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Exelon

Exelon

Wirkstoff: Rivastigmin

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Exelon enthält den Wirkstoff Rivastigmin und wird zur Behandlung der leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz sowie der Demenz bei Morbus Parkinson eingesetzt. Es ist als Kapseln, Lösung und transdermales Pflaster erhältlich.

Wie wirkt Exelon?

Rivastigmin gehört zur Gruppe der Cholinesterasehemmer. Es blockiert die Enzyme Acetylcholinesterase und Butyrylcholinesterase, die für den Abbau des Botenstoffs Acetylcholin im Gehirn verantwortlich sind. Durch die Hemmung dieser Enzyme bleibt mehr Acetylcholin verfügbar, was die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen verbessert und kognitive Funktionen unterstützt.

Was kann Exelon leisten?

Exelon kann das Fortschreiten der Demenz verlangsamen und die Alltagsfähigkeiten, das Gedächtnis sowie die Aufmerksamkeit vorübergehend stabilisieren oder verbessern. Es heilt die Erkrankung nicht, kann aber die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen spürbar verbessern.

Anwendung & Dosierung

Einnahme der Kapseln

Die Kapseln werden zweimal täglich zu den Mahlzeiten eingenommen, morgens und abends. Nehmen Sie sie mit etwas Wasser ein. Die Einnahme zu den Mahlzeiten reduziert das Risiko für Übelkeit erheblich.

Anwendung des Pflasters

Das transdermale Pflaster wird einmal täglich auf eine saubere, trockene, haarfreie und unverletzte Hautstelle auf dem Rücken, Oberarm oder Brustkorb geklebt. Wechseln Sie die Klebestelle täglich. Entfernen Sie das alte Pflaster, bevor Sie ein neues aufkleben.

Exelon (Rivastigmin) ist ein Acetylcholinesterase- und Butyrylcholinesterase-Hemmer zur Behandlung leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz sowie der Demenz bei Parkinson-Krankheit. Die orale Therapie beginnt mit 1,5 mg zweimal taglich zu den Mahlzeiten; nach mindestens zwei Wochen kann auf 3 mg zweimal taglich gesteigert werden, sofern die vorherige Dosis gut vertragen wurde. Die Steigerung erfolgt in weiteren Schritten auf 4,5 mg und maximal 6 mg zweimal taglich.

Bei oraler Anwendung muss Exelon mit den Mahlzeiten eingenommen werden, da dies gastrointestinale Nebenwirkungen (Ubelkeit, Erbrechen, Durchfall) erheblich vermindert. Als transdermales Pflaster (Exelon Patch) ist die Startdosis 4,6 mg/24h einmal taglich; nach mindestens vier Wochen Steigerung auf 9,5 mg/24h als Erhaltungsdosis. Die maximale transdermale Dosis betragt 13,3 mg/24h.

Wenn die Behandlung mehr als drei Tage unterbrochen wurde, muss die Therapie mit der niedrigsten Dosis wieder begonnen werden. Das Pflaster wird taglich gewechselt, auf saubere, trockene, haarlose Haut aufgeklebt und die Applikationsstelle rotiert. Bei Patienten mit korperlichem Gewicht unter 50 kg ist das Risiko fur gastrointestinale Nebenwirkungen erhOht; eine vorsichtige Titration ist besonders wichtig.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit sind die häufigsten Nebenwirkungen, besonders während der Dosissteigerungsphase. Auch Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit können auftreten. Diese Beschwerden bessern sich oft, wenn der Körper sich an das Medikament gewöhnt hat.

Seltene, aber ernste Nebenwirkungen

In seltenen Fällen können starke Gewichtsabnahme, Magengeschwüre, Herzrhythmusstörungen oder schwere Hautreaktionen (beim Pflaster) auftreten. Bei anhaltendem Erbrechen, Blut im Stuhl oder ausgeprägten Hautreaktionen sollte umgehend ärztliche Hilfe gesucht werden.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Wichtige Hinweise

Die Dosissteigerung sollte langsam und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Bei einer Behandlungsunterbrechung von mehr als 3 Tagen muss die Therapie mit der niedrigsten Dosis neu begonnen werden, um schwere Nebenwirkungen zu vermeiden. Patienten mit sehr niedrigem Körpergewicht haben ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen.

Pflaster und orale Form

Verwenden Sie niemals gleichzeitig das Pflaster und die orale Form. Beim Wechsel von Kapseln auf das Pflaster wird Ihre Ärztin den Zeitpunkt und die Pflasterstärke festlegen.

Gegenanzeigen

Exelon ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber Rivastigmin, Carbamatderivaten oder einem der Hilfsstoffe. Bei Patienten, die fruher schwerwiegende Hautreaktionen (z. B. allergische Kontaktdermatitis) am Pflasterapplikationsort entwickelt haben, sollte auf die orale Darreichungsform ausgewichen oder das Praparat vollstandig abgesetzt werden.

Bei schwerwiegendem Sick-Sinus-Syndrom oder anderen kardialen Uberleitungsstorungen sollte Exelon mit Vorsicht angewendet werden, da Cholinesterase-Hemmer die Herzfrequenz senken konnen. Patienten mit aktiver gastrointestinaler Ulzeraton oder obstruktiven Erkrankungen (z. B. Ileus) durfen Exelon nicht erhalten, da Cholinesterase-Hemmer die Magenentleerung verlangsamen und Geschwure verstarken konnen.

Bei schwerem Asthma bronchiale oder schwerer COPD ist Vorsicht geboten, da Rivastigmin die Bronchialsekretion erhohen und Bronchokonstriktion verstarken kann. Bei Anfallserkrankungen (Epilepsie), schwerwiegenden psychotischen Storungen (z. B. Schizophrenie) und bei Patienten, die gleichzeitig andere Cholinomimetika oder Anticholinergika einnehmen, ist besondere Vorsicht geboten, da Wirkungsverstarkung oder -abschwachung resultieren kann.

Häufig gestellte Fragen

Kann Exelon Alzheimer heilen?
Nein, Exelon kann Alzheimer nicht heilen oder dauerhaft aufhalten. Es kann jedoch das Fortschreiten der Symptome verlangsamen und die Alltagsfähigkeiten vorübergehend stabilisieren, was die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer pflegenden Angehörigen deutlich verbessern kann.
Was sind die Vorteile des Pflasters gegenüber den Kapseln?
Das Pflaster bietet eine gleichmäßigere Wirkstoffabgabe über 24 Stunden und verursacht in der Regel weniger Übelkeit und Erbrechen als die orale Form. Zudem ist es einfacher in der Handhabung, besonders wenn Betroffene Schwierigkeiten mit der Einnahme von Tabletten haben.
Was passiert, wenn eine Dosis vergessen wird?
Wenn eine Dosis ausgelassen wird, nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein. Verdoppeln Sie keine Dosis. Bei einem vergessenen Pflaster kleben Sie ein neues auf und wechseln Sie es dann wie gewohnt am nächsten regulären Wechseltag.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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