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Irbesartan

Irbesartan

Wirkstoff: Irbesartan

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Irbesartan gehört zur Gruppe der Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARBs, Sartane) und wird zur Behandlung von Bluthochdruck und diabetischer Nephropathie bei Typ-2-Diabetes eingesetzt. Es senkt den Blutdruck effektiv und schützt die Nieren bei diabetischen Patienten.

Wie wirkt Irbesartan?

Irbesartan blockiert selektiv den Angiotensin-II-Typ-1-Rezeptor (AT1). Angiotensin II ist ein potenter Vasokonstriktor, der die Blutgefäße verengt und die Aldosteronfreisetzung stimuliert. Durch die Blockade dieses Rezeptors entspannen sich die Blutgefäße, der Blutdruck sinkt und die Belastung für Herz und Nieren wird reduziert.

Nierenschutz bei Diabetes

Irbesartan hat sich als besonders wirksam beim Schutz der Nierenfunktion bei Typ-2-Diabetikern mit Proteinurie (Eiweiß im Urin) erwiesen. Es kann das Fortschreiten der diabetischen Nephropathie verlangsamen und die Notwendigkeit einer Dialyse hinauszögern.

Anwendung & Dosierung

Einnahme

Nehmen Sie Irbesartan einmal täglich ein, mit oder ohne Essen, vorzugsweise zur gleichen Tageszeit. Die Tablette wird im Ganzen mit Wasser geschluckt.

Kontinuierliche Behandlung

Setzen Sie Irbesartan nicht eigenmächtig ab, auch wenn sich Ihr Blutdruck normalisiert hat. Ein plötzliches Absetzen kann zu einem Wiederanstieg des Blutdrucks führen. Jede Dosisänderung sollte mit Ihrer Ärztin besprochen werden.

Irbesartan ist ein Angiotensin-II-Rezeptorantagonist (Sartan) zur Behandlung von Hypertonie und diabetischer Nephropathie bei Typ-2-Diabetes. Bei Hypertonie betragt die Standarddosis 150 mg einmal taglich, die bei Bedarf nach mindestens vier Wochen auf 300 mg einmal taglich erhoht werden kann. Bei Patienten unter Hamodialyse oder bei starkem Volumenmangel (z. B. intensive Diuretikatherapie) wird eine Startdosis von 75 mg empfohlen.

Zur Behandlung der Nierenerkrankung bei Typ-2-Diabetes und Hypertonie ist die empfohlene Erhaltungsdosis 300 mg einmal taglich, da diese Dosis in klinischen Studien nachweislich die Nierenfunktion besser schutzte als 150 mg. Die blutdrucksenkende Wirkung tritt in der Regel innerhalb von zwei Wochen ein; der maximale Effekt wird nach vier bis sechs Wochen erreicht.

Irbesartan kann mit oder ohne Mahlzeiten eingenommen werden. Bei alteren Patienten (uber 75 Jahre) und bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz oder bei Diabetes ohne Hypertonie sollte mit 150 mg einmal taglich begonnen werden. Bei schwerer Leberinsuffizienz ist Vorsicht geboten, da die Clearance verringert sein kann. Kaliumspiegel und Nierenfunktion sollten regelmasig uberpruft werden, besonders bei gleichzeitiger Gabe von Diuretika oder NSAR.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Schwindel, Müdigkeit und orthostatische Hypotonie (Blutdruckabfall beim Aufstehen) sind die häufigsten Nebenwirkungen. Diese sind in der Regel mild und treten vorwiegend zu Beginn der Behandlung auf.

Seltene Nebenwirkungen

Hyperkaliämie (erhöhter Kaliumspiegel), Nierenfunktionsverschlechterung und Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen oder Rachen) können selten auftreten. Bei Schwellungen im Gesicht oder Atembeschwerden muss sofort ärztliche Hilfe gesucht werden.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Schwangerschaft

Irbesartan ist in der Schwangerschaft strikt kontraindiziert, da es schwere Schäden beim ungeborenen Kind verursachen kann. Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine zuverlässige Verhütung sicherstellen. Bei Kinderwunsch sollte rechtzeitig auf ein alternatives Blutdruckmittel umgestellt werden.

Nieren- und Kaliumkontrolle

Die Nierenfunktion und der Kaliumspiegel sollten regelmäßig kontrolliert werden, insbesondere bei Patienten mit Nierenerkrankungen, Diabetes oder bei gleichzeitiger Einnahme von kaliumsparenden Diuretika.

Gegenanzeigen

Irbesartan ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe der Tablette. In der Schwangerschaft ist Irbesartan kontraindiziert (ab dem zweiten Trimester), da Angiotensin-II-Rezeptorblocker den Fetus schwer schadigen konnen. In der Stillzeit sollte es nicht angewendet werden.

Bei schwerer Leberinsuffizienz sind keine ausreichenden Sicherheitsdaten vorhanden; die Anwendung ist in solchen Fallen kontraindiziert. Die gleichzeitige Anwendung von Aliskiren bei Patienten mit Diabetes mellitus oder bei eingeschrankter Nierenfunktion (GFR unter 60 ml/min) ist ebenfalls kontraindiziert, da ein erhöhtes Risiko fur Hyperkaliamie, Hypotonie und Niereninsuffizienz besteht.

Bei schwerer Niereninsuffizienz oder bei Patienten unter Nierendialyse ist Vorsicht geboten. Bei bedeutungsvoller Aortenstenose oder Mitralstenose muss Irbesartan vorsichtig eingesetzt werden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Vorteil von Irbesartan gegenüber ACE-Hemmern?
Irbesartan verursacht keinen trockenen Reizhusten, der bei ACE-Hemmern eine häufige Nebenwirkung ist. Es wird daher oft als Alternative verschrieben, wenn Patienten den ACE-Hemmer-Husten nicht tolerieren. Beide Medikamentengruppen haben eine vergleichbare blutdrucksenkende Wirkung.
Schützt Irbesartan meine Nieren?
Ja, besonders bei Typ-2-Diabetes mit Proteinurie hat sich Irbesartan als wirksam beim Schutz der Nierenfunktion erwiesen. Es reduziert den Druck in den Nierenglomeruli und verlangsamt das Fortschreiten der diabetischen Nephropathie.
Kann ich kaliumhaltige Lebensmittel essen?
Grundsätzlich ja, aber in Maßen. Irbesartan kann den Kaliumspiegel leicht erhöhen. Extreme Mengen kaliumreicher Lebensmittel wie Bananen, Nüsse oder Trockenobst sollten vermieden werden. Ihre Ärztin wird den Kaliumspiegel regelmäßig kontrollieren.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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