
Amitriptyline
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Amitriptylin ist ein trizyklisches Antidepressivum, das zur Behandlung von Depressionen, chronischen Schmerzen, Migraneprophylaxe und Schlafstorungen eingesetzt wird. Es gehort zu den altesten und am breitesten eingesetzten Psychopharmaka.
Wirkungsweise
Amitriptylin hemmt die Wiederaufnahme der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin in die Nervenzellen des Gehirns. Zusatzlich blockiert es Histamin-, Acetylcholin- und Adrenorezeptoren, was fur die sedierenden und analgetischen Eigenschaften verantwortlich ist. Die antidepressive Wirkung tritt nach 2 bis 4 Wochen ein, wahrend die sedierende Wirkung sofort bemerkt wird.
Anwendungsgebiete
Neben der Behandlung von Depressionen wird Amitriptylin in niedrigen Dosierungen (10 bis 25 mg) zur Therapie chronischer Schmerzen, neuropathischer Schmerzen, Migraneprophylaxe und Schlafstorungen eingesetzt. Diese Off-Label-Anwendungen sind in der klinischen Praxis weit verbreitet und durch wissenschaftliche Studien gut belegt.
Anwendung & Dosierung
Einnahme und Dosierung
Amitriptylin wird in der Regel einmal abends eingenommen, da es sedierend wirkt und Schlafrigkeit verursacht. Bei hoheren Tagesdosen kann die Gesamtdosis auf mehrere Einnahmen verteilt werden. Die Tabletten werden mit ausreichend Wasser geschluckt und konnen mit oder ohne Mahlzeit eingenommen werden.
Dosissteigerung und Absetzung
Die Therapie wird mit einer niedrigen Dosis begonnen und langsam gesteigert, um Nebenwirkungen zu minimieren. Setzen Sie Amitriptylin niemals abrupt ab, da dies zu Entzugssymptomen wie Ubelkeit, Kopfschmerzen und Schlafstorungen fuhren kann. Die Dosis muss uber mehrere Wochen schrittweise reduziert werden. Regelmassige arztliche Kontrollen sind wahrend der Therapie unbedingt erforderlich.
Bei Depressionen beginnt die Behandlung in der Regel mit 25 bis 50 mg Amitriptylin pro Tag, die schrittweise auf eine therapeutische Dosis von 75 bis 150 mg gesteigert wird. Bei chronischen Schmerzen und Migraneprophylaxe werden niedrige Dosen von 10 bis 25 mg taglich eingesetzt. Bei alteren Patienten sollte mit einer sehr niedrigen Dosis von 10 bis 25 mg begonnen werden, da sie empfindlicher gegenuber Nebenwirkungen sind. Die maximale Tagesdosis betragt 300 mg und sollte nur unter engmaschiger arztlicher Aufsicht erreicht werden.
Nebenwirkungen
Haufige Nebenwirkungen
Die haufigsten Nebenwirkungen von Amitriptylin sind Mundtrockenheit, Schlafrigkeit, Schwindel und Verstopfung. Diese anticholinergen Effekte treten besonders zu Beginn der Behandlung auf und konnen sich im Laufe der Zeit bessern. Gewichtszunahme und Libidoverlust werden ebenfalls berichtet.
Seltene und schwerwiegende Reaktionen
Herzrhythmusstorungen sind eine seltene, aber ernste Nebenwirkung, die bei hoheren Dosen oder bei pradisponierten Patienten auftreten kann. Krampfanfalle, Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie) und Harnverhalt sind ebenfalls moglich. Bei einer Uberdosierung kann Amitriptylin lebensbedrohlich sein; es ist daher sicher aufzubewahren, vor allem bei suizidgefahrdeten Patienten.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Amitriptylin verstarkt die Wirkung von Alkohol und anderen sedierenden Medikamenten erheblich. Vermeiden Sie Alkohol wahrend der Behandlung. Die Reaktionsfahigkeit kann beeintrachtigt sein, insbesondere zu Beginn der Therapie oder nach Dosissteigerungen. Fahren Sie kein Auto und bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie wissen, wie das Medikament auf Sie wirkt. Bei depressiven Patienten, besonders zu Beginn der Therapie, ist ein erhohtes Suizidrisiko zu beachten; regelmasige arztliche Kontrollen sind unbedingt erforderlich.
Gegenanzeigen
Amitriptylin ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber dem Wirkstoff oder anderen trizyklischen Antidepressiva. Die gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern ist kontraindiziert und kann zu lebensbedrohlichen Reaktionen fuhren; zwischen dem Absetzen eines MAO-Hemmers und dem Beginn der Amitriptylin-Therapie mussen mindestens 14 Tage liegen. Bei frischem Herzinfarkt, schwerwiegenden Herzrhythmusstorungen und schwergradigem Herzblock ist Amitriptylin kontraindiziert. Bei Engwinkelglaukom und Harnverhalt ist es ebenfalls kontraindiziert. Wahrend der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Amitriptylin nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwagung eingesetzt werden.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, bis Amitriptylin wirkt?
Macht Amitriptylin abhangig?
Kann ich Amitriptylin gegen Schlafstorungen nehmen?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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