
Itraconazol
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Die medizinischen Informationen auf dieser Website wurden von Dr. Ross Elledge (approbierter Arzt) geprüft und dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Facharzt. Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres verschreibenden Arztes und lesen Sie die Packungsbeilage Ihres Medikaments.
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Itraconazol ist ein Triazol-Antimykotikum mit breitem Wirkspektrum, das in Österreich zur Behandlung verschiedener Pilzinfektionen eingesetzt wird.
Zu den Indikationen zählen Dermatomykosen (Haut- und Nagelpilz), orale und vulvovaginale Candidose, Pityriasis versicolor sowie systemische Mykosen wie Aspergillose und Histoplasmose.
Der Wirkstoff hemmt die Ergosterolsynthese in der Pilzzellmembran, indem er das Enzym Cytochrom-P450-14α-Demethylase (CYP51) blockiert.
Ergosterol ist ein essentieller Bestandteil der Pilzzellmembran, vergleichbar mit Cholesterin in tierischen Zellen.
Durch den Mangel an Ergosterol wird die Membranintegrität gestört, was zum Absterben oder zur Wachstumshemmung des Pilzes führt.
Itraconazol hat eine hohe Lipophilie und reichert sich besonders gut in Haut, Nägeln und Fettgewebe an.
In den Nägeln ist der Wirkstoff noch Wochen nach Beendigung der Therapie nachweisbar, weshalb eine Pulstherapie bei Onychomykose möglich ist.
Die Resorption wird durch saures Magenmilieu und Nahrungsaufnahme verbessert.
Anwendung & Dosierung
Nehmen Sie die Itraconazol-Kapseln direkt nach einer Mahlzeit ein, da Nahrung die Aufnahme des Wirkstoffs deutlich verbessert. Schlucken Sie die Kapseln unzerkaut mit Wasser.
Bei eingeschränkter Magensäureproduktion (z. B.
durch Protonenpumpenhemmer) kann die Resorption vermindert sein – in solchen Fällen kann Ihr Arzt die Einnahme mit einem säurehaltigen Getränk empfehlen.
Halten Sie die verordnete Behandlungsdauer genau ein.
Die Dosierung richtet sich nach der Indikation: Dermatomykose: 200 mg einmal täglich über 7 Tage oder 100 mg einmal täglich über 15 Tage.
Nagelpilz (Pulstherapie): 200 mg zweimal täglich für 1 Woche, gefolgt von 3 Wochen Pause; 2 bis 3 Pulse je nach betroffener Stelle. Orale Candidose: 100 mg einmal täglich über 15 Tage.
Systemische Mykosen: 200 bis 400 mg täglich über mehrere Monate. Die Dosierung wird individuell angepasst.
Nebenwirkungen
Häufig (1 bis 10 von 100): Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, erhöhte Leberenzyme. **Gelegentlich (1 bis 10 von 1.
000): Hautausschlag, Juckreiz, Schwindel, Geschmacksstörungen, Verstopfung, Menstruationsstörungen. Selten (1 bis 10 von 10.
000): Hepatotoxizität (einschliesslich Leberversagen), periphere Neuropathie, Herzinsuffizienz, Hörverlust. Sehr selten:** Stevens-Johnson-Syndrom, Alopezie, Hypokalliämie.
Das BASG weist auf das Risiko einer Leberschädigung hin, insbesondere bei Therapie über 1 Monat.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Vor und während der Behandlung (besonders bei Therapie über 1 Monat) sollten die Leberwerte kontrolliert werden.
Itraconazol ist ein potenter CYP3A4-Hemmer und interagiert mit zahlreichen Arzneimitteln – informieren Sie Ihren Arzt über alle Begleitmedikamente.
Bei Patienten mit Herzinsuffizienz oder ventrikulärer Dysfunktion sollte Itraconazol nicht eingesetzt werden, da es negativ inotrop wirken kann.
Bei Symptomen wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, dunklem Urin oder Gelbfärbung der Haut sofort den Arzt kontaktieren.
Gegenanzeigen
Itraconazol ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder Hilfsstoffe, bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter CYP3A4-Substrate (z. B.
Terfenadin, Astemizol, Cisaprid, Pimozid, Chinidin, Simvastatin, Lovastatin, Ergotalkaloide), bei Herzinsuffizienz (auch in der Anamnese, ausser bei lebensbedrohlichen Mykosen), in der Schwangerschaft (ausser bei lebensbedrohlicher Indikation) und in der Stillzeit.
Häufig gestellte Fragen
Warum muss ich Itraconazol nach dem Essen einnehmen?
Was ist eine Pulstherapie bei Nagelpilz?
Kann ich während der Behandlung Alkohol trinken?
Stört Itraconazol meine Magensäureblocker?
Wie lange dauert die Behandlung von Nagelpilz?
Dr. Ross Elledge
Facharzt für Chirurgie · Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
Verifizierter Gesundheitsexperte



