
Femodette
Diese Website bietet allgemeine Informationen über Medikamente nur zu Bildungszwecken. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Medikamente einnehmen.
Medikament wählen
Dosierung und Menge auswählen
Online-Konsultation
Geprüft von einem qualifizierten Arzt
Schnelle, diskrete Lieferung
Direkt an Ihre Tür geliefert
Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Femodette ist ein niedrig dosiertes kombiniertes orales Kontrazeptivum, das Ethinylestradiol und Gestoden enthält. Es bietet einen zuverlässigen Empfängnisschutz bei besonders niedriger Östrogendosis, was die Verträglichkeit für viele Frauen verbessert.
Wie wirkt Femodette?
Wie alle kombinierten Pillen wirkt Femodette über drei Mechanismen: Es hemmt den Eisprung, verdickt den Zervixschleim als Barriere für Spermien und verändert die Gebärmutterschleimhaut, um die Einnistung zu erschweren. Die niedrige Östrogendosis von nur 20 µg reicht aus, um diese Wirkungen zuverlässig aufrechtzuerhalten.
Vorteile der niedrigen Dosierung
Durch den reduzierten Östrogengehalt treten östrogenbedingte Nebenwirkungen wie Brustspannen, Übelkeit und Wassereinlagerungen bei Femodette seltener auf als bei höher dosierten Pillen. Dies macht es zu einer bevorzugten Wahl für Frauen, die östrogenempfindlich reagieren.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie täglich eine Tablette zur gleichen Uhrzeit ein. Der Blister enthält 21 Tabletten für 21 Einnahmetage. Danach folgt eine 7-tägige Pause, in der die Abbruchblutung einsetzt. Nach der Pause beginnen Sie mit dem nächsten Blister.
Einnahmestart
Starten Sie mit der ersten Tablette am ersten Tag Ihrer Periodenblutung. So sind Sie ab dem ersten Tag geschützt. Bei späterem Beginn sollten Sie in den ersten 7 Tagen zusätzlich verhüten.
Femodette wird als Einphasenpille uber 21 Tage eingenommen. Jede Tablette enthalt 20 Mikrogramm Ethinylestradiol und 75 Mikrogramm Gestoden. Nach 21 Tagen folgt eine siebentaguige tablettenfreie Pause, wahrend der die Entzugsblutung auftritt.
Der Verhutungsschutz besteht wahrend der tablettenfreien Pause weiter, wenn die Einnahme korrekt und ohne Unterbrechung fortgesetzt wurde. Die Einnahme beginnt am ersten Tag der Menstruation, was einen sofortigen Verhutungsschutz bietet. Bei spaterm Einnahmebeginn (Tag 2 bis 5) ist fur die ersten sieben Tage eine zusatzliche Verhutungsmethode erforderlich.
Bei Vergessen einer Tablette: Wenn die Verzogerung weniger als zwolf Stunden betragt, sofort die vergessene Tablette einnehmen; der Schutz bleibt erhalten. Bei Verzogerungen von mehr als zwolf Stunden konnte der Schutz fur sieben Tage beeintrachtigt sein, und eine zusatzliche Methode wird empfohlen.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Kopfschmerzen, Übelkeit, Brustspannen und Stimmungsschwankungen können besonders in den ersten Zyklen auftreten. Zwischenblutungen oder Schmierblutungen sind bei der niedrigen Östrogendosis etwas häufiger als bei Pillen mit 30 µg Ethinylestradiol, bessern sich aber meist nach den ersten 3 Monaten.
Seltene, aber ernste Nebenwirkungen
Das leicht erhöhte Thromboserisiko besteht wie bei allen kombinierten hormonellen Kontrazeptiva. Warnsignale sind plötzliche starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, einseitige Beinschwellungen oder Atemnot. Bei solchen Symptomen ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Thromboserisiko
Das Risiko für Blutgerinnsel ist bei kombinierten Pillen leicht erhöht. Raucherinnen über 35, Frauen mit Übergewicht, bei längerer Immobilisation oder familiärer Thromboseneigung haben ein höheres Risiko. Besprechen Sie Ihre individuellen Risikofaktoren mit Ihrer Ärztin.
Medikamentenwechselwirkungen
Einige Medikamente können die Wirksamkeit von Femodette herabsetzen, darunter bestimmte Antiepileptika, HIV-Medikamente, Rifampicin und Johanniskraut. Informieren Sie Ihre Ärztin über alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen.
Gegenanzeigen
Femodette ist eine niedrigdosierte kombinierte orale Kontrazeptiva und ist kontraindiziert bei bekannten oder zuvor aufgetretenen venosen Thromboembolien (tiefe Beinvenenthrombose, Lungenembolie). Erbliche oder erworbene Thrombophilien (z. B. Faktor-V-Leiden, Protein-C-Mangel, Antiphospholipid-Syndrom) erhohen das Thromboembolierisiko erheblich; eine Anamnese-Erhebung vor Verordnung ist zwingend.
Bei arteriellen Erkrankungen (Schlaganfall, Herzinfarkt, Angina pectoris), unkontrolliertem Bluthochdruck (Hypertonie), Migrane mit Aura und bei Diabetes mellitus mit vaskularen Komplikationen ist Femodette kontraindiziert. Raucherinnen uber 35 Jahre haben ein deutlich erhohtes Herz-Kreislauf-Risiko unter kombinierten Kontrazeptiva; Rauchen ist daher eine starke Kontraindikation.
Bei bekanntem oder vermutetem hormonabhangigem Malignom (Brustkrebs, bestimmte Endometrium- oder Lebertumore) und bei aktiver oder vorheriger schwerwiegender Lebererkrankung, bei der sich die Leberwerte nicht normalisiert haben, ist Femodette kontraindiziert. Ungeklarte Genitalblutungen mussen vor Einnahme abgeklart werden. Schwangerschaft ist eine absolute Kontraindikation; bei Verdacht auf Schwangerschaft muss ein Test durchgefuhrt werden, bevor Femodette erneut begonnen wird.
Häufig gestellte Fragen
Ist Femodette sicherer als höher dosierte Pillen?
Was tun bei Zwischenblutungen?
Kann ich die Pillenpause auslassen?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
TopDoctors Profile