
Carvedilol
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Carvedilol ist ein nicht-selektiver Betablocker mit zusätzlicher Alpha-1-blockierender Wirkung. Diese duale Wirkweise macht ihn besonders wertvoll bei Herzinsuffizienz und Bluthochdruck.
Doppelte Wirkung am Herz und an den Gefässen
Carvedilol senkt Herzfrequenz und Blutdruck (Beta-Blockade) und erweitert gleichzeitig die peripheren Blutgefässe (Alpha-Blockade). Bei Herzinsuffizienz schützt es das Herz vor schädlichen Stresshormonen und verbessert die Pumpfunktion langfristig.
Nachgewiesener Überlebensvorteil
In grossen klinischen Studien hat Carvedilol bei Herzinsuffizienz die Sterblichkeit und Hospitalisierungsrate signifikant gesenkt. Die Therapie beginnt mit einer sehr niedrigen Dosis und wird über Wochen schrittweise gesteigert.
Anwendung & Dosierung
Einnahme mit Mahlzeiten
Carvedilol sollte stets zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Nahrung verlangsamt die Aufnahme des Wirkstoffs und reduziert dadurch das Risiko eines übermässigen Blutdruckabfalls (orthostatische Hypotonie) nach der Einnahme. Bei der Behandlung von Herzinsuffizienz wird Carvedilol auf zwei Tagesdosen aufgeteilt (morgens und abends), um eine gleichmässigere Wirkung zu gewährleisten. Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit Wasser.
Langsame Dosissteigerung bei Herzinsuffizienz
Bei Herzinsuffizienz beginnt die Behandlung mit einer sehr niedrigen Anfangsdosis von 3,125 mg zweimal täglich. Die Dosis wird frühestens alle zwei Wochen verdoppelt, sofern die vorherige Dosis gut vertragen wurde. Dieser langsame Dosistitrierungsprozess ist wichtig, da das geschwächte Herz Zeit braucht, sich an den Betablocker anzupassen. Eine zu schnelle Steigerung kann die Herzfunktion vorübergehend verschlechtern.
Niemals abrupt absetzen
Setzen Sie Carvedilol niemals plötzlich ab. Ein abruptes Absetzen kann einen gefährlichen Rebound-Effekt mit stark erhöhter Herzfrequenz und Blutdruck auslösen, der schwerwiegende kardiale Ereignisse nach sich ziehen kann. Sollte ein Absetzen aus medizinischen Gründen notwendig sein, muss die Dosis schrittweise über mindestens ein bis zwei Wochen reduziert werden.
Bei Herzinsuffizienz wird mit einer sehr niedrigen Anfangsdosis von 3,125 mg zweimal taglich begonnen und die Dosis alle zwei Wochen verdoppelt, sofern die Therapie vertragen wird, bis zu einer Zieldosis von 25 mg zweimal taglich (bei Patienten uber 85 kg: 50 mg zweimal taglich). Bei Hypertonie betragt die Anfangsdosis 12,5 mg einmal taglich, die nach zwei Wochen auf 25 mg erhoht werden kann.
Carvedilol sollte mit den Mahlzeiten eingenommen werden, um die Resorptionsrate zu verlangsamen und orthostatische Hypotonie zu reduzieren. Bei Patienten mit Leberinsuffizienz ist Vorsicht geboten, da die Metabolisierung des Carvedilols eingeschrankt sein kann. Eine Dosisanpassung bei alteren Patienten oder leichter bis mittlerer Niereninsuffizienz ist in der Regel nicht erforderlich.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Schwindel, Müdigkeit, niedriger Blutdruck, Durchfall und langsamer Herzschlag treten besonders zu Beginn und bei Dosiserhöhungen auf.
Gelegentliche Nebenwirkungen
Gewichtszunahme, Sehstörungen, trockene Augen, Atemnot bei Belastung oder Potenzstörungen können vorkommen.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Dosis bei Herzinsuffizienz sehr langsam steigern. Kann Unterzuckerungszeichen bei Diabetikern verschleiern. Langsam aufstehen, um Schwindel zu vermeiden. Tränenflüssigkeit kann reduziert sein.
Gegenanzeigen
Carvedilol ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Carvedilol oder einen der sonstigen Bestandteile. Das Praparat darf nicht angewendet werden bei dekompensierter Herzinsuffizienz, die eine intravenose inotrope Therapie erfordert, bei kardiogenem Schock oder klinisch relevantem Leberversagen.
Weitere Kontraindikationen sind schwerer AV-Block (Grad II oder III ohne Herzschrittmacher), sick-sinus-Syndrom sowie schwere Bradykardie. Bei bronchospastischen Erkrankungen wie Asthma bronchiale oder schwerer COPD ist Carvedilol kontraindiziert, da auch der nicht-selektive Betablocker-Anteil des Carvedilols Bronchokonstriktion verursachen kann.
Patienten mit schwerem Raynaud-Syndrom, schwerer peripherer arterieller Verschlusskrankheit sowie Patienten mit unbehandeltem Phaochromozytom durfen Carvedilol nicht einnehmen. Das Praparat darf nicht abrupt abgesetzt werden, da Rebound-Effekte drohen. Bei metabolischer Azidose und bei gleichzeitiger Einnahme von MAO-Hemmern ist Carvedilol ebenfalls kontraindiziert.
Häufig gestellte Fragen
Warum zum Essen einnehmen?
Was unterscheidet Carvedilol von Bisoprolol?
Darf ich Alkohol trinken?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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