
Vesicare
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Vesicare enthalt den Wirkstoff Solifenacin und gehort zur Gruppe der Anticholinergika. Es wird zur Behandlung der uberaktiven Blase (overactive bladder, OAB) eingesetzt, einer haufigen Erkrankung, die durch plotzlichen unkontrollierbaren Harndrang, erhohte Miktionsfrequenz und mogliche Dranginkontinenz gekennzeichnet ist.
Wirkmechanismus und therapeutischer Nutzen
Solifenacin blockiert selektiv die muskarinischen M3-Rezeptoren in der Blasenwand. Dadurch werden unwillkurliche Kontraktionen des Detrusormuskels reduziert, die Blasenkapazitat erhoht und der plotzliche Harndrang verringert. Vesicare wird einmal taglich eingenommen und entfaltet seine volle Wirkung in der Regel nach 4 bis 8 Wochen regelmaßiger Anwendung. Viele Betroffene berichten von einer deutlichen Verbesserung ihrer Lebensqualitat und einer Reduktion ungewollter Urinverluste.
Anwendung und Behandlungskonzept
Vesicare ist verschreibungspflichtig und sollte erst eingesetzt werden, wenn nicht-medikamentose Maßnahmen wie Blasentraining und Beckenbodenuibungen allein nicht ausreichen. Die Behandlung beginnt mit 5 mg einmal taglich und kann bei Bedarf auf 10 mg gesteigert werden. Erganzende Verhaltenstherapien wie die Begrenzung des Kaffeekonsums und ein Miktionstagebuch konnen die medikamentose Therapie wirkungsvoll unterstutzten.
Sicherheitshinweise
Als Anticholinergikum kann Vesicare typische Nebenwirkungen der Substanzklasse verursachen, darunter Mundtrockenheit und Verstopfung. Bei Patienten mit Engwinkelglaukom, Harnverhalt oder schwerer Verstopfung darf Vesicare nicht angewendet werden.
Anwendung & Dosierung
Einnahme und Dosierung
Vesicare wird einmal taglich eingenommen, unabhangig von den Mahlzeiten. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit einem Glas Wasser. Nehmen Sie Vesicare jeden Tag moglichst zur gleichen Uhrzeit ein - die Einnahme kann morgens oder abends erfolgen. Nehmen Sie die Tablette nicht in der doppelten Menge ein, wenn Sie eine Dosis vergessen haben, sondern fahren Sie beim nachsten planmaßigen Zeitpunkt fort.
Flussigkeit und Blasengesundheit
Trinken Sie ausreichend Flussigkeit (ca. 1,5 bis 2 Liter taglich). Reduzieren Sie Ihre Trinkmenge nicht, um Toilettengange zu vermeiden - zu wenig Trinken konzentriert den Urin und kann die Blase zusatzlich reizen.
Begleitende Maßnahmen
Beckenbodentraining und Blasentraining konnen die Wirkung von Vesicare unterstutzten und werden als erganzende Therapie empfohlen. Koffeinhaltige Getranke sowie Alkohol konnen die Blase reizen und sollten moglichst reduziert werden.
- Anfangsdosis: 5 mg einmal taglich
- Maximaldosis: 10 mg einmal taglich (bei unzureichender Wirkung und guter Vertraglichkeit)
- Die volle Wirkung wird nach 4 bis 8 Wochen regelmaßiger Einnahme erreicht
Besondere Patientengruppen:
- Schwere Niereninsuffizienz: Maximaldosis 5 mg
- Mittlere Leberinsuffizienz: Maximaldosis 5 mg
- Schwere Leberinsuffizienz: Nicht anwenden
- Bei gleichzeitiger Einnahme starker CYP3A4-Hemmer: Maximaldosis 5 mg
- Bei vergessener Dosis: Nehmen Sie die nachste Tablette zur gewohnten Zeit ein. Nicht die doppelte Menge einnehmen.
Nebenwirkungen
Haufige Nebenwirkungen
Mundtrockenheit ist die haufigste Nebenwirkung und meist mild. Sie kann durch regelmaßiges Trinken kleiner Schlucke Wasser, zuckerfreie Bonbons oder Speichelersatzpraparate gelindert werden. Ebenfalls haufig treten Verstopfung und verschwommenes Sehen auf.
Gelegentliche und seltene Nebenwirkungen
Gelegentlich konnen Sodbrennen, Harnwegsinfektionen, Mudigkeit, trockene Augen und Geschmacksstorungen auftreten. Selten, aber ernst sind Harnverhalt (Unfahigkeit, die Blase zu entleeren), schwere Verstopfung oder Darmverschluss sowie schwere allergische Reaktionen. Suchen Sie umgehend arztliche Hilfe, wenn Sie keine Urin ausscheiden konnen oder starke Bauchschmerzen auftreten.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
- Vorsicht bei Patienten mit Engwinkelglaukom (Gruner Star)
- Vorsicht bei Harnverhalt oder Prostatavergroßerung
- Vorsicht bei schwerer Verstopfung oder Magen-Darm-Motilitatsstorungen
- Vorsicht bei Myasthenia gravis
- Nicht zusammen mit anderen Anticholinergika anwenden
- Bei Anzeichen eines Harnverhalts oder schwerer Verstopfung den Arzt aufsuchen
- In Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen
Gegenanzeigen
Vesicare (Solifenacin 5 mg oder 10 mg) ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Solifenacin oder einen der sonstigen Bestandteile. Als Anticholinergikum ist Vesicare kontraindiziert bei Harnverhalt, Magendarmatonie, schwerer Kolitis und toxischem Megakolon sowie bei unkontrolliertem Engwinkelglaukom.
Bei bestehender Dialysepflichtigkeit oder schwerer Niereninsuffizienz (GFR unter 30 ml/min) ist eine Tagesdosis von uber 5 mg kontraindiziert. Bei schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh C) darf Vesicare nicht angewendet werden. Die gleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A4-Hemmern wie Ketoconazol oder Ritonavir kann die Solifenacin-Plasmaspiegel erheblich erhohen; die Tagesdosis sollte in diesem Fall 5 mg nicht uberschreiten.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, bis Vesicare wirkt?
Was kann ich gegen Mundtrockenheit als Nebenwirkung tun?
Darf ich die Trinkmenge reduzieren, um seltener zur Toilette zu mussen?
Kann ich Vesicare dauerhaft einnehmen?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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