
Almogran
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Almogran enthält den Wirkstoff Almotriptan und gehört zur Gruppe der Triptane, die speziell zur Behandlung akuter Migräneanfälle entwickelt wurden. Es wirkt gezielt gegen Migränekopfschmerzen und die typischen Begleitsymptome.
Wie wirkt Almogran?
Almotriptan bindet an Serotonin-Rezeptoren (5-HT1B/1D) in den Blutgefässen des Gehirns und bewirkt deren Verengung. Bei einer Migräne sind diese Gefässe erweitert, was zu den pochenden Kopfschmerzen führt. Gleichzeitig hemmt Almotriptan die Freisetzung entzündungsfördernder Neuropeptide und blockiert Schmerzsignale im Trigeminusnerv.
Schneller Wirkungseintritt
Almogran zeichnet sich durch einen vergleichsweise schnellen Wirkungseintritt aus. Viele Patienten berichten über eine Besserung innerhalb von 30 Minuten bis zwei Stunden nach der Einnahme. Es lindert nicht nur den Kopfschmerz, sondern auch Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit.
Anwendung & Dosierung
Zeitpunkt der Einnahme
Nehmen Sie Almogran so früh wie möglich nach Beginn der Migränekopfschmerzen ein. Das Präparat ist für die Kopfschmerzphase bestimmt und wirkt am besten, wenn es zu Beginn des Schmerzanfalls eingesetzt wird. Nehmen Sie Almogran nicht während der Auraphase ein, da es in dieser Phase weniger wirksam ist und zur Behandlung rein neurologischer Aurasymptome nicht geeignet ist.
Einnahme und Wiederholung
Schlucken Sie eine Tablette (12,5 mg) unzerkaut mit ausreichend Wasser. Wenn die Migräne nach anfänglicher Besserung innerhalb von 24 Stunden zurückkehrt, kann eine zweite Tablette frühestens zwei Stunden nach der ersten eingenommen werden. Die maximale Tagesdosis beträgt 25 mg (zwei Tabletten); bei ausbleibendem Ansprechen auf die erste Dosis sollte keine zweite Tablette für denselben Anfall eingenommen werden.
Häufigkeit begrenzen
Verwenden Sie Almogran nicht an mehr als zehn Tagen pro Monat, da eine zu häufige Anwendung von Migränemitteln zu medikamentenbedingten Dauerkopfschmerzen (Medication Overuse Headache) führen kann. Wenn Sie Almogran mehr als zweimal pro Woche benötigen, sollten Sie mit Ihrem Arzt über eine prophylaktische Behandlung sprechen.
Die empfohlene Dosis beträgt 12,5 mg Almotriptan (eine Tablette) zu Beginn einer Migräneattacke. Wenn die Kopfschmerzen nach anfänglicher Besserung zurückkehren, kann eine zweite Tablette nach mindestens zwei Stunden eingenommen werden. Die maximale Tagesdosis beträgt 25 mg (zwei Tabletten).
Almogran ist nicht zur Prophylaxe von Migräneattacken geeignet und sollte nicht präventiv eingenommen werden. Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leber- oder Niereninsuffizienz sollte eine maximale Tagesdosis von 12,5 mg nicht überschritten werden. Bei schwerer Einschränkung dieser Organe ist die Anwendung kontraindiziert.
Bei ausbleibendem Ansprechen auf die erste Dosis sollte keine zweite Tablette für dieselbe Attacke eingenommen werden. Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren sowie ältere Patienten über 65 Jahre benötigen eine individuelle ärztliche Beurteilung vor Beginn der Behandlung.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit und ein vorübergehendes Engegefühl in Brust oder Hals kommen gelegentlich vor. Diese Beschwerden sind meist mild und kurzlebig.
Seltene Nebenwirkungen
In seltenen Fällen können Herzrhythmusstörungen, Kribbeln in den Extremitäten oder Muskelschmerzen auftreten. Bei anhaltenden Brustschmerzen oder Atemnot suchen Sie sofort ärztliche Hilfe.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Almogran darf nicht zur Vorbeugung von Migräne eingesetzt werden. Verwenden Sie es nicht bei hemiplegischer oder basilärer Migräne. Bei Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte die erste Dosis unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Almogran darf nicht innerhalb von 24 Stunden nach der Einnahme eines anderen Triptans oder Ergotamin-Präparats angewendet werden.
Gegenanzeigen
Almogran (Almotriptan) ist kontraindiziert bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit, bestätigtem Myokardinfarkt in der Vorgeschichte oder anginalem Syndrom (einschliesslich Prinzmetal-Angina). Triptane können koronare und zerebrale Vasokonstriktion auslösen, weshalb eine kardiologische Abklärung bei Risikopatienten vor der ersten Verordnung empfohlen wird.
Bei zerebrovaskulären Erkrankungen in der Vorgeschichte (Schlaganfall, TIA), bei peripherer Gefässerkrankung und bei unkontrolliertem Bluthochdruck (Hypertonie) ist Almogran kontraindiziert. Seltene Migränevarianten wie die hemiplegische oder Basilarismigräne stellen ebenfalls Kontraindikationen dar, da Triptane in diesen Fällen das Risiko neurologischer Komplikationen erhöhen können.
Bei gleichzeitiger Einnahme von MAO-Hemmern (Typ A und B) ist Almogran kontraindiziert, da schwerwiegende Wechselwirkungen mit Vasokonstriktion und möglicherweise serotonergen Effekten drohen. Zwischen dem Absetzen eines MAO-Hemmers und der Einnahme von Almogran muss ein Mindestabstand von 2 Wochen eingehalten werden. Die gleichzeitige Einnahme von Ergotaminderivaten ist kontraindiziert, da additive vasokonstriktive Wirkungen das Risiko für ischämische Komplikationen erhöhen. Bei schwerer Leber- oder Niereninsuffizienz sollte Almogran ebenfalls nicht eingesetzt werden.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Einnahme?
Kann ich Almogran zusammen mit Schmerzmitteln nehmen?
Was ist ein Medikamentenübergebrauch-Kopfschmerz?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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