
Atrovent Aerosol Inhalator
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Atrovent enthalt den Wirkstoff Ipratropiumbromid und ist ein kurzwirksamer Bronchodilatator (Anticholinergikum), der zur Behandlung von COPD und als Zusatztherapie bei Asthma eingesetzt wird.
Wie wirkt Atrovent?
Ipratropiumbromid blockiert die muskarinischen Acetylcholinrezeptoren in der glatten Muskulatur der Atemwege. Dadurch wird die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur gelost und die Atemwege erweitern sich. Die bronchienerweiternde Wirkung setzt innerhalb von 15 Minuten ein und halt vier bis sechs Stunden an.
Unterschied zu langwirksamen Anticholinergika
Im Gegensatz zu langwirksamen Anticholinergika wie Tiotropium (Spiriva) muss Atrovent mehrmals taglich angewendet werden. Es eignet sich besonders als erganzendeTherapie bei COPD und kann auch bei Asthma zusatzlich zu Beta-2-Agonisten und Kortikosteroiden eingesetzt werden.
Anwendung & Dosierung
Inhalation mit dem Dosieraerosol
Atrovent als Dosieraerosol wird drei- bis viermal taglich in regelmassigen Abstanden angewendet. Schutteln Sie den Dosieraerosol vor jedem Gebrauch grundlich, um eine gleichmassige Wirkstoffverteilung sicherzustellen. Atmen Sie vor dem Inhalieren langsam aus, losen Sie dann den Hub aus und atmen Sie gleichzeitig tief ein. Halten Sie den Atem anschliessend einige Sekunden an, bevor Sie normal ausatmen, damit der Wirkstoff tief in die Atemwege eindringen kann.
Anwendung mit dem Vernebler
Bei der Anwendung als Verneblerlsung folgen Sie den Anweisungen Ihres Verneblergerates genau. Die Losung kann, falls medizinisch indiziert, mit Salbutamol-Losung gemischt werden. Vermeiden Sie bei beiden Darreichungsformen den Kontakt der inhalierten Dosis mit den Augen, da dies zu einer Pupillenerweiterung und bei Patienten mit Engwinkelglaukom zu einem gefahrlichen Druckanstieg fuhren kann.
Regelmassigkeit der Anwendung
Atrovent entfaltet seine beste Wirkung bei regelmassiger Einnahme. Wenden Sie das Praparat in gleichmassigen Zeitabstanden an und uberspringen Sie keine Dosis. Bei akuten Atemnot-Episoden ist Atrovent allein nicht als Notfallinhalator geeignet; hierfur sollte ein schnellwirksamer Beta-2-Agonist bereitstehen.
Als Dosieraerosol: zwei Hube (je 20 Mikrogramm) drei- bis viermal taglich, was einer Tagesdosis von 160 Mikrogramm entspricht. Bei schweren Exazerbationen konnen bis zu acht Hube taglich eingesetzt werden. Als Verneblerlsung: 250 bis 500 Mikrogramm drei- bis viermal taglich.
Bei akuten Exazerbationen der COPD oder eines Asthmaanfalls im Krankenhaus konnen hohere Dosen unter Uberwachung eingesetzt werden. Die maximale empfohlene Tagesdosis uber den Vernebler betragt 2 mg. Die Losung kann, falls medizinisch indiziert, mit Salbutamol-Losung gemischt werden.
Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion oder Leberfunktion sind keine spezifischen Dosisanpassungen erforderlich. Das Dosieraerosol wird vor der ersten Anwendung und nach langerem Nichtgebrauch kurz angetestet.
Nebenwirkungen
Haufige Nebenwirkungen
Mundtrockenheit ist die haufigste Nebenwirkung und tritt bei der Inhalation gelegentlich auf. Kopfschmerzen, Hustenreiz und leichte Rachenreizung konnen ebenfalls vorkommen. Regelmassiges Trinken und zuckerfreie Bonbons konnen die Mundtrockenheit lindern.
Seltene Nebenwirkungen
In seltenen Fallen konnen Harnverhalt, Verstopfung, erhohter Augeninnendruck oder allergische Reaktionen auftreten. Vermeiden Sie den Kontakt mit den Augen, da dies zu einer Pupillenerweiterung fuhren und bei Patienten mit Glaukom gefahrlich sein kann.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Vermeiden Sie den Kontakt der inhalierten Dosis mit den Augen, insbesondere bei Patienten mit Engwinkelglaukom. Bei Prostatavergrosserung oder Blasenhalsobstruktion ist Vorsicht geboten. Atrovent ist nicht zur Behandlung akuter Asthmaanfalle als alleiniges Medikament geeignet.
Gegenanzeigen
Atrovent ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Ipratropiumbromid, Atropin oder dessen Derivate sowie gegen einen der Hilfsstoffe des Praparats. Bei Patienten mit einer Allergie gegen Soja oder Erdnusse sollte die mogliche Kreuzreaktivitat mit bestimmten Hilfsstoffen arztlich gepruft werden.
Bei Engwinkelglaukom ist die Anwendung nur mit grosster Vorsicht moglich, da das anticholinerge Ipratropium den intraokularen Druck weiter erhohen kann. Bei symptomatischer Prostatahyperplasie und Blasenentleerungsstorungen muss die Behandlung ebenfalls vorsichtig eingeleitet werden, da Harnverhalten auftreten kann.
In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Atrovent nur nach sorgfaltiger Nutzen-Risiko-Abwagung eingesetzt werden. Die gleichzeitige Anwendung mit anderen Anticholinergika ist zu vermeiden, da sich die unerwunschten anticholinergen Wirkungen summieren konnen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Atrovent als Notfallinhalator verwenden?
Warum macht Atrovent den Mund trocken?
Ist Atrovent dasselbe wie Spiriva?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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