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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Exforge ist ein Kombinationspräparat zur Behandlung von Bluthochdruck, das die Wirkstoffe Amlodipin und Valsartan in einer Tablette vereint. Durch die Kombination zweier unterschiedlicher Wirkansätze wird eine effektivere Blutdrucksenkung erreicht.
Wie wirkt Exforge?
Amlodipin ist ein Kalziumkanalblocker, der die glatte Muskulatur der Blutgefäße entspannt und so den Gefäßwiderstand senkt. Valsartan ist ein Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB), der die Wirkung des blutdrucksteigernden Hormons Angiotensin II blockiert. Gemeinsam senken sie den Blutdruck über zwei verschiedene Mechanismen, was bei vielen Patienten wirksamer ist als eine Monotherapie.
Wann wird Exforge verschrieben?
Exforge wird eingesetzt, wenn eine Monotherapie mit einem einzelnen Blutdruckmittel nicht ausreicht, um den Blutdruck auf Zielwerte zu senken. Es kann auch als Erstlinientherapie bei Patienten verschrieben werden, bei denen voraussichtlich eine Kombinationstherapie erforderlich ist.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie Exforge einmal täglich ein, mit oder ohne Essen, vorzugsweise immer zur gleichen Tageszeit. Die Tablette wird im Ganzen mit Wasser geschluckt.
Behandlungsdauer
Bluthochdruck erfordert eine Langzeitbehandlung. Setzen Sie Exforge nicht eigenmächtig ab, auch wenn Sie sich gut fühlen. Ein hoher Blutdruck verursacht oft keine spürbaren Symptome, schädigt aber langfristig die Blutgefäße und Organe.
Exforge ist in vier Dosiskombinationen erhaltlich: 5/80 mg, 5/160 mg, 10/160 mg und 10/320 mg (Amlodipin/Valsartan). Die Wahl der Starke richtet sich nach dem individuellen Therapiebedarf und wird in der Regel von bereits bewiesenen Monotherapien abgeleitet.
Die empfohlene Anfangsdosis ist 5/80 mg einmal taglich. Bei unzureichender Blutdrucksenkung nach zwei bis vier Wochen kann die Dosis schrittweise auf 5/160 mg, 10/160 mg und maximal 10/320 mg gesteigert werden. Die Tabletten werden einmal taglich zu gleicher Tageszeit, unabhangig von den Mahlzeiten, eingenommen.
Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz sollte die tagliche Valsartan-Dosis 80 mg nicht uberschreiten. Bei schwerer Niereninsuffizienz ist Vorsicht geboten. Altere Patienten benotigen in der Regel keine spezifische Dosisanpassung, sollten aber engmaschig uberwacht werden.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Kopfschmerzen, Nasopharyngitis, periphere Ödeme (geschwollene Knöchel), Grippe-ähnliche Symptome und Müdigkeit gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen. Geschwollene Knöchel durch Amlodipin sind die am häufigsten berichtete Beschwerde und können durch die gleichzeitige Einnahme von Valsartan teilweise abgemildert werden.
Seltene Nebenwirkungen
Schwindel beim Aufstehen, Hautausschlag, Magen-Darm-Beschwerden und erhöhte Leberwerte treten selten auf. Bei Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion wie Schwellung von Gesicht oder Rachen suchen Sie sofort ärztliche Hilfe.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Wichtige Warnhinweise
Exforge darf in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da Valsartan schwere Schäden beim ungeborenen Kind verursachen kann. Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine wirksame Verhütung sicherstellen. Bei geplanter Schwangerschaft sollte rechtzeitig auf ein alternatives Blutdruckmittel umgestellt werden.
Nierenfunktion
Die Nierenfunktion und die Kaliumwerte im Blut sollten regelmäßig kontrolliert werden, insbesondere zu Beginn der Behandlung und bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika oder NSAIDs.
Gegenanzeigen
Exforge kombiniert Amlodipin (Kalziumkanalblocker) und Valsartan (Angiotensin-II-Blocker) in einer Tablette. Das Praparat ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber einem der beiden Wirkstoffe, gegenuber anderen Dihydropyridinen oder anderen Sartanen sowie gegenuber den sonstigen Hilfsstoffen. Allergische Kreuzreaktionen innerhalb der jeweiligen Wirkstoffklassen sind beschrieben.
In der Schwangerschaft ist Exforge kontraindiziert, insbesondere im zweiten und dritten Trimester, da Valsartan (wie alle Angiotensin-II-Blocker) zu schwerwiegenden Nierenfunktionsstorungen, Oligohydramnion und Skelettfehlbildungen beim Fetus fuhren kann. Exforge sollte vor einer geplanten Schwangerschaft durch eine geeignete Alternative ersetzt werden. Bei schwerer Leber- oder Gallenwegserkrankung (Cholestase) ist Exforge kontraindiziert, da Valsartan uberwiegend biliaris ausgeschieden wird.
Die gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren ist kontraindiziert bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschrankter Nierenfunktion (GFR unter 60 ml/min), da das Risiko fur Nierenfunktionsverschlechterung, Hyperkaliamie und Hypotonie steigt. Bei kardiogenem Schock, hamodynamisch instabiler Herzinsuffizienz und schwerwiegender Hypotonie sollte Exforge nicht eingesetzt werden. Patienten mit Nierenarterienstenose beider Nieren oder solitarer Niere benootigen besondere Uberwachung.
Häufig gestellte Fragen
Warum eine Kombination statt zwei einzelne Tabletten?
Kann ich Grapefruit essen, während ich Exforge nehme?
Was passiert, wenn ich eine Dosis vergesse?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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