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Femodette

Femodette

Wirkstoff: Ethinylestradiol 20 µg und Gestoden 75 µg

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Femodette ist ein niedrig dosiertes kombiniertes orales Kontrazeptivum, das Ethinylestradiol und Gestoden enthält. Es bietet einen zuverlässigen Empfängnisschutz bei besonders niedriger Östrogendosis, was die Verträglichkeit für viele Frauen verbessert.

Wie wirkt Femodette?

Wie alle kombinierten Pillen wirkt Femodette über drei Mechanismen: Es hemmt den Eisprung, verdickt den Zervixschleim als Barriere für Spermien und verändert die Gebärmutterschleimhaut, um die Einnistung zu erschweren. Die niedrige Östrogendosis von nur 20 µg reicht aus, um diese Wirkungen zuverlässig aufrechtzuerhalten.

Vorteile der niedrigen Dosierung

Durch den reduzierten Östrogengehalt treten östrogenbedingte Nebenwirkungen wie Brustspannen, Übelkeit und Wassereinlagerungen bei Femodette seltener auf als bei höher dosierten Pillen. Dies macht es zu einer bevorzugten Wahl für Frauen, die östrogenempfindlich reagieren.

Anwendung & Dosierung

Einnahme

Nehmen Sie täglich eine Tablette zur gleichen Uhrzeit ein. Der Blister enthält 21 Tabletten für 21 Einnahmetage. Danach folgt eine 7-tägige Pause, in der die Abbruchblutung einsetzt. Nach der Pause beginnen Sie mit dem nächsten Blister.

Einnahmestart

Starten Sie mit der ersten Tablette am ersten Tag Ihrer Periodenblutung. So sind Sie ab dem ersten Tag geschützt. Bei späterem Beginn sollten Sie in den ersten 7 Tagen zusätzlich verhüten.

Femodette wird als Einphasenpille uber 21 Tage eingenommen. Jede Tablette enthalt 20 Mikrogramm Ethinylestradiol und 75 Mikrogramm Gestoden. Nach 21 Tagen folgt eine siebentaguige tablettenfreie Pause, wahrend der die Entzugsblutung auftritt.

Der Verhutungsschutz besteht wahrend der tablettenfreien Pause weiter, wenn die Einnahme korrekt und ohne Unterbrechung fortgesetzt wurde. Die Einnahme beginnt am ersten Tag der Menstruation, was einen sofortigen Verhutungsschutz bietet. Bei spaterm Einnahmebeginn (Tag 2 bis 5) ist fur die ersten sieben Tage eine zusatzliche Verhutungsmethode erforderlich.

Bei Vergessen einer Tablette: Wenn die Verzogerung weniger als zwolf Stunden betragt, sofort die vergessene Tablette einnehmen; der Schutz bleibt erhalten. Bei Verzogerungen von mehr als zwolf Stunden konnte der Schutz fur sieben Tage beeintrachtigt sein, und eine zusatzliche Methode wird empfohlen.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Kopfschmerzen, Übelkeit, Brustspannen und Stimmungsschwankungen können besonders in den ersten Zyklen auftreten. Zwischenblutungen oder Schmierblutungen sind bei der niedrigen Östrogendosis etwas häufiger als bei Pillen mit 30 µg Ethinylestradiol, bessern sich aber meist nach den ersten 3 Monaten.

Seltene, aber ernste Nebenwirkungen

Das leicht erhöhte Thromboserisiko besteht wie bei allen kombinierten hormonellen Kontrazeptiva. Warnsignale sind plötzliche starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, einseitige Beinschwellungen oder Atemnot. Bei solchen Symptomen ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Thromboserisiko

Das Risiko für Blutgerinnsel ist bei kombinierten Pillen leicht erhöht. Raucherinnen über 35, Frauen mit Übergewicht, bei längerer Immobilisation oder familiärer Thromboseneigung haben ein höheres Risiko. Besprechen Sie Ihre individuellen Risikofaktoren mit Ihrer Ärztin.

Medikamentenwechselwirkungen

Einige Medikamente können die Wirksamkeit von Femodette herabsetzen, darunter bestimmte Antiepileptika, HIV-Medikamente, Rifampicin und Johanniskraut. Informieren Sie Ihre Ärztin über alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen.

Gegenanzeigen

Femodette ist eine niedrigdosierte kombinierte orale Kontrazeptiva und ist kontraindiziert bei bekannten oder zuvor aufgetretenen venosen Thromboembolien (tiefe Beinvenenthrombose, Lungenembolie). Erbliche oder erworbene Thrombophilien (z. B. Faktor-V-Leiden, Protein-C-Mangel, Antiphospholipid-Syndrom) erhohen das Thromboembolierisiko erheblich; eine Anamnese-Erhebung vor Verordnung ist zwingend.

Bei arteriellen Erkrankungen (Schlaganfall, Herzinfarkt, Angina pectoris), unkontrolliertem Bluthochdruck (Hypertonie), Migrane mit Aura und bei Diabetes mellitus mit vaskularen Komplikationen ist Femodette kontraindiziert. Raucherinnen uber 35 Jahre haben ein deutlich erhohtes Herz-Kreislauf-Risiko unter kombinierten Kontrazeptiva; Rauchen ist daher eine starke Kontraindikation.

Bei bekanntem oder vermutetem hormonabhangigem Malignom (Brustkrebs, bestimmte Endometrium- oder Lebertumore) und bei aktiver oder vorheriger schwerwiegender Lebererkrankung, bei der sich die Leberwerte nicht normalisiert haben, ist Femodette kontraindiziert. Ungeklarte Genitalblutungen mussen vor Einnahme abgeklart werden. Schwangerschaft ist eine absolute Kontraindikation; bei Verdacht auf Schwangerschaft muss ein Test durchgefuhrt werden, bevor Femodette erneut begonnen wird.

Häufig gestellte Fragen

Ist Femodette sicherer als höher dosierte Pillen?
Femodette hat aufgrund der niedrigeren Östrogendosis möglicherweise ein etwas geringeres Risiko für bestimmte östrogenbedingte Nebenwirkungen. Das Thromboserisiko ist jedoch bei allen kombinierten Pillen ähnlich und hängt stärker vom Gestagentyp und den individuellen Risikofaktoren ab.
Was tun bei Zwischenblutungen?
Schmierblutungen in den ersten 3 Monaten sind bei niedrig dosierten Pillen häufiger und kein Grund zur Sorge. Nehmen Sie die Pille weiterhin regelmäßig ein. Sollten die Blutungen nach 3 Zyklen nicht aufhören, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin einen möglichen Wechsel.
Kann ich die Pillenpause auslassen?
Ja, es ist medizinisch unbedenklich, mehrere Blister hintereinander ohne Pause einzunehmen, um die Abbruchblutung zu verschieben. Viele Frauenärztinnen empfehlen sogar einen Langzyklus. Besprechen Sie das Vorgehen mit Ihrer Ärztin.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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