
Femoston Conti/
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Femoston Conti ist ein kontinuierliches kombiniertes Hormonersatzpräparat, das Estradiol und Dydrogesteron in jeder Tablette enthält. Es ist für postmenopausale Frauen mit intakter Gebärmutter konzipiert, die eine blutungsfreie Hormonersatztherapie wünschen.
Wie wirkt Femoston Conti?
Estradiol ersetzt das fehlende körpereigene Östrogen und lindert die Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und vaginale Trockenheit. Dydrogesteron wird als Gestagen durchgehend zugeführt, um die Gebärmutterschleimhaut kontinuierlich zu schützen und so das Risiko einer Endometriumhyperplasie zu eliminieren.
Blutungsfreie Therapie
Durch die kontinuierliche Gabe beider Hormone wird die Gebärmutterschleimhaut dünn und inaktiv gehalten, sodass keine monatlichen Blutungen auftreten. Dies ist ein wesentlicher Vorteil für Frauen in der Postmenopause, die keine Blutungen mehr wünschen.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie täglich eine Tablette ein, vorzugsweise immer zur gleichen Uhrzeit, mit oder ohne Essen. Es gibt keine Einnahmepause zwischen den Blisterpackungen. Die Behandlung wird durchgehend fortgesetzt.
Umstellung von sequenzieller HRT
Wenn Sie von einem sequenziellen Präparat wie Femoston auf Femoston Conti wechseln, beginnen Sie nach dem Ende der Abbruchblutung des vorherigen Zyklus. Femoston Conti sollte nur angewendet werden, wenn die letzte natürliche Menstruation mindestens 12 Monate zurückliegt.
Femoston-conti ist eine kontinuierliche kombinierte Hormontherapie (cHRT) fur postmenopausale Frauen, die seit mindestens zwolf Monaten keine Menstruation mehr hatten. Es enthalt 1 mg Estradiol und 5 mg Dydrogesteron pro Tablette (oder die 2/5-mg-Variante fur starkere Symptome). Eine Tablette wird einmal taglich ohne Pause eingenommen, ohne zyklische Absetzphasen.
Die Therapie beginnt mit der niedrigsten Dosis (1 mg/5 mg); bei unzureichender Symptomkontrolle nach mindestens drei Monaten kann auf 2 mg/5 mg umgestellt werden. Da Femoston-conti keine Pause vorsieht, werden in den ersten Behandlungsmonaten haufig unregelmassige Schmierblutungen beobachtet, die sich in der Regel nach drei bis sechs Monaten legen. Bei anhaltenden Blutungen ist eine gynakologische Abklarung erforderlich.
Femoston-conti ist fur Frauen mit intakter Gebarmutte vorgesehen; das Gestagen (Dydrogesteron) schutzt die Gebarmutte vor ostrogeninduzierter Hyperplasie. Die Tabletten werden zur gleichen Tageszeit, mit oder ohne Mahlzeit, eingenommen. Jahrliche Kontrolluntersuchungen beim Gynakologen einschlielich Brust- und Genitalbefund sowie regelmassige Mammographien sind bei Langzeittherapie unerlasslich.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Brustspannen und Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Nebenwirkungen. In den ersten 3 bis 6 Monaten können Schmier- oder Durchbruchblutungen auftreten, die sich in der Regel von selbst legen.
Seltene Nebenwirkungen
Das leicht erhöhte Risiko für Thrombosen und Brustkrebs bei Langzeitanwendung besteht wie bei allen kombinierten Hormonersatztherapien. Migräneartige Kopfschmerzen, Gallenblasenprobleme und Stimmungsveränderungen sind selten, aber möglich.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Behandlungsbeginn
Femoston Conti sollte nur von Frauen begonnen werden, deren letzte natürliche Menstruation mindestens 12 Monate zurückliegt. Ein früherer Beginn kann unregelmäßige Blutungen verursachen.
Regelmäßige Überprüfung
Die Behandlung sollte mindestens jährlich ärztlich überprüft werden. Regelmäßige Mammografien und gynäkologische Untersuchungen sind während der gesamten Behandlungsdauer empfohlen. Stets die niedrigste wirksame Dosis über den kürzestmöglichen Zeitraum verwenden.
Gegenanzeigen
Femoston-conti ist kontraindiziert bei diagnostiziertem oder vermutetem Brustkrebs sowie anderen ostrogenabhangigen Malignomen. Eine Brustkrebsvorgeschichte ist eine absolute Kontraindikation. Ebenso ist eine aktive oder zuruckliegende venose Thromboembolie (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) sowie arterielle Thromboembolie (Herzinfarkt, Schlaganfall) eine Kontraindikation; erbliche Thrombophilien (z. B. Faktor-V-Leiden, Antiphospholipid-Antikoper) erhohen das Risiko erheblich.
Bei aktiver Lebererkrankung oder chronisch schwerwiegender Leberinsuffizienz, bei denen sich die Leberwerte nicht normalisiert haben, darf Femoston-conti nicht eingesetzt werden. Ungeklarte Genitalgblutungen mussen vollstandig abgeklart sein, bevor die Therapie begonnen wird, da ein Endometriumkarzinom ausgeschlossen werden muss. Porphyrie und unbehandelte Endometriumhyperplasie sind weitere Kontraindikationen.
Schwangerschaft und Stillzeit sind absolute Kontraindikationen. Femoston-conti ist ausschlielich fur postmenopausale Frauen bestimmt und darf nicht bei Frauen in der Perimenopause oder bei Frauen unter 45 Jahren eingesetzt werden, die noch Zyklen haben. Patienten mit bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber Estradiol, Dydrogesteron oder einem der sonstigen Bestandteile durfen das Praparat nicht einnehmen.
Häufig gestellte Fragen
Warum habe ich trotzdem Schmierblutungen mit Femoston Conti?
Kann ich von Femoston auf Femoston Conti wechseln?
Schützt Femoston Conti vor Osteoporose?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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