
hidroksichlorokvinas
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Hydroxychloroquin ist ein Medikament aus der Gruppe der Antimalariamittel, das heute hauptsächlich zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt wird. Es ist unter dem Markennamen Plaquenil und als Generikum erhältlich.
Wie wirkt Hydroxychloroquin?
Hydroxychloroquin moduliert das Immunsystem, indem es in mehrere Signalwege der Immunzellen eingreift. Es hemmt die Toll-like-Rezeptoren, reduziert die Produktion proinflammatorischer Zytokine und beeinflusst die Antigenpräsentation. Dadurch wird die überschießende Immunreaktion bei Autoimmunerkrankungen gedämpft, ohne das Immunsystem vollständig zu unterdrücken.
Anwendungsgebiete
Hydroxychloroquin wird vorwiegend bei systemischem Lupus erythematodes (SLE), rheumatoider Arthritis, Sjögren-Syndrom und anderen Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Es dient auch zur Malariaprophylaxe und -behandlung in bestimmten Regionen.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie Hydroxychloroquin einmal oder zweimal täglich zu den Mahlzeiten ein, um Magen-Darm-Beschwerden zu reduzieren. Die Tabletten werden im Ganzen mit einem Glas Wasser geschluckt.
Geduldige Anwendung
Bei Autoimmunerkrankungen dauert es oft 2 bis 3 Monate, bis eine spürbare Besserung eintritt. In manchen Fällen kann es bis zu 6 Monate dauern. Die Behandlung sollte deshalb nicht vorzeitig abgebrochen werden.
Hydroxychloroquin wird einmal taglich oral eingenommen, immer zur gleichen Tageszeit, mit einer Mahlzeit oder einem Glas Milch, um gastrointestinale Unvertraglichkeiten zu minimieren. Bei Malariaprophylaxe betragt die Dosis fur Erwachsene 400 mg einmal wochentlich; bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis oder systemischem Lupus erythematodes werden 200 bis 400 mg taglich eingenommen.
Die tagliche Erhaltungsdosis sollte 5 mg/kg Korpergewicht nicht uberschreiten, um das Risiko einer Retinopathie zu minimieren. Die maximale Tagesdosis betragt 400 mg. Vor Beginn der Therapie und anschliessend mindestens einmal jahrlich sollte eine ophthalmologische Untersuchung durchgefuhrt werden. Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion oder Leberfunktionsstorung ist eine Dosisreduktion und engmaschige Uberwachung erforderlich, da die Elimination verandert sein kann.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und Appetitlosigkeit sind die häufigsten Nebenwirkungen, besonders zu Beginn der Behandlung. Kopfschmerzen, Schwindel und Hautausschlag können gelegentlich auftreten.
Augentoxizität
Die wichtigste Langzeitnebenwirkung ist die Retinopathie (Netzhautschädigung), die das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen kann. Das Risiko steigt mit der Dosis und der Behandlungsdauer, insbesondere nach 5 Jahren Anwendung. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind daher unerlässlich.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Augenuntersuchungen
Eine augenärztliche Ausgangsuntersuchung sollte im ersten Behandlungsjahr erfolgen, danach jährliche Kontrollen ab dem 5. Behandlungsjahr oder früher bei Risikofaktoren. Die Untersuchung umfasst eine Gesichtsfeldprüfung und eine optische Kohärenztomografie (OCT).
Herzrhythmusstörungen
In seltenen Fällen kann Hydroxychloroquin die QT-Zeit verlängern und Herzrhythmusstörungen auslösen. Bei gleichzeitiger Einnahme anderer QT-verlängernder Medikamente ist besondere Vorsicht geboten.
Gegenanzeigen
Hidroksichlorokvinas (Hydroxychloroquin) ist bei bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber Hydroxychloroquin, Chloroquin oder anderen 4-Aminochinolinen kontraindiziert. Kreuzreaktionen innerhalb der Chinolingruppe sind beschrieben, weshalb Patienten mit einer Unvertraglichkeit gegenuber verwandten Substanzen besonders sorgfaltig evaluiert werden mussen.
Bei Patienten mit vorbestehender Makulopathie oder Retinopathie ist Hydroxychloroquin absolut kontraindiziert, da der Wirkstoff dosisabhangig zu irreversibler Netzhautschadigung fuhren kann. Auch bei schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz sollte das Praparat nicht eingesetzt werden, da die Elimination verzogert ist und sich toxische Spiegel aufbauen konnen. Patienten mit bekannter Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (G6PD-Mangel) haben ein erhohtes Risiko fur hamolytische Anamie.
Bei QT-Zeit-Verlagerung oder gleichzeitiger Therapie mit Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlanern (z. B. Antiarrhythmika, bestimmte Antibiotika, Antidepressiva), ist grosste Vorsicht geboten, da lebensbedrohliche Herzrhythmusstorungen auftreten konnen. Kinder sollten nur nach sorgfaltiger Nutzen-Risiko-Abwagung behandelt werden; die Dosierung muss streng gewichtsadaptiert sein, da eine Uberdosierung beim Kind schnell lebensgefahrlich werden kann.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft muss ich zum Augenarzt?
Kann ich Hydroxychloroquin in der Schwangerschaft nehmen?
Schützt Hydroxychloroquin vor Malaria?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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