
Indapamide
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Bluthochdruckbehandlung mit Indapamid
Indapamid ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von Bluthochdruck (arterieller Hypertonie). Es gehort zur Gruppe der thiazidahnlichen Diuretika und wirkt durch eine Kombination aus blutdrucksenkender und leicht harntreibender Wirkung. Im Gegensatz zu klassischen Thiazid-Diuretika steht bei Indapamid in therapeutischen Dosen die gefasserweiternde Wirkung im Vordergrund, was es besonders gut vertraglich macht.
Wirkungsweise und Einsatz
Indapamid entspannt die Blutgefasse und reduziert den Gefasswiderstand, durch den das Herz Blut pumpen muss. Dadurch sinkt der Blutdruck zuverlassig und dauerhaft. Das Medikament wird einmal morgens eingenommen und bietet eine 24-stundige Blutdruckkontrolle. Es kann als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Blutdrucksenkern, zum Beispiel ACE-Hemmern oder Sartanen, eingesetzt werden.
Regelmaessige Kontrollen erforderlich
Wie alle Diuretika kann Indapamid den Elektrolythaushalt beeinflussen. Regelmaessige Blutkontrollen auf Kalium, Natrium und Kreatinin sind wahrend der Therapie wichtig. Patienten mit Diabetes oder Gicht sollten die Therapie mit Indapamid engmaschig arztlich begleiten lassen, da das Medikament den Blutzucker und die Harnsaure beeinflussen kann.
Anwendung & Dosierung
Einnahme und Tageszeit
Indapamid wird einmal taglich morgens eingenommen, vorzugsweise zur gleichen Uhrzeit. Die Einnahme am Morgen verhindert, dass haufiges Wasserlassen den Nachtschlaf stort. Die Tablette wird ganz mit einem Glas Wasser geschluckt und kann mit oder ohne Mahlzeit eingenommen werden. Setzen Sie Indapamid nicht eigenstandig ab, auch wenn der Blutdruck sich normalisiert hat.
Regelmaessigkeit und Langzeittherapie
Bluthochdruck erfordert in den meisten Fallen eine Dauertherapie. Nehmen Sie Indapamid taglich ein, auch wenn Sie sich wohl fuhlen, da erhohter Blutdruck oft ohne Symptome verlauft. Messen Sie Ihren Blutdruck regelmaessig und fuhren Sie ein Blutdrucktagebuch. Bei Nebenwirkungen wie Schwindel, Muskelkrampfen oder Herzrasen wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Indapamid wird einmal taglich als Filmtablette eingenommen, vorzugsweise morgens. Die ubliche Dosis betragt 1,5 mg retard taglich (Retardformulierung) oder 2,5 mg taglich (Standard-Formulierung). Die Retardtabletten gewahrleisten eine gleichmaessigere Wirkstofffreisetzung und sind bei den meisten Patienten mit weniger Nebenwirkungen verbunden.
Bei alteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich, jedoch sollten regelmaessige Elektrolytkontrollen erfolgen. Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) oder schwerer Leberinsuffizienz ist Indapamid kontraindiziert.
Die blutdrucksenkende Wirkung tritt innerhalb einiger Stunden nach der ersten Einnahme ein; der volle Effekt stellt sich uber mehrere Wochen regelmaessiger Anwendung ein. Setzen Sie Indapamid nicht abrupt ab, sondern besprechen Sie jede Therapieanderung mit Ihrem Arzt.
Nebenwirkungen
Elektrolyt- und Stoffwechselveranderungen
Die wichtigste Nebenwirkung von Indapamid ist ein Abfall des Kaliumspiegels (Hypokaliamie), der sich durch Muskelkrampfe, Schwache und Herzrhythmusstorungen aussern kann. Regelmaessige Kontrollen des Kaliumspiegels sind daher wichtig, besonders bei Patienten, die bereits Medikamente einnehmen, die den Kaliumspiegel beeinflussen.
Weitere Nebenwirkungen
Haufig berichten Patienten uber leichte Schwindelepisoden, besonders beim schnellen Aufstehen (orthostatische Hypotonie). Gelegentlich konnen Kopfschmerzen, Ubelkeit, Hautausschlag oder Muskelkrampfe auftreten. Bei Patienten mit Diabetes kann Indapamid den Blutzucker leicht erhohen. Selten sind Harnsaureerhohungen (Gicht-Risiko) oder Natriumabfall (Hyponatriamie) mit Verwirrtheitssymptomen.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
- Regelmaassige Kontrolle der Kalium- und Natriumwerte im Blut ist wichtig
- Auf ausreichende Flussigkeitszufuhr achten, besonders bei Hitze oder Sport
- Bei Diabetikern regelmaassige Blutzuckerkontrollen empfohlen, da Indapamid den Blutzucker beeinflussen kann
- Nicht zusammen mit Lithium einnehmen (erhoht Lithiumspiegel)
- Patienten mit Gicht sollten den Harnsaurespiegel regelmaassig kontrollieren lassen
Gegenanzeigen
Indapamid ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Indapamid, andere Sulfonamide oder einen der sonstigen Bestandteile. Schwere Niereninsuffizienz (Anurie, Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) ist eine absolute Kontraindikation, da bei fehlender Nierenfunktion die harntreibende Wirkung ausbleibt und der Wirkstoff akkumuliert.
Schwere Leberinsuffizienz (einschliesslich hepatischer Enzephalopathie) und Hypokaliamie sind absolute Kontraindikationen fur Indapamid. Nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden, da Diuretika die Plazentadurchblutung reduzieren konnen und in die Muttermilch ubergehen.
Die gleichzeitige Anwendung von Indapamid mit Lithium ist kontraindiziert, da Diuretika die renale Lithiumausscheidung vermindern und zu einer Lithiumintoxikation fuhren konnen. Vorsicht ist auch bei gleichzeitiger Anwendung von Antiarrhythmika geboten, da Hypokaliamie das Risiko von Herzrhythmusstorungen erhoht, insbesondere von Torsade-de-pointes-Arrhythmien.
Häufig gestellte Fragen
Warum sollte ich Indapamid morgens einnehmen?
Muss ich bei Indapamid auf meine Ernahrung achten?
Kann ich Indapamid zusammen mit anderen Blutdruckmedikamenten nehmen?
Ist Indapamid ein Entwasserungsmittel?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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