
Galantamin 30 kaps
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Galantamin ist ein Cholinesterasehemmer, der zur Behandlung der leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz eingesetzt wird. Es ist als Tablette und Retardkapsel erhältlich und kann die kognitiven Funktionen vorübergehend stabilisieren oder verbessern.
Wie wirkt Galantamin?
Galantamin hemmt das Enzym Acetylcholinesterase, das den Neurotransmitter Acetylcholin abbaut. Zusätzlich moduliert es die nikotinischen Acetylcholinrezeptoren, wodurch die Freisetzung von Acetylcholin verstärkt wird. Dieser duale Wirkmechanismus verbessert die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen im Gehirn.
Was kann Galantamin leisten?
Galantamin kann das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit und die Alltagsfähigkeiten bei Alzheimer-Patienten vorübergehend verbessern oder stabilisieren. Es verlangsamt das Fortschreiten der Symptome, kann die Erkrankung selbst aber nicht heilen oder dauerhaft aufhalten.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie Galantamin morgens und abends zu den Mahlzeiten ein. Die Retardkapseln werden einmal täglich morgens zum Frühstück eingenommen. Die Kapseln und Tabletten sollten im Ganzen mit Wasser geschluckt werden.
Dosissteigerung
Die Dosis wird schrittweise alle 4 Wochen erhöht, um die Verträglichkeit zu verbessern. Halten Sie sich genau an den Dosierungsplan Ihrer Ärztin. Eine zu schnelle Steigerung erhöht das Risiko für Nebenwirkungen.
Galantamin ist ein Acetylcholinesterase-Hemmer zur Behandlung leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz. Die Therapie wird mit 4 mg zweimal taglich (Soforfreisetzungstabletten) oder 8 mg einmal taglich (Retardkapseln) begonnen, jeweils mit den Mahlzeiten eingenommen, um gastrointestinale Unvertraglichkeit zu verringern. Nach vier Wochen kann auf 8 mg zweimal taglich (oder 16 mg Retard einmal taglich) gesteigert werden.
Nach weiteren vier Wochen kann eine erneute Steigerung auf die Zieldosis von 12 mg zweimal taglich (oder 24 mg Retard einmal taglich) erfolgen, wenn die vorherige Dosis gut vertragen wurde. Die maximale Tagesdosis betragt 24 mg. Eine langsame Titration ist entscheidend, da schnelle Dosiserhohungen die Haufigkeit von Ubelkeit, Erbrechen und Durchfall stark erhohen.
Bei Patienten mit mittelschwerer Niereninsuffizienz (GFR 9 bis 60 ml/min) oder mittelschwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh 7 bis 9) sollte die Tagesdosis auf maximal 16 mg begrenzt werden. Bei schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz ist Galantamin nicht zu empfehlen. Werden Tabletten oder Kapseln fur mehr als drei Tage ausgelassen, muss die Therapie mit der niedrigsten Dosis neu begonnen werden, um die Vertraglichkeit schrittweise wieder aufzubauen.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit treten besonders während der Dosissteigerung häufig auf. Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Gewichtsverlust sind weitere häufige Beschwerden. Die Einnahme zu den Mahlzeiten und ausreichende Flüssigkeitszufuhr können diese Nebenwirkungen abmildern.
Seltene Nebenwirkungen
Bradykardie (verlangsamter Herzschlag), Synkopen (Ohnmachtsanfälle), Muskelkrämpfe und sehr selten schwere Hautreaktionen sind möglich. Bei Herzrhythmusstörungen, Ohnmachtsanfällen oder starkem Gewichtsverlust sollte umgehend ärztliche Hilfe aufgesucht werden.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Herzrhythmus
Galantamin kann den Herzschlag verlangsamen und sollte bei Patienten mit Sinusknotensyndrom, AV-Block oder gleichzeitiger Einnahme von Betablockern mit Vorsicht angewendet werden. Ein EKG vor Behandlungsbeginn ist empfehlenswert.
Behandlungsunterbrechung
Bei einer Unterbrechung von mehr als 3 Tagen muss die Behandlung mit der niedrigsten Dosis neu begonnen und erneut schrittweise gesteigert werden, um das Risiko für schwere Nebenwirkungen zu vermeiden.
Gegenanzeigen
Galantamin ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe. Bei schwerer Leber- und gleichzeitig schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 9 ml/min) ist Galantamin absolut kontraindiziert, da eine stark verminderte Clearance zur Akkumulation toxischer Spiegel fuhren kann.
Bei Patienten mit bekannter Galactose-Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption durfen galactocehaltige Galantamin-Formulierungen nicht eingesetzt werden. Schwere Herzrhythmusstorungen, insbesondere Sinusknotensyndrom oder AV-Blockierungen, stellen wichtige Gegenanzeigen dar, da Galantamin die Herzfrequenz senken kann.
In der Schwangerschaft und Stillzeit ist Galantamin kontraindiziert. Bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Cholinesterase-Hemmern oder cholinergen Substanzen ist das Risiko ubermassiger cholinerger Wirkungen erhoht. Bei aktiver Magengeschwur-Erkrankung ist besondere Vorsicht erforderlich.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich Galantamin von Donepezil?
Kann Galantamin auch bei vaskulärer Demenz helfen?
Was passiert, wenn die Wirkung nachlässt?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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