
Famotidine
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Famotidin gehört zur Gruppe der H2-Rezeptorblocker und wird zur Behandlung von Sodbrennen, Magengeschwüren und Refluxkrankheit eingesetzt. Es reduziert die Säureproduktion im Magen und schafft so die Voraussetzung für die Heilung geschädigter Schleimhaut.
Wie wirkt Famotidin?
Famotidin blockiert die Histamin-H2-Rezeptoren an den Belegzellen der Magenschleimhaut. Histamin ist einer der wichtigsten Auslöser für die Magensäureproduktion. Durch die Blockade dieser Rezeptoren wird die Säuresekretion sowohl im Ruhezustand als auch nach Nahrungsaufnahme deutlich reduziert.
Anwendungsgebiete
Famotidin wird bei Sodbrennen, gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD), Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, Zollinger-Ellison-Syndrom und zur Vorbeugung stressbedingter Magenblutungen eingesetzt. Es ist in niedrigeren Dosierungen auch rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie Famotidin mit einem Glas Wasser ein. Bei Sodbrennen kann die Tablette nach Bedarf eingenommen werden. Bei Magengeschwüren erfolgt die Einnahme in der Regel einmal täglich abends vor dem Schlafengehen oder zweimal täglich morgens und abends.
Zeitpunkt
Zur Vorbeugung von Sodbrennen können Sie Famotidin 15 bis 60 Minuten vor einer Mahlzeit einnehmen, von der Sie Beschwerden erwarten. Die Wirkung setzt innerhalb einer Stunde ein und hält bis zu 12 Stunden an.
Famotidin ist ein H2-Rezeptorantagonist, der die Magensauresekretion hemmt und bei verschiedenen gastrointestinalen Erkrankungen eingesetzt wird. Bei der Behandlung aktiver Magen- oder Zwolffingerdarmgeschwure wird 40 mg einmal taglich abends oder 20 mg zweimal taglich (morgens und abends) uber 4 bis 8 Wochen gegeben. Zur Erhaltungstherapie und Rezidivprophylaxe reichen danach 20 mg einmal taglich abends.
Bei gastroosophagealem Reflux (GERD) und Sodbrennen werden 20 mg zweimal taglich uber bis zu 6 Wochen eingesetzt; zur Selbstmedikation bei akutem Sodbrennen sind 10 bis 20 mg nach Bedarf zugelassen, maximal zweimal taglich. Das Zollinger-Ellison-Syndrom erfordert haufig hohere individuelle Dosen, die nach Magensauresekretion titriert werden. Fur Kinder ab 12 Jahren gelten in der Regel dieselben Dosierungen wie fur Erwachsene.
Bei eingeschrankter Nierenfunktion (GFR unter 30 ml/min) sollte die Dosis auf 20 mg einmal taglich reduziert oder das Dosierungsintervall auf 36 bis 48 Stunden verlangert werden, um eine Akkumulation zu verhindern. Famotidin kann mit oder ohne Mahlzeiten eingenommen werden; bei Sodbrennen ist die Einnahme etwa 15 bis 30 Minuten vor der Mahlzeit am wirksamsten. Bei der Selbstmedikation uber 14 Tage ohne Besserung ist eine arztliche Konsultation notwendig.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Kopfschmerzen, Schwindel, Verstopfung und Durchfall sind die häufigsten Nebenwirkungen, treten aber insgesamt selten auf. Famotidin wird im Allgemeinen sehr gut vertragen und hat ein günstiges Nebenwirkungsprofil.
Seltene Nebenwirkungen
In seltenen Fällen können Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Geschmacksveränderungen, Hautausschlag oder Stimmungsschwankungen auftreten. Sehr selten sind schwere Leber- oder Blutbildveränderungen beschrieben worden.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Vor der Behandlung
Bei anhaltenden Magenbeschwerden sollte vor Behandlungsbeginn eine bösartige Erkrankung des Magens ausgeschlossen werden, da Famotidin deren Symptome maskieren kann. Dies gilt besonders für Patienten über 55 mit neu aufgetretenen Beschwerden.
Nierenfunktion
Bei eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosis reduziert werden, da Famotidin überwiegend über die Nieren ausgeschieden wird. Informieren Sie Ihre Ärztin über bestehende Nierenerkrankungen.
Gegenanzeigen
Famotidin ist bei Patienten mit bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber Famotidin, anderen H2-Antagonisten oder einem der sonstigen Bestandteile des Praparats kontraindiziert. Bei allergischen Reaktionen wie Hautausschlag, Atemnot oder anaphylaktischen Symptomen muss die Behandlung sofort abgebrochen werden.
Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) muss die Dosierung angepasst oder das Intervall zwischen den Einzelgaben verlangert werden, um eine Kumulation des Wirkstoffs zu vermeiden. Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz benotigen eine besonders sorgfaltige arztliche Uberwachung.
Famotidin ist wahrend der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach strikter Nutzen-Risiko-Abwagung einzusetzen. Fur Kinder unter 1 Jahr liegen keine ausreichenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit vor. Patienten, bei denen ein Magenkarzinom ausgeschlossen werden muss, sollten vor Behandlungsbeginn entsprechend untersucht werden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Famotidin und einem PPI?
Kann ich Famotidin dauerhaft einnehmen?
Kann ich Famotidin zusammen mit Antazida nehmen?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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