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Istin

Istin

Wirkstoff: Amlodipinbesilat

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Istin enthält den Wirkstoff Amlodipin und gehört zur Gruppe der Kalziumkanalblocker. Es wird zur Behandlung von Bluthochdruck und zur Vorbeugung von Angina pectoris (Brustschmerzen bei Herzerkrankungen) eingesetzt.

Wie wirkt Istin?

Amlodipin blockiert die Kalziumkanäle vom L-Typ in der glatten Muskulatur der Blutgefäße. Dadurch wird der Einstrom von Kalziumionen in die Muskelzellen reduziert, was eine Entspannung der Gefäßwände bewirkt. Die Blutgefäße erweitern sich, der periphere Widerstand sinkt und der Blutdruck wird gesenkt. Bei Angina pectoris verbessert Amlodipin die Durchblutung des Herzmuskels.

Langwirksam

Amlodipin hat eine besonders lange Halbwertszeit und wirkt über 24 Stunden, was eine einmal tägliche Einnahme ermöglicht und für stabile Blutdruckverhältnisse über den gesamten Tag sorgt.

Anwendung & Dosierung

Einnahme

Nehmen Sie Istin einmal täglich ein, mit oder ohne Essen, vorzugsweise zur gleichen Tageszeit. Die Tablette wird im Ganzen mit Wasser geschluckt.

Ausdauer

Die volle blutdrucksenkende Wirkung entwickelt sich über einige Wochen. Setzen Sie das Medikament nicht ab, auch wenn Sie zunächst keine Veränderung spüren. Bluthochdruck verursacht oft keine spürbaren Symptome.

Die ubliche Anfangsdosis bei Hypertonie und Angina pectoris betragt 5 mg einmal taglich. Bei unzureichender Wirksamkeit nach zwei bis vier Wochen kann die Dosis auf 10 mg einmal taglich erhoht werden. Die Zieldosis liegt bei den meisten Patienten zwischen 5 und 10 mg pro Tag.

Bei alteren Patienten und bei Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion wird eine Anfangsdosis von 2,5 mg empfohlen. Die Tageshochstdosis betragt 10 mg. Bei leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz wird ebenfalls langsamer vorgegangen und die Dosis sorgfaltig beobachtet.

Istin kann zu einer beliebigen Tageszeit, unabhangig von Mahlzeiten, eingenommen werden. Der volle blutdrucksenkende und antianginos-e Effekt wird nach sieben bis vierzehn Tagen erreicht. Bei Dosissteigerungen ist das Ansprechen nach zwei bis vier Wochen zu beurteilen.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Periphere Ödeme (geschwollene Knöchel und Füße) sind die häufigste Nebenwirkung und treten besonders bei höheren Dosen auf. Kopfschmerzen, Gesichtsrötung (Flush), Müdigkeit und Schwindel können ebenfalls vorkommen, bessern sich aber oft mit der Zeit.

Weniger häufige Nebenwirkungen

Übelkeit, Bauchschmerzen, Herzklopfen, Muskelkrämpfe und Sehstörungen treten selten auf. Zahnfleischwucherungen (Gingivahyperplasie) sind eine seltene, aber bekannte Nebenwirkung von Kalziumkanalblockern.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Grapefruit

Grapefruit und Grapefruitsaft können den Blutspiegel von Amlodipin erhöhen. Konsumieren Sie diese während der Behandlung nur in geringen Mengen oder vermeiden Sie sie ganz.

Leberfunktion

Bei eingeschränkter Leberfunktion wird Amlodipin langsamer abgebaut, weshalb eine niedrigere Anfangsdosis und eine langsamere Dosissteigerung empfohlen werden.

Gegenanzeigen

Istin ist kontraindiziert bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Amlodipin, andere Dihydropyridine oder einen der Hilfsstoffe der Tabletten. Bei schwerer Hypotonie (systolischer Blutdruck unter 90 mmHg) ist die Anwendung kontraindiziert, da Amlodipin den Blutdruck weiter senkt.

Bei kardiogenem Schock und bei hamodynamisch instabiler Herzinsuffizienz nach akutem Myokardinfarkt ist Istin kontraindiziert. Auch bei hochgradiger Aortenstenose ist besondere Vorsicht geboten, da der Kalziumkanalblockade-Effekt die Herzarbeit bei diesem Klappenfehler kritisch beeintrachtigen kann.

In der Schwangerschaft ist Amlodipin nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwagung einzusetzen; ausreichende Humanstudien fehlen. In der Stillzeit ist die Anwendung nicht empfohlen. Bei schwerer Leberinsuffizienz ist die Halbwertszeit von Amlodipin verlangert; eine Dosisreduktion und engmaschige Uberwachung sind erforderlich.

Häufig gestellte Fragen

Warum schwellen meine Knöchel an?
Amlodipin erweitert bevorzugt die kleinen Arterien (Arteriolen), während die Venen weniger beeinflusst werden. Dadurch steigt der Druck in den kleinen Kapillaren und Flüssigkeit tritt ins Gewebe aus, besonders in den Beinen. Dieses Ödem ist nicht gefährlich, kann aber störend sein. Bei starker Schwellung kann die Dosis reduziert oder ein Sartan ergänzt werden, der diesen Effekt abschwächt.
Kann ich Istin zusammen mit anderen Blutdruckmitteln nehmen?
Ja, Amlodipin wird häufig mit ACE-Hemmern, Sartanen oder Diuretika kombiniert, wenn eine Monotherapie nicht ausreicht. Kombinationspräparate sind ebenfalls erhältlich. Die Kombination verschiedener Wirkprinzipien ist ein bewährter Ansatz in der Bluthochdrucktherapie.
Darf ich Istin abrupt absetzen?
Ein abruptes Absetzen ist bei Amlodipin in der Regel weniger problematisch als bei Betablockern, kann aber zu einem Wiederanstieg des Blutdrucks führen. Besprechen Sie jede Änderung der Medikation mit Ihrer Ärztin.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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