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Fexofenadine

Fexofenadine

Wirkstoff: Fexofenadinhydrochlorid

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Fexofenadin ist ein Antihistaminikum der zweiten Generation, das zur Behandlung von allergischen Beschwerden wie Heuschnupfen und chronischer Urtikaria (Nesselsucht) eingesetzt wird. Es zeichnet sich durch eine gute Wirksamkeit bei gleichzeitig geringer Sedierung aus.

Wie wirkt Fexofenadin?

Fexofenadin blockiert die Histamin-H1-Rezeptoren, ohne dabei die Blut-Hirn-Schranke in nennenswertem Ausmaß zu passieren. Dadurch werden allergische Reaktionen wie Niesen, Juckreiz, tränende Augen und Hautausschläge effektiv gelindert, ohne die typische Müdigkeit älterer Antihistaminika zu verursachen.

Anwendungsgebiete

Fexofenadin wird bei saisonaler allergischer Rhinitis (Heuschnupfen), ganzjähriger allergischer Rhinitis und chronischer idiopathischer Urtikaria verschrieben. Es ist in verschiedenen Stärken erhältlich und auch für Kinder ab 6 Jahren zugelassen.

Anwendung & Dosierung

Einnahme

Nehmen Sie Fexofenadin mit etwas Wasser ein, vorzugsweise vor einer Mahlzeit. Vermeiden Sie die Einnahme zusammen mit Grapefruitsaft, Orangensaft oder Apfelsaft, da diese die Aufnahme des Wirkstoffs verringern können.

Regelmäßige Anwendung

Bei saisonalen Allergien nehmen Sie Fexofenadin täglich während der gesamten Allergiesaison ein, um eine gleichmäßige Symptomkontrolle zu gewährleisten. Die Wirkung setzt innerhalb von einer Stunde ein.

Fexofenadin ist ein nicht-sedierendes Antihistaminikum (H1-Blocker) der dritten Generation, das zur Behandlung von allergischer Rhinitis und Urtikaria eingesetzt wird. Die empfohlene Dosis bei Erwachsenen und Jugendlichen ab zwolf Jahren betragt 120 mg einmal taglich bei allergischer Rhinitis und 180 mg einmal taglich bei chronischer idiopathischer Urtikaria.

Die Tabletten werden vorzugsweise auf nuchternem Magen oder zumindest nicht zeitgleich mit frucht- oder grapefruithaltigen Getranken eingenommen, da Fruchtsafte (insbesondere Grapefruitsaft, Orangensaft und Apfelsaft) die Resorption von Fexofenadin erheblich reduzieren konnen (um bis zu 36 bis 73 Prozent). Antazida, die Magnesium- und Aluminiumhydroxid enthalten, beeintrachtigen ebenfalls die Aufnahme und sollten mindestens 2 Stunden vor oder nach Fexofenadin eingenommen werden.

Fur Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren betragt die empfohlene Dosis 30 mg zweimal taglich. Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion sollte die Startdosis auf 60 mg einmal taglich reduziert werden. Bei alteren Patienten ist in der Regel keine Dosisanpassung notwendig, jedoch ist wegen der moglichen Einschrankung der Nierenfunktion im Alter Vorsicht geboten.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Kopfschmerzen, Schläfrigkeit und Übelkeit treten gelegentlich auf, sind aber insgesamt selten. Fexofenadin verursacht deutlich weniger Müdigkeit als ältere Antihistaminika und beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit in der Regel nicht.

Seltene Nebenwirkungen

Schwindel, Schlaflosigkeit, Nervosität und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall können in seltenen Fällen auftreten. Sehr selten sind allergische Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Nesselsucht oder Atemnot beschrieben worden.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Fruchtsäfte

Grapefruit-, Orangen- und Apfelsaft können die Aufnahme von Fexofenadin erheblich verringern und sollten nicht gleichzeitig mit dem Medikament eingenommen werden. Trinken Sie diese Säfte frühestens 4 Stunden nach der Einnahme.

Nierenfunktion

Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist eine Dosisanpassung erforderlich, da Fexofenadin teilweise über die Nieren ausgeschieden wird. Informieren Sie Ihre Ärztin über bestehende Nierenerkrankungen.

Gegenanzeigen

Fexofenadin ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Terfenadine oder einen der sonstigen Hilfsstoffe der Tablette. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstorung sollte die Anfangsdosis reduziert werden, da Fexofenadin uberwiegend renal eliminiert wird.

In der Schwangerschaft sollte Fexofenadin nur nach sorgfaltiger Nutzen-Risiko-Abwagung eingesetzt werden, da ausreichende Humanstudien fehlen. Wahrend der Stillzeit ist Vorsicht geboten, da der Wirkstoff in die Muttermilch ubergehen kann. Kinder unter 6 Jahren sollten die Tabletten oder Filmtabletten nicht erhalten; fur diese Altersgruppe sind kindgerechte Formulierungen verfugbar.

Apfelsaft, Grapefruitsaft und Orangensaft konnen die Resorption von Fexofenadin erheblich reduzieren und sollten nicht innerhalb von zwei Stunden vor oder nach der Einnahme konsumiert werden.

Häufig gestellte Fragen

Macht Fexofenadin müde?
Fexofenadin passiert die Blut-Hirn-Schranke kaum und verursacht daher deutlich weniger Müdigkeit als ältere Antihistaminika wie Cetirizin oder Diphenhydramin. In klinischen Studien war die Häufigkeit von Schläfrigkeit vergleichbar mit Placebo.
Kann ich Fexofenadin zusammen mit anderen Allergiemedikamenten nehmen?
Die Kombination mit einem Nasenspray oder Augentropfen gegen Allergien ist in der Regel problemlos. Die gleichzeitige Einnahme anderer oraler Antihistaminika sollte jedoch vermieden werden. Besprechen Sie Kombinationen mit Ihrer Ärztin.
Wie lange kann ich Fexofenadin einnehmen?
Fexofenadin kann über die gesamte Allergiesaison oder bei chronischer Urtikaria auch langfristig eingenommen werden. Es gibt keine bekannten Risiken bei Langzeitanwendung. Dennoch ist eine gelegentliche ärztliche Überprüfung ratsam.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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