrum im Gehirn als auch auf den Magen-Darm-Trakt.

Wirkungsweise und therapeutischer Einsatz

Metoclopramid wird bei verschiedenen Formen von Ubelkeit und Erbrechen verschrieben: bei Migrane-bedingter Ubelkeit, nach Operationen, bei Chemotherapie sowie bei Magenentleerungsstorungen (Gastroparese), wie sie haufig bei Diabetes auftreten. Der Wirkstoff blockiert Dopamin-Rezeptoren im Brechzentrum und reduziert so Ubelkeit und Brechreiz.

Prokinetischer Mechanismus

Gleichzeitig fordert MCP die Magenbeweglichkeit (Motilitat) und beschleunigt die Magenentleerung, sodass der Mageninhalt schneller in den Dunndarm gelangt. Dies macht es besonders wertvoll bei Gastroparese und bei der Behandlung von Migraneubelkeit, wo es die Resorption gleichzeitig eingenommener Schmerzmittel verbessert.

Beschrankte Anwendungsdauer

MCP wird nur fur die Kurzzeitbehandlung empfohlen (maximal 5 Tage), da bei langerer Anwendung das Risiko fur neurologische Nebenwirkungen steigt. Es ist ein bewahrtes Medikament, das seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt wird, wenn es bestimmungsgemas angewendet wird.

Anwendung & Dosierung

Einnahmezeitpunkt und Dosierform

Nehmen Sie MCP (Metoclopramid) etwa 30 Minuten vor den Mahlzeiten ein, um die Magenentleerung vor der Nahrungsaufnahme optimal zu fordern. Schlucken Sie die Tablette mit etwas Wasser; bei Tropfen messen Sie die vom Arzt verordnete Menge sorgfaltig mit der beigelegten Dosierhilfe ab.

Einnahmeabstande und maximale Behandlungsdauer

Zwischen den einzelnen Einnahmen sollten mindestens 6 Stunden liegen. Nehmen Sie MCP nicht langer als 5 Tage ein, sofern Ihr Arzt keine ausdrucklich andere Anweisung gibt, da langere Anwendung das Risiko schwerer neurologischer Nebenwirkungen erhoht.

Anwendung bei Migrane

Bei akuter Ubelkeit im Rahmen einer Migrane kann MCP gleichzeitig mit einem Schmerzmittel eingenommen werden. Es beschleunigt die Aufnahme des Schmerzmittels im Darm, da es die Magenentleerung fordert, und kann so dessen Wirksamkeit verbessern und den Wirkungseintritt verkurzen.

Metoclopramid wird oral, intramuskular oder intravenos verabreicht. Die empfohlene Einzeldosis betragt 10 mg, bis zu dreimal taglich, mit einem Mindestabstand von 6 Stunden zwischen den Einnahmen. Bei oraler Einnahme sollte das Praparat etwa 30 Minuten vor den Mahlzeiten eingenommen werden, um eine optimale Wirkung auf die Magenentleerung zu erzielen.

Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 40 ml/min) und bei alteren Patienten sollte die Dosis auf 50 % reduziert werden, um das Risiko extrapyramidaler Nebenwirkungen zu minimieren. Die Behandlungsdauer sollte so kurz wie moglich gehalten werden und in der Regel funf Tage nicht uberschreiten. Bei langfristiger Anwendung besteht das Risiko einer Tardiven Dyskinesie, weshalb eine regelmasige Uberprufung der Therapienotwendigkeit erforderlich ist.

Nebenwirkungen

Haufige und dosisabhangige Nebenwirkungen

Die haufigsten Nebenwirkungen von Metoclopramid sind Mudigkeit, Schlafrigkeit und Rastlosigkeit (Akathisie), insbesondere zu Beginn der Behandlung. Diese Symptome sind dosisabhangig und bessern sich haufig nach einigen Tagen. Extrapyramidale Nebenwirkungen konnen bei allen Altersgruppen auftreten, sind jedoch bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen haufiger.

Schwerwiegende neurologische Nebenwirkungen

Extrapyramidale Symptome umfassen akute Dystonien (Muskelkrampfe, insbesondere im Gesicht und Nacken), Akathisie (Bewegungsunruhe) und Parkinson-ahnliche Symptome. Beim Auftreten unkontrollierter Muskelzuckungen oder -verkrampfungen sollte Metoclopramid sofort abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden. Eine seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung bei Langzeitanwendung ist die tardive Dyskinesie: unwillkurliche, repetitive Bewegungen des Gesichts, der Zunge und der Extremitaten, die nach Absetzen des Arzneimittels oft nicht reversibel sind.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

  • Maximale Behandlungsdauer von 5 Tagen nicht uberschreiten
  • Bei Auftreten unwillkurlicher Bewegungen (Muskelzuckungen, Grimassieren) sofort absetzen und den Arzt kontaktieren
  • Kann die Reaktionsfahigkeit beeintrachtigen; Vorsicht im Strassenverkehr und bei der Bedienung von Maschinen
  • Wechselwirkungen mit Neuroleptika, bestimmten Parkinson-Medikamenten und sedierenden Arzneimitteln
  • Alkohol verstarkt die sedierende Wirkung

Gegenanzeigen

Metoclopramid ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Metoclopramid oder einen der sonstigen Bestandteile. Als Dopaminantagonist und Prokinetikum ist Metoclopramid bei Patienten mit bekanntem Pheochromozytom kontraindiziert, da es eine hypertensive Krise auslosen kann. Auch bei epileptischen Erkrankungen und bei Patienten, die andere Dopaminantagonisten (z. B. antipsychotische Medikamente) einnehmen, ist besondere Vorsicht geboten.

Metoclopramid ist kontraindiziert bei Magenblutungen, mechanischem Ileus oder Perforationen des Magendarmtrakts, bei denen prokinetische Stimulation gefahrlich ware. Nicht anwenden bei Kindern unter 1 Jahr ohne arztliche Uberwachung, da das Risiko extrapyramidaler Nebenwirkungen erhoht ist. Bei Patienten mit Parkinson-Erkrankung sollte Metoclopramid vermieden werden, da es die dopaminerge Therapie antagonisiert.

Nicht langer als 5 Tage bei Erbrechen und Ubelkeit einsetzen, da das Risiko tardiver Dyskinesien mit der Behandlungsdauer und Gesamtdosis ansteigt. Die maximale Tagesdosis darf 0,5 mg/kg Korpergewicht nicht uberschreiten. Bei Nieren- oder Leberinsuffizienz ist die Dosis zu reduzieren.

Häufig gestellte Fragen

Warum darf ich MCP nicht langer als 5 Tage nehmen?
Bei langerer Anwendung steigt das Risiko fur sogenannte Spatdyskinesien erheblich an. Das sind unwillkurliche, wiederholte Bewegungen, besonders im Gesichtsbereich, die auch nach dem Absetzen bestehen bleiben konnen und oft nicht reversibel sind. Die Beschrankung auf 5 Tage minimiert dieses Risiko erheblich.
Hilft MCP bei Reiseubelkeit?
MCP kann bei Reiseubelkeit helfen, ist aber nicht das Mittel der Wahl dafur. Es gibt besser geeignete Medikamente gegen Reisekrankheit wie Dimenhydrinat, die speziell fur diesen Zweck entwickelt wurden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker uber die beste Option fur Ihre Situation.
Kann ich MCP zusammen mit meinem Migranemittel einnehmen?
Ja, MCP wird bei Migrane haufig zusammen mit einem Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen eingenommen. Es lindert die Ubelkeit und beschleunigt gleichzeitig die Aufnahme des Schmerzmittels, da es die Magenentleerung fordert und die Resorption verbessert.
Darf ich Auto fahren, wenn ich MCP einnehme?
MCP kann Mudigkeit und Benommenheit verursachen, was die Fahrtauglichkeit einschranken kann. Beobachten Sie zunachst, wie Sie auf das Medikament reagieren, bevor Sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen. Bei deutlicher Beeintrachtigung sollten Sie auf das Autofahren verzichten.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

TopDoctors Profile

Metoclopramide

€ 39,99

Online-Konsultation starten