
Ebastin
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Ebastin ist ein Antihistaminikum der zweiten Generation zur Behandlung von allergischer Rhinitis und chronischer idiopathischer Urtikaria. Es bietet eine langanhaltende Wirkung mit minimaler Sedierung.
Wie wirkt Ebastin?
Ebastin blockiert selektiv die peripheren H1-Histaminrezeptoren und verhindert so die allergischen Symptome, die durch Histaminfreisetzung verursacht werden. Es wird in der Leber in seinen aktiven Metaboliten Carebastin umgewandelt, der eine besonders lange Halbwertszeit hat.
24-Stunden-Schutz
Dank der langen Wirkdauer des aktiven Metaboliten bietet Ebastin einen vollen 24-Stunden-Schutz gegen Allergiesymptome mit nur einer Tablette täglich.
Anwendung & Dosierung
Anwendungsgebiete von Ebastin
Ebastin wird zur symptomatischen Behandlung von allergischen Erkrankungen eingesetzt, insbesondere bei Heuschnupfen (allergische Rhinitis) und chronischer idiopathischer Urtikaria. Das Antihistaminikum blockiert Histamin-H1-Rezeptoren und lindert so Symptome wie Niesen, Nasenfluss, juckende Augen und Hautreaktionen.
Einsatz bei Urtikaria
Bei chronischer Urtikaria lindert Ebastin den Juckreiz und reduziert Quaddeln. Die tagliche Einnahme sorgt fur eine gleichmassige Wirkstoffkonzentration im Blut.
Die empfohlene Dosis fur Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren betragt 10 mg einmal taglich. Bei starkeren oder unzureichend kontrollierten Symptomen kann die Dosis bei Erwachsenen auf 20 mg taglich erhoht werden, sofern die nationalen Zulassungsbedingungen dies erlauben.
Bei Patienten mit mittelschwerer Leberinsuffizienz sollte die Tagesdosis auf 10 mg begrenzt werden; bei schwerer Leberinsuffizienz ist die Anwendung kontraindiziert. Fur Kinder unter 12 Jahren sind altersgerechte Formulierungen erhaltlich (Sirup oder Tabletten in niedrigerer Dosierung).
Ebastin kann unabhangig von Mahlzeiten eingenommen werden. Da Ebastin weniger sedierend wirkt als altere Antihistaminika, ist die Fahrtauglichkeit weniger beeintrachtigt. Gelegentlich kann jedoch Sedierung auftreten, besonders bei empfindlichen Personen.
Nebenwirkungen
Haufige Nebenwirkungen von Ebastin
Ebastin ist ein nicht-sedierendes Antihistaminikum der zweiten Generation. Zu den haufigsten Nebenwirkungen gehoren Kopfschmerzen, trockener Mund und gelegentliche Somnolenz. Selten kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen.
Herzrhythmusbezogene Risiken
In seltenen Fallen wurden QT-Verlangungen berichtet, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von CYP3A4-Hemmern. Patienten mit Herzerkrankungen sollten vor Einnahme arztlichen Rat einholen. Bei Auftreten von Herzklopfen oder Schwindel sollte die Behandlung uberpruft werden.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Bei schwerer Leberinsuffizienz Dosis anpassen, da die Umwandlung in den aktiven Metaboliten beeinträchtigt sein kann. Nicht zusammen mit starken CYP3A4-Hemmern (Ketoconazol, Erythromycin) in hohen Dosen anwenden.
Gegenanzeigen
Ebastin ist kontraindiziert bei bekannter schwerer Leberinsuffizienz, da der Wirkstoff extensiv hepatisch metabolisiert wird und sich bei Leberversagen toxische Spiegel aufbauen konnen. Bei bekannter QT-Verlangung des Herzrhythmus oder angeborenem Long-QT-Syndrom ist die Anwendung kontraindiziert.
Uberempfindlichkeit gegen Ebastin oder einen der Hilfsstoffe der Tablette ist eine absolute Kontraindikation. Die gleichzeitige Einnahme von starken CYP3A4-Hemmern wie Ketoconazol, Itraconazol oder bestimmten Makrolid-Antibiotika kann die Ebastin-Plasmaspiegel erheblich erhohen und das Risiko von Herzrhythmusstorungen verstarken.
Bei Patienten mit bekannten Herzerkrankungen, Elektrolytstorungen (insbesondere Hypokaliamie) oder gleichzeitiger Behandlung mit anderen QT-verlangernden Substanzen ist Ebastin vorsichtig einzusetzen. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Ebastin nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwagung verwendet werden.
Häufig gestellte Fragen
Macht Ebastin müde?
Kann ich Ebastin langfristig nehmen?
Was ist der Unterschied zu Cetirizin?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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