
Evorel
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Evorel ist ein Hormonersatzpflaster, das Estradiol über die Haut abgibt und zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden eingesetzt wird. Es gehört zur Gruppe der transdermalen Hormonersatztherapien und wird bei Frauen angewendet, die an Östrogenmangelsymptomen leiden.
Wie wirkt Evorel?
Das Pflaster enthält Estradiol in einer Matrixstruktur, die den Wirkstoff gleichmäßig über 3 bis 4 Tage durch die Haut in den Blutkreislauf abgibt. Dort ersetzt es das fehlende körpereigene Östrogen und lindert dadurch typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und vaginale Trockenheit.
Wann wird Evorel verschrieben?
Evorel wird Frauen verschrieben, die an moderaten bis schweren Symptomen des Östrogenmangels nach der Menopause leiden. Bei Frauen mit intakter Gebärmutter muss es zusammen mit einem Gestagen angewendet werden, um das Endometrium vor Überstimulation zu schützen. Alternativ kann das Kombinationspräparat Evorel Conti verwendet werden.
Anwendung & Dosierung
Anwendung
Kleben Sie das Pflaster auf eine saubere, trockene und unbehaarte Hautstelle unterhalb der Taille, zum Beispiel auf den Bauch oder das Gesäß. Drücken Sie es 10 bis 20 Sekunden fest an, um einen guten Halt zu gewährleisten. Kleben Sie es nicht auf die Brüste.
Pflasterwechsel
Wechseln Sie das Pflaster zweimal pro Woche, also alle 3 bis 4 Tage. Verwenden Sie bei jedem Wechsel eine andere Hautstelle, um Irritationen zu vermeiden. Das Pflaster kann beim Duschen und Baden getragen werden.
Evorel Pflaster sind in vier Starkegrossen erhaltlich: 25, 50, 75 und 100 Mikrogramm Estradiol pro 24 Stunden. Die Behandlung wird in der Regel mit Evorel 50 begonnen und nach vier bis sechs Wochen je nach Beschwerden und Vertraglichkeit angepasst.
Das Pflaster wird zweimal wochentlich an einem fettarmen, trockenen Bereich der Korperunterseite (Bauch, Hinterteil) aufgeklebt und nach drei bis vier Tagen durch ein neues ersetzt. Es ist dabei stets auf eine andere Stelle zu achten, um Hautreizungen zu vermeiden. Das Pflaster sollte nicht auf die Bruste aufgeklebt werden.
Frauen mit intakter Gebarmutte mussen zusatzlich ein Gestagen fur zwolf bis vierzehn Tage pro Zyklus oder als kontinuierliche Kombinationstherapie einnehmen. Die Behandlungsdauer sollte auf das kurzest notwendige Intervall begrenzt werden, und die Notwendigkeit der Therapie sollte regelmasig arztlich uberpruft werden.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Hautreizungen an der Klebestelle (Rötung, Juckreiz) treten häufig auf, sind aber meist mild. Brustspannen, Kopfschmerzen und gelegentliche Übelkeit sind weitere häufige systemische Nebenwirkungen, die sich oft in den ersten Wochen bessern.
Seltene Nebenwirkungen
In seltenen Fällen können Blutgerinnsel, ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Langzeitanwendung oder Gallenblasenprobleme auftreten. Ungewöhnliche Symptome wie plötzliche Atemnot, starke Beinschmerzen oder anhaltende Bauchschmerzen erfordern sofortige ärztliche Hilfe.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Gestagenergänzung
Frauen mit intakter Gebärmutter müssen während der Anwendung von Evorel zusätzlich ein Gestagen für mindestens 12 bis 14 Tage pro Monatszyklus einnehmen, um einer Endometriumhyperplasie vorzubeugen.
Regelmäßige Kontrollen
Die Notwendigkeit der HRT sollte mindestens einmal jährlich überprüft werden. Regelmäßige Brustuntersuchungen und Mammografien sind während der Behandlung empfohlen. Informieren Sie Ihre Ärztin über jede Veränderung Ihrer Krankengeschichte.
Gegenanzeigen
Evorel (Estradiol-Pflaster) ist kontraindiziert bei bekanntem oder vermutetem Brustkrebs sowie anderen ostrogenabhangigen Malignomen. Auch eine Vorgeschichte von Brustkrebs schliesst die Anwendung aus. Unbehandelte Endometriumhyperplasie und Endometriumkarzinom sind ebenfalls absolute Kontraindikationen, da exogene Ostrogene unkontrolliertes Endometriumwachstum fordern.
Bei aktiver oder fruherer venooser Thromboembolie (tiefe Beinvenenthrombose, Lungenembolie) sowie bei arterieller Thromboembolie (Herzinfarkt, Schlaganfall) ist Evorel kontraindiziert. Erbliche oder erworbene Thrombophilien (Faktor-V-Leiden-Mutation, Antithrombin-III-Mangel, Antiphospholipid-Antikoper) erhohen das Risiko erheblich. Obwohl transdermales Estradiol ein geringeres Thromboembolierisiko als orale Praparate hat, bleiben diese Kontraindikationen gutig.
Bei akuter Lebererkrankung oder chronisch schwerwiegender Leberinsuffizienz, bei Porphyrie und bei unkontrollierter Hypertriglyzeridamie ist Evorel kontraindiziert. Ungeklarte Genitalblutungen mussen vor Therapiebeginn vollstandig abgeklart werden. Schwangerschaft und Stillzeit sind absolute Kontraindikationen. Frauen mit intakter Gebarmutte mussen Evorel stets zusammen mit einem Gestagen einnehmen; die alleinige Ostrogengabe fuhrt bei ihnen zu unkontrollierter Endometriumproliferation.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Evorel und Evorel Conti?
Kann das Pflaster bei Sport getragen werden?
Kann ich die Klebestelle rasieren?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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