
Femoston/
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Femoston ist ein Hormonersatzpräparat zur sequenziellen Kombinationstherapie, das Estradiol und Dydrogesteron enthält. Es wird bei Frauen in der Perimenopause oder frühen Postmenopause mit intakter Gebärmutter eingesetzt, die unter Wechseljahresbeschwerden leiden.
Wie wirkt Femoston?
In der ersten Phase des 28-tägigen Zyklus liefert Femoston nur Estradiol, das die Östrogenmangelsymptome lindert. In der zweiten Phase wird zusätzlich Dydrogesteron zugeführt, ein gut verträgliches Gestagen, das die Gebärmutterschleimhaut vor der unkontrollierten Östrogenstimulation schützt und eine Endometriumhyperplasie verhindert.
Sequenzielle Therapie
Die sequenzielle Anwendung ahmt den natürlichen Hormonzyklus nach und führt in der Regel zu einer vorhersehbaren monatlichen Abbruchblutung in der gestagenfreien Phase. Diese Blutungen werden von vielen Frauen als vertraut und beruhigend empfunden.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie täglich eine Tablette ein, immer zur gleichen Tageszeit, unabhängig von den Mahlzeiten. Die Blisterpackung ist farblich gekennzeichnet: Beginnen Sie mit den Estradiol-Tabletten (erste Hälfte) und wechseln Sie dann zu den Kombinationstabletten (zweite Hälfte) mit Estradiol und Dydrogesteron.
Zyklusbeginn
Wenn Sie noch Periodenblutungen haben, beginnen Sie mit der Einnahme am ersten Tag Ihrer Menstruation. Wenn Ihre Periode ausgeblieben ist, können Sie jederzeit beginnen, nachdem eine Schwangerschaft ausgeschlossen wurde.
Femoston ist eine kombinierte Hormontherapie, die Estradiol und Dydrogesteron enthalt. Es ist in verschiedenen Starken erhaltlich: Femoston 1/10 (1 mg Estradiol + 10 mg Dydrogesteron) und Femoston 2/10 (2 mg Estradiol + 10 mg Dydrogesteron). Die Tabletten werden nach einem zyklischen Schema eingenommen: In den ersten 14 Tagen wird die Estradiol-Monopreparation und in den zweiten 14 Tagen die Kombipille eingenommen.
Die Behandlung wird mit der niedrigstmoglichen effektiven Dosis begonnen, in der Regel Femoston 1/10. Bei unzureichender Symptomkontrolle nach mindestens drei Zyklen kann auf die 2/10-Starke umgestellt werden. Die Tabletten werden jeweils zur gleichen Tageszeit unabhangig von den Mahlzeiten eingenommen. Eine verpasste Dosis sollte baldmoglichst nachgeholt werden, sofern es noch nicht Zeit fur die nachste Dosis ist.
Femoston ist ausschlielich fur Frauen mit intakter Gebarmutte geeignet, da die Gestagenkompooente den Endometrium schutzt. Die Therapienotwendigkeit wird regelmasig, mindestens jahrlich, mit der Arztin besprochen. Nach Absolvierung jedes Zyklus setzt in der Pause meistens eine Entzugsblutung ein. Regelmassige Kontrolluntersuchungen einschlielich Mammographie und Blutdruckmessung sind empfehlenswert.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Brustspannen, Rückenschmerzen und Stimmungsschwankungen sind die häufigsten Nebenwirkungen. Eine Abbruchblutung tritt bei den meisten Frauen während oder nach der Gestagenphase auf und ist normal.
Seltene Nebenwirkungen
Wie bei allen Hormonersatztherapien besteht ein leicht erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien und Brustkrebs bei Langzeitanwendung. Ungewöhnliche Blutungsmuster, starke Kopfschmerzen oder Sehstörungen sollten ärztlich abgeklärt werden.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Regelmäßige Kontrollen
Vor und während der Behandlung sind regelmäßige gynäkologische Untersuchungen, Brustuntersuchungen und Mammografien empfohlen. Die Notwendigkeit der Weiterbehandlung sollte mindestens einmal jährlich mit Ihrer Ärztin besprochen werden.
Blutungsunregelmäßigkeiten
Während der ersten Behandlungsmonate können unregelmäßige Blutungen oder Schmierblutungen auftreten. Sollten diese nach den ersten 6 Monaten weiterhin bestehen oder erstmals nach längerer Behandlung auftreten, ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.
Gegenanzeigen
Femoston ist kontraindiziert bei diagnostiziertem oder vermutetem ostrogenabhangigem Malignom (Brustkrebs, Endometriumkarzinom), bei aktiver oder in der Vorgeschichte aufgetretener venooser Thromboembolie (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) sowie bei arterieller Thromboembolie (Herzinfarkt, Schlaganfall). Patienten mit diagnostizierten erblichen oder erworbenen Thrombophilien wie Faktor-V-Leiden-Mutation oder Antiphospholipid-Syndrom haben ein deutlich erhohtes Risiko.
Bei akuter oder schwerwiegender chronischer Lebererkrankung, bei der sich die Leberwerte noch nicht normalisiert haben, ist die Anwendung von Femoston kontraindiziert. Ungeklarte Genitalblutungen mussen vor Beginn der Therapie zwingend abgeklart werden, da ein zugrunde liegendes Endometriumkarzinom ausgeschlossen werden muss. Porphyrie ist ebenfalls eine Kontraindikation.
Schwangerschaft und Stillzeit sind absolute Kontraindikationen. Femoston ist ausschlielich fur postmenopausale Frauen bestimmt; eine Anwendung vor der Menopause oder bei Frauen unter 40 Jahren ist nicht indiziert. Patienten mit bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber Estradiol, Dydrogesteron oder einem der Hilfsstoffe durfen Femoston ebenfalls nicht einnehmen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Femoston und Femoston Conti?
Ist Dydrogesteron besser verträglich als andere Gestagene?
Kann ich mit Femoston meine Knochendichte schützen?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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