
Imigran Nasal spray 6 doses
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Imigran enthält den Wirkstoff Sumatriptan und gehört zur Gruppe der Triptane, die speziell zur Behandlung akuter Migräneanfälle entwickelt wurden. Es ist als Tablette, Nasenspray und Injektion erhältlich und kann Migränesymptome einschließlich Kopfschmerzen, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit rasch lindern.
Wie wirkt Imigran?
Sumatriptan ist ein selektiver Serotonin-5-HT1B/1D-Rezeptoragonist. Es verengt die während einer Migräne erweiterten Blutgefäße im Gehirn, hemmt die Freisetzung von entzündungsfördernden Neuropeptiden und blockiert die Schmerzweiterleitung im Trigeminusnerv. Diese dreifache Wirkung erklärt die schnelle Linderung der Migränesymptome.
Nicht zur Vorbeugung
Imigran ist ausschließlich zur Behandlung akuter Migräneanfälle bestimmt und nicht zur Vorbeugung. Es sollte erst eingenommen werden, wenn die Kopfschmerzphase begonnen hat, nicht während der Auraphase.
Anwendung & Dosierung
Einnahme der Tablette
Nehmen Sie die Tablette so früh wie möglich nach Beginn der Migränekopfschmerzen ein, mit etwas Wasser. Wenn die erste Dosis wirkt und die Migräne zurückkehrt, kann eine zweite Dosis nach frühestens 2 Stunden eingenommen werden.
Nasenspray
Das Nasenspray ist eine Alternative bei starker Übelkeit oder Erbrechen, wenn die orale Einnahme schwierig ist. Es bietet einen schnelleren Wirkungseintritt als die Tablette.
Imigran (Sumatriptan) ist in verschiedenen Darreichungsformen erhaltlich: Tabletten (50 mg und 100 mg), Nasenspray (10 mg und 20 mg) und Fertigspritzen zur subkutanen Injektion (6 mg). Fur die meisten Erwachsenen betragt die empfohlene orale Dosis 50 mg bei Beginn der Migraneattacke; bei unzureichender Wirkung kann in kunftigen Attacken 100 mg eingesetzt werden. Die maximale Tagesdosis betragt 300 mg oral.
Wenn die Migrane nach anfanglicher Linderung innerhalb von 24 Stunden zuruckkehrt, kann eine zweite Dosis eingenommen werden, sofern die erste Dosis wirksam war. Die zweite Dosis darf fruhestens zwei Stunden nach der ersten eingenommen werden. Beim Nasenspray beginnt die Wirkung schneller als bei oralen Tabletten; die Dosis betragt 10 oder 20 mg in ein Nasenloch.
Die subkutane Injektion von 6 mg zeigt die schnellste Wirkung und ist besonders bei schweren Attacken oder wenn Erbrechen die orale Einnahme erschwert geeignet. Imigran sollte so fruh wie moglich nach Beginn der Kopfschmerzen eingenommen werden. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist Imigran nicht zugelassen; bei alteren Patienten uber 65 Jahren liegen nur begrenzte Daten vor.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Ein vorübergehendes Engegefühl in der Brust, Kribbeln, Wärmegefühl, Schwindel, Müdigkeit und Schweregefühl in den Gliedmaßen sind typische Nebenwirkungen. Diese treten meist kurz nach der Einnahme auf und klingen schnell wieder ab. Sie stehen nicht in Zusammenhang mit einer Herzerkrankung.
Seltene Nebenwirkungen
Blutdruckanstieg, Gefäßspasmen und sehr selten Herzrhythmusstörungen oder Myokardinfarkt können auftreten. Bei starken Brustschmerzen, die nicht abklingen, sollte sofort ärztliche Hilfe aufgesucht werden.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Kardiovaskuläre Risiken
Imigran sollte nicht bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit, unkontrolliertem Bluthochdruck oder Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen ohne vorherige ärztliche Untersuchung angewendet werden. Bei Patienten über 40 mit Risikofaktoren sollte die erste Dosis unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.
Medikamentenübergebrauch
Bei regelmäßiger Anwendung an mehr als 10 Tagen pro Monat kann ein Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MOH) entstehen. Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin eine vorbeugende Therapie, wenn Sie häufig Migräne haben.
Gegenanzeigen
Imigran ist kontraindiziert bei koronarer Herzkrankheit, Myokardinfarkt in der Vorgeschichte, Angina pectoris (einschlielich Prinzmetal-Angina) sowie bei anderen ischamischen Herzerkrankungen. Triptane konnen koronare Vasospasmen auslose, weshalb eine sorgfaltige kardiologische Abklarung bei Risikopatienten vor der Verschreibung unbedingt erforderlich ist.
Bei zerebrovaskularen Erkrankungen, Schlaganfall oder TIA in der Vorgeschichte und bei peripherer Gefasserkrankung ist Imigran kontraindiziert. Bei unkontrolliertem Bluthochdruck (Hypertonie) mit Werten uber 140/90 mmHg sollte das Praparat ebenfalls nicht eingesetzt werden. Hemiplegische oder Basilarismigrane sind weitere Kontraindikationen, da Triptane bei diesen speziellen Migraneverarianten neurologische Komplikationen verstarken konnen.
Bei gleichzeitiger Einnahme von MAO-Hemmern oder Ergotaminderivaten (einschlielich Dihydroergotamin) ist Imigran kontraindiziert, da schwerwiegende kardiovaskulare oder serotonerge Wechselwirkungen drohen. Zwischen dem Absetzen von Ergotaminpraparaten und der Einnahme von Imigran sind mindestens 24 Stunden Abstand zu wahren. Bei schwerer Leber- oder Niereninsuffizienz ist die Anwendung ebenfalls kontraindiziert.
Häufig gestellte Fragen
Wann sollte ich Imigran einnehmen?
Was tun, wenn Imigran nicht wirkt?
Kann ich Imigran auch bei Spannungskopfschmerzen nehmen?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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