
Tamiflu
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Was ist Tamiflu?
Tamiflu (Oseltamivir) ist ein antivirales Arzneimittel zur Behandlung und Vorbeugung von Influenza (Grippe) bei Erwachsenen und Kindern. Es gehört zur Klasse der Neuraminidase-Hemmer und blockiert ein Enzym, das Influenzaviren für die Ausbreitung im Körper benötigen.
Wann wird Tamiflu eingesetzt?
Tamiflu ist am wirksamsten, wenn es innerhalb der ersten 48 Stunden nach Auftreten der Grippesymptome eingenommen wird. Es verkürzt die Krankheitsdauer und reduziert die Schwere der Symptome. Außerdem kann es nach einem Kontakt mit einem Grippekranken vorbeugend eingenommen werden.
Anwendung & Dosierung
Tamiflu wird als Kapsel oder als Suspension (Saft) eingenommen, vorzugsweise zu einer Mahlzeit, um Übelkeit zu vermeiden.
Behandlung vs. Vorbeugung
Bei der Behandlung werden zweimal täglich Kapseln über 5 Tage eingenommen. Zur Vorbeugung reicht einmal täglich über mindestens 10 Tage. Beginnen Sie die Behandlung so früh wie möglich nach Auftreten der Symptome.
Behandlung (Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren): 75 mg zweimal täglich über 5 Tage. Vorbeugung (Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren): 75 mg einmal täglich über mindestens 10 Tage (nach Kontakt) oder bis zu 6 Wochen (bei Epidemie). Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 10-30 ml/min) ist die Dosis auf 75 mg einmal täglich zur Behandlung bzw. 30 mg einmal täglich zur Prophylaxe zu reduzieren.
Bei Kindern von 1 bis 12 Jahren richtet sich die Dosis nach dem Körpergewicht: unter 15 kg: 30 mg zweimal täglich; 15-23 kg: 45 mg zweimal täglich; 23-40 kg: 60 mg zweimal täglich; über 40 kg: 75 mg zweimal täglich, jeweils über 5 Tage. Bei Frühgeborenen und Säuglingen unter 1 Jahr wird Tamiflu nur in Ausnahmesituationen (z. B. Pandemie) unter strenger arztlicher Kontrolle eingesetzt.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Zu den häufigen Nebenwirkungen von Tamiflu zählen Übelkeit und Erbrechen, die sich durch die Einnahme zu einer Mahlzeit erheblich reduzieren lassen. Weitere häufige Beschwerden sind Kopfschmerzen und Bauchschmerzen.
Seltene, aber ernste Nebenwirkungen
Seltene aber ernste Nebenwirkungen umfassen neuropsychiatrische Ereignisse (insbesondere bei Kindern und Jugendlichen), wie Halluzinationen, Verwirrtheit und ungewöhnliches Verhalten. Eltern sollten Kinder engmaschig beobachten und bei auffälligem Verhalten sofort einen Arzt kontaktieren.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Tamiflu ist kein Ersatz für die Grippeimpfung. Es sollte innerhalb von 48 Stunden nach Symptombeginn eingenommen werden, um die volle Wirksamkeit zu entfalten. Bei schwerem Nierenfunktionsverlust ist eine Dosisanpassung erforderlich. Eltern und Betreuungspersonen sollten Kinder und Jugendliche wahrend der Behandlung auf ungewöhnliche Verhaltensänderungen beobachten.
Gegenanzeigen
Tamiflu (Oseltamivir) ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Oseltamivir oder einen der sonstigen Bestandteile, einschließlich Shoreaharz-Sorbitol. Überempfindlichkeitsreaktionen auf Oseltamivir sind selten, können aber schwerwiegend sein. Tamiflu sollte bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 10 ml/min), die keine Dialyse erhalten, nur mit großer Vorsicht angewendet werden.
Bei Patienten, die eine Hämodialyse erhalten, ist die empfohlene Behandlungsdosis 30 mg Oseltamivir nach jeder Hämodialysesitzung, sofern die Dialyse mehr als 48 Stunden auseinander liegt. Eine routinemäßige Prophylaxe ist in dieser Patientengruppe nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen. Tamiflu sollte bei Patienten mit schwerer Leber- oder Nierenfunktionsstörung nur nach sorgfältiger arztlicher Abwägung eingesetzt werden. Neuropsychiatrische Erkrankungen in der Vorgeschichte sollten dem Arzt mitgeteilt werden.
Häufig gestellte Fragen
Wie schnell muss ich Tamiflu nach Grippebeginn einnehmen?
Wirkt Tamiflu auch gegen Erkältungen?
Kann Tamiflu auch zur Vorbeugung eingesetzt werden?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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