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Atovakvon/Proguanil 250/

Atovakvon/Proguanil 250/

Wirkstoff: Atovaquon 250 mg / Proguanilhydrochlorid 100 mg

Diese Website bietet allgemeine Informationen über Medikamente nur zu Bildungszwecken. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Medikamente einnehmen.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Atovaquon/Proguanil (bekannt unter dem Markennamen Malarone) ist ein Kombinationspraparat zur Vorbeugung und Behandlung von Malaria, insbesondere der durch Plasmodium falciparum verursachten Form.

Doppelter Schutz gegen Malaria

Die Kombination von Atovaquon und Proguanil greift den Malaria-Erreger an zwei verschiedenen Stellen an: Atovaquon hemmt die mitochondriale Elektronentransportkette des Parasiten, wahrend Proguanil die Folsauresynthese blockiert. Dieser doppelte Angriff macht die Kombination besonders wirksam und verringert die Wahrscheinlichkeit einer Resistenzentwicklung erheblich.

Vorteile als Malariaprophylaxe

Im Vergleich zu anderen Malaria-Prophylaxen wie Mefloquin oder Doxycyclin hat Atovaquon/Proguanil den Vorteil, dass es nur ein bis zwei Tage vor der Reise begonnen und nur sieben Tage nach der Ruckkehr fortgesetzt werden muss. Ausserdem verursacht es weniger neuropsychiatrische Nebenwirkungen.

Anwendung & Dosierung

Einnahme zur Malariaprophylaxe

Nehmen Sie Atovaquon/Proguanil taglich zur gleichen Uhrzeit mit Nahrung oder einem milchhaltigen Getrank ein, um die Aufnahme des Wirkstoffs zu verbessern und Magen-Darm-Beschwerden zu reduzieren. Beginnen Sie die Prophylaxe ein bis zwei Tage vor der Einreise ins Malariagebiet und setzen Sie die Einnahme wahrend des gesamten Aufenthalts sowie sieben Tage nach der Ruckkehr fort. Vergessen Sie eine Dosis, nehmen Sie diese so bald wie moglich nach.

Wichtige Begleitmassnahmen

Atovaquon/Proguanil bietet keinen hundertprozentigen Schutz vor Malaria. Kombinieren Sie die medikamentose Prophylaxe daher stets mit Muckenabwehrmassnahmen wie DEET-haltigen Repellentien, langer Kleidung am Abend und Moskitonetzen. Bei Erbrechen oder starkem Durchfall innerhalb einer Stunde nach der Einnahme ist die Dosis sofort zu wiederholen, da sonst die Schutzwirkung vermindert sein konnte.

Behandlung einer akuten Malaria

Zur Behandlung einer akuten, unkomplizierten Malaria nehmen Erwachsene vier Tabletten (1.000 mg/400 mg) einmal taglich uber drei aufeinanderfolgende Tage, ebenfalls zu einer Mahlzeit.

Zur Malariaprophylaxe: Eine Tablette (250 mg/100 mg) einmal taglich. Die Prophylaxe beginnt ein bis zwei Tage vor Reisebeginn und wird sieben Tage nach Verlassen des Malariageblets fortgesetzt. Die Tablette sollte zu einer fettreichen Mahlzeit eingenommen werden.

Zur Behandlung einer akuten, unkomplizierten Malaria bei Erwachsenen: vier Tabletten (1.000 mg/400 mg) einmal taglich uber drei aufeinanderfolgende Tage. Bei Erbrechen innerhalb einer Stunde nach Einnahme ist die Dosis sofort zu wiederholen. Bei Kindern werden Malarone Junior Tabletten nach Korpergewicht dosiert.

Bei Kindern zwischen 11 und 20 kg Korpergewicht: eine Junior-Tablette (62,5/25 mg) taglich; zwischen 21 und 30 kg: zwei Junior-Tabletten taglich; zwischen 31 und 40 kg: drei Junior-Tabletten taglich; uber 40 kg: eine Erwachsenentablette taglich.

Nebenwirkungen

Haufige Nebenwirkungen

Bauchschmerzen, Ubelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen kommen gelegentlich vor. Diese Beschwerden lassen sich durch die Einnahme mit einer Mahlzeit meist reduzieren. Die Nebenwirkungen sind bei Atovaquon/Proguanil im Allgemeinen weniger ausgepragt als bei Mefloquin.

Seltene Nebenwirkungen

Hautausschlag, Schwindel, Schlafstorungen und Mundgeschwure treten selten auf. Allergische Reaktionen sind sehr selten, erfordern aber sofortiges Absetzen des Praparats und umgehende arztliche Hilfe.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Atovaquon/Proguanil bietet keinen hundertprozentigen Schutz vor Malaria. Zusatzlich Muckenschutzmittel und Moskitonetze verwenden. Bei Erbrechen oder Durchfall innerhalb einer Stunde nach der Einnahme die Dosis wiederholen. Bei schwerer Niereninsuffizienz wird die Anwendung zur Prophylaxe nicht empfohlen.

Gegenanzeigen

Atovaquon/Proguanil ist kontraindiziert bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR unter 30 ml/min) fur die prophylaktische Anwendung, da die Wirkstoffkonzentration im Blut nicht ausreichend aufrechterhalten werden kann. Zur Behandlung einer akuten Malaria kann die Kombination auch bei eingeschrankter Nierenfunktion unter Uberwachung eingesetzt werden.

Bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Atovaquon, Proguanil oder einen der Hilfsstoffe ist die Einnahme kontraindiziert. Kinder mit einem Korpergewicht unter 5 kg und bei prophylaktischer Anwendung unter 11 kg sollten die Erwachsenentabletten nicht erhalten.

Wahrend der Schwangerschaft sollte Atovaquon/Proguanil nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwagung eingesetzt werden. In der Stillzeit ist Vorsicht geboten, da Atovaquon in die Muttermilch ubergehen kann. Die gleichzeitige Anwendung mit Rifampicin, Rifabutin oder Metoclopramid reduziert die Atovaquon-Plasmaspiegel erheblich.

Häufig gestellte Fragen

Wann muss ich mit der Einnahme beginnen?
Starten Sie ein bis zwei Tage vor der Einreise ins Malariagebiet. Im Gegensatz zu Mefloquin, das zwei Wochen vorher begonnen werden muss, ermoglicht Atovaquon/Proguanil eine spontanere Reiseplanung bei gleichwertiger Schutzwirkung.
Wie lange muss ich nach der Reise weiternehmen?
Setzen Sie die Einnahme sieben Tage nach Verlassen des Malariagebiet fort. Das ist kurzer als bei vielen anderen Malariamitteln wie Mefloquin oder Chloroquin und erhoht die Therapietreue erheblich.
Schutzt das Medikament zu hundert Prozent?
Kein Malariamedikament bietet vollstandigen Schutz. Kombinieren Sie die medikamentose Prophylaxe daher immer mit Muckenschutzmassnahmen wie Repellentien, Moskitonetzen und das Tragen langer Kleidung am Abend.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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