
Cerazette
Diese Website bietet allgemeine Informationen über Medikamente nur zu Bildungszwecken. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Medikamente einnehmen.
Medikament wählen
Dosierung und Menge auswählen
Online-Konsultation
Geprüft von einem qualifizierten Arzt
Schnelle, diskrete Lieferung
Direkt an Ihre Tür geliefert
Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Cerazette ist eine Minipille, die ausschliesslich das Gestagen Desogestrel enthält und zur hormonellen Empfängnisverhütung eingesetzt wird. Im Gegensatz zu kombinierten Pillen enthält Cerazette kein Östrogen.
Wie wirkt Cerazette?
Cerazette verhindert zuverlässig den Eisprung, was es von älteren Gestagenpillen unterscheidet, die hauptsächlich über eine Verdickung des Zervixschleims wirken. Zusätzlich verdickt es den Zervixschleim, wodurch Spermien erschwert in die Gebärmutter gelangen, und dünnt die Gebärmutterschleimhaut aus.
Für wen ist Cerazette besonders geeignet?
Cerazette ist eine wichtige Alternative für Frauen, die kein Östrogen einnehmen dürfen oder wollen, etwa stillende Mütter, Raucherinnen über 35 Jahre, oder Frauen mit Migräne mit Aura, Bluthochdruck oder erhöhtem Thromboserisiko.
Anwendung & Dosierung
Einnahme und Zeitplan
Cerazette wird einmal täglich zur gleichen Uhrzeit eingenommen, ohne Einnahmepause zwischen den Packungen. Die Einnahme sollte möglichst nicht mehr als zwölf Stunden von der gewohnten Zeit abweichen. Wenn Sie eine Tablette vergessen und die Einnahme mehr als zwölf Stunden verspätet ist, ist der Empfängnisschutz möglicherweise eingeschränkt und Sie sollten für sieben weitere Tage zusätzlich ein Kondom verwenden.
Beginn der Einnahme
Beginnnen Sie die Einnahme idealerweise am ersten Tag Ihrer Menstruation, dann ist sofort ein zuverlässiger Verhütungsschutz gewährleistet. Bei einem späteren Beginn im Zyklus ist für die ersten sieben Tage eine zusätzliche Verhütungsmethode erforderlich. Cerazette wird durchgehend eingenommen, auch während der Blutung, ohne Pause zwischen den Packungen.
Besonderheiten in der Stillzeit
Stillende Mütter können Cerazette ab dem 21. Tag nach der Geburt anwenden. Desogestrel geht in geringen Mengen in die Muttermilch über, bisher wurden jedoch keine schädlichen Auswirkungen auf gestillte Säuglinge berichtet. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, wenn Sie Fragen zur Verhütung in der Stillzeit haben.
Cerazette wird oral eingenommen: eine Tablette täglich, vorzugsweise zur gleichen Tageszeit (innerhalb eines Zeitfensters von 12 Stunden), ohne Einnahmepause zwischen den Packungen. Die Einnahme beginnt am ersten Tag des Menstruationszyklus; wird sie später begonnen, ist für die ersten 7 Tage eine zusätzliche Verhütungsmethode erforderlich.
Nach der Entbindung kann Cerazette ab dem 21. Tag nach der Geburt begonnen werden, ohne dass ein weiteres Verhütungsmittel benötigt wird. Stillende Mütter können Cerazette anwenden; der Wirkstoff geht in geringen Mengen in die Muttermilch über, bisher wurden jedoch keine schädlichen Auswirkungen auf gestillte Säuglinge berichtet. Bei Vergessen einer Tablette (mehr als 12 Stunden spät) ist für 7 Tage eine zusätzliche Verhütungsmethode notwendig.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Unregelmässige Blutungen oder das Ausbleiben der Blutung sind die häufigsten Nebenwirkungen. Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Brustspannen und Akne können ebenfalls auftreten.
Seltene Nebenwirkungen
Eierstockzysten, Haarausfall oder Gewichtszunahme werden gelegentlich berichtet. Das Thromboserisiko ist bei reinen Gestagenpillen deutlich geringer als bei kombinierten Pillen.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Cerazette schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen. Wenn die Einnahme um mehr als zwölf Stunden verspätet ist, kann der Empfängnisschutz beeinträchtigt sein. Verwenden Sie für sieben Tage zusätzlich ein Kondom. Bei ungeklärten vaginalen Blutungen ist vor Beginn eine ärztliche Abklärung nötig.
Gegenanzeigen
Cerazette (Desogestrel) ist kontraindiziert bei bekannter oder vermuteter Schwangerschaft sowie bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Desogestrel oder einen der sonstigen Bestandteile. Bei bestehender oder in der Vorgeschichte bekannter venöser Thromboembolie (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) ist Cerazette kontraindiziert; ebenso bei bekannten koagulationsstörenden Erkrankungen.
Aktive oder rezente schwere Lebererkrankungen, bei denen sich die Leberfunktion noch nicht normalisiert hat, stellen eine weitere Kontraindikation dar. Hormonabhängige Malignome wie Brustkrebs (bestehend oder in der Vorgeschichte) sowie unklare vaginale Blutungen, bei denen eine gynäkologische Abklärung noch aussteht, schliessen die Anwendung von Cerazette aus.
Bei schweren arteriovenösen oder arteriellen Erkrankungen (z. B. Schlaganfall, Herzinfarkt in der Vorgeschichte) ist Cerazette ebenfalls nicht indiziert, obwohl das thrombotische Risiko im Vergleich zu kombinierten Kontrazeptiva geringer ist. Das Präparat ist ausschliesslich für Frauen bestimmt; es bietet keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen.
Häufig gestellte Fragen
Ist Cerazette so sicher wie die Kombi-Pille?
Warum bleibt meine Periode unter Cerazette aus?
Kann ich Cerazette in der Stillzeit nehmen?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
TopDoctors Profile