
Azithromycin
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Azithromycin ist ein Makrolid-Antibiotikum und wird zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen eingesetzt. Es wirkt bakteriostatisch, indem es die bakterielle Proteinsynthese hemmt und so die Vermehrung der Bakterien verhindert. Bei ausreichend hohen Konzentrationen kann es auch bakterizid wirken.
Anwendungsgebiete
Azithromycin ist besonders wirksam bei atypischen Erregern wie Mykoplasmen, Chlamydien und Legionellen sowie bei bestimmten gramnegativen Bakterien. Es wird haeufig eingesetzt bei Infektionen der Atemwege (Pharyngitis, Sinusitis, Bronchitis, Lungenentzuendung), bei Haut- und Weichgewebeinfektionen sowie bei sexuell uebertragbaren Erkrankungen wie Chlamydien-Infektionen und Gonorrhoe.
Besondere pharmakokinetische Eigenschaften
Ein wesentlicher Vorteil von Azithromycin ist seine lange Gewebehalbwertszeit. Der Wirkstoff reichert sich in Geweben und Zellen an, was eine einmal taegliche Dosierung und kuerzere Behandlungszyklen (oft 3 bis 5 Tage) ermoeglicht, waehrend die Wirkung noch Tage nach der letzten Einnahme anhaelt. Dieser Eigenschaft ist es zu verdanken, dass bestimmte Chlamydien-Infektionen oft mit einer Einmaldosis behandelt werden koennen.
Wirksamkeit bei Penicillinallergie
Azithromycin stellt eine wichtige Alternative fuer Patienten dar, die gegen Penicillin oder Amoxicillin allergisch sind und fuer die ein Makrolid-Antibiotikum eine geeignete Alternative bietet.
Anwendung & Dosierung
Einnahmezeitpunkt und Nahrung
Nehmen Sie Azithromycin einmal taeglich ein, entweder eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit, da bestimmte Nahrungsmittel die Aufnahme beeinflussen koennen. Die Tablette wird unzerkaut mit einem Glas Wasser geschluckt. Magenkapseln oder Filmtabletten sind weniger nahrungsabhaengig; beachten Sie die Packungsbeilage Ihres spezifischen Praeparats.
Konsequente Einnahmepflicht
Wichtiger Hinweis: Nehmen Sie das Antibiotikum fuer die gesamte verordnete Dauer ein, auch wenn sich die Symptome bereits nach einem oder zwei Tagen bessern. Azithromycin wirkt noch mehrere Tage nach der letzten Einnahme weiter; trotzdem ist eine vorzeitige Unterbrechung nicht empfehlenswert, da nicht alle Bakterien abgetoetet werden und Resistenzen entstehen koennen.
Vergessene Dosen
Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, holen Sie diese so bald wie moeglich am selben Tag nach. Wenn Sie es erst am naechsten Tag bemerken, nehmen Sie die naechste Dosis zum regulaeren Zeitpunkt ein und lassen die vergessene Dosis aus. Verdoppeln Sie niemals die Dosis.
Die Standarddosierung fuer Erwachsene betraegt 500 mg einmal taeglich fuer 3 bis 5 Tage, je nach Art der Infektion. Bei unkomplizierten Chlamydien-Infektionen kann eine Einmaldosis von 1000 mg (1 g) ausreichend sein. Fuer Kinder richtet sich die Dosierung nach dem Koerpergewicht, ueblicherweise 10 mg/kg/Tag als Einmaldosis fuer 3 Tage.
Bei Lungenentzuendung koennen laengere Behandlungszyklen von bis zu 10 Tagen erforderlich sein. Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz ist Azithromycin kontraindiziert. Eine routinemaessige Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz ist nicht erforderlich, ausser bei sehr schwerer Einschraenkung. Fuer eine unkomplizierte Gonorrhoe-Behandlung wird Azithromycin in Kombination mit Ceftriaxon eingesetzt.
Nebenwirkungen
Haeufige Nebenwirkungen
Uebelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen und Erbrechen sind die am haeufigsten berichteten Nebenwirkungen von Azithromycin. Diese gastrointestinalen Beschwerden sind in der Regel mild und treten seltener auf als bei anderen Makrolid-Antibiotika wie Erythromycin. Kopfschmerzen und Schwindel koennen gelegentlich auftreten.
Seltene und schwere Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Azithromycin kann in seltenen Faellen die elektrische Leitfaehigkeit des Herzens beeinflussen und die QT-Zeit im EKG verlaengern, was bei Patienten mit bestehenden Herzerkrankungen oder bestimmten Medikamenten zu schwerwiegenden Herzrhythmusstoerungen fuehren kann. Schwere allergische Reaktionen, einschliesslich anaphylaktische Reaktionen und Angiooedem, sind selten aber moeglich. Suchen Sie bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion sofort einen Arzt auf.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Informieren Sie Ihren Arzt vor der Einnahme von Azithromycin, wenn Sie Herzrhythmusstoerungen haben, bestimmte herzwirksame Medikamente einnehmen oder wenn in Ihrer Familie Faelle von plotzlichem Herztod bekannt sind. Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz sollten Azithromycin nicht einnehmen.
Wichtiger Hinweis: Azithromycin kann die QT-Zeit verlaengern; dies ist insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme anderer QT-verlaengernder Medikamente relevant. Informieren Sie Ihren Arzt und Apotheker vollstaendig ueber alle Medikamente, Nahrungsergaenzungsmittel und Kraeuter, die Sie einnehmen.
Gegenanzeigen
Azithromycin ist kontraindiziert bei bekannter Ueberempfindlichkeit gegen Azithromycin, andere Makrolid-Antibiotika oder Ketolide sowie gegen sonstige Bestandteile des Praeparats. Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz darf Azithromycin nicht angewendet werden, da der Wirkstoff ueberwiegend hepatisch eliminiert wird und sich toxische Plasmakonzentrationen aufbauen koennen.
Die Anwendung ist bei Patienten mit bekannten QT-Verlaengerungen, Hypokalaemie, Hypomagnasiaemie oder bradykarden Herzrhythmusstoerungen sowie bei Patienten, die andere QT-verlaengernde Medikamente einnehmen, sorgfaeltig abzuwaegen. Die gleichzeitige Gabe von Azithromycin mit Ergotaminderivaten ist aufgrund moeglicher Ergotismus-Toxizitaet kontraindiziert.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Azithromycin-Kur so kurz?
Kann ich Azithromycin nehmen, wenn ich gegen Penicillin allergisch bin?
Beeinflusst Azithromycin das Herz?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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