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Levest

Levest

Wirkstoff: Ethinylestradiol 30 µg und Levonorgestrel 150 µg

Diese Website bietet allgemeine Informationen über Medikamente nur zu Bildungszwecken. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Medikamente einnehmen.

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Medizinische Informationen

Über dieses Medikament

Levest ist ein kombiniertes orales Kontrazeptivum, das die Wirkstoffe Ethinylestradiol und Levonorgestrel enthält. Es gehört zu den am häufigsten verschriebenen Antibabypillen und bietet einen zuverlässigen Empfängnisschutz.

Wie wirkt Levest?

Levest verhindert eine Schwangerschaft durch drei Mechanismen: Unterdrückung des Eisprungs, Verdickung des Zervixschleims als Barriere gegen Spermien und Veränderung der Gebärmutterschleimhaut. Levonorgestrel ist ein Gestagen der zweiten Generation und wird seit Jahrzehnten sicher und wirksam eingesetzt.

Thromboserisiko

Pillen mit Levonorgestrel haben im Vergleich zu neueren Gestagenen wie Gestoden oder Drospirenon das niedrigste Thromboserisiko unter den kombinierten Kontrazeptiva. Daher werden sie von vielen Leitlinien als bevorzugte Erstlinienpräparate empfohlen.

Anwendung & Dosierung

Einnahme

Nehmen Sie täglich eine Tablette zur gleichen Uhrzeit ein, 21 Tage lang. Danach folgt eine 7-tägige Pause, in der eine Abbruchblutung auftritt. Beginnen Sie nach der Pause mit dem nächsten Blister.

Beginn der Einnahme

Starten Sie am ersten Tag Ihrer Menstruation für sofortigen Schutz. Bei späterem Beginn verwenden Sie in den ersten 7 Tagen zusätzlich eine Barrieremethode.

Levest ist eine Einphasenpille: Jede Tablette enthalt 30 Mikrogramm Ethinylestradiol und 150 Mikrogramm Levonorgestrel. Die Einnahme erfolgt taglich uber 21 Tage, gefolgt von sieben Tagen Pause, in denen die Entzugsblutung einsetzt.

Bei Einnahmebeginn am ersten Tag der Menstruation besteht sofortiger Verhutungsschutz. Bei spatem Beginn (Tag 2 bis 5) sollte in den ersten sieben Tagen eine zusatzliche Verhutungsmethode verwendet werden. Nach der siebentaguigen Pause beginnt der nachste Blister unmittelbar.

Bei Vergessen einer Tablette: sofort einnehmen, wenn die Verzogerung unter zwolf Stunden betragt. Bei mehr als zwolf Stunden Verzogerung sind sieben Tage zusatzliche Verhutung zu empfehlen. Bei Erbrechen oder Durchfall innerhalb von vier Stunden nach Einnahme gelten dieselben Regeln wie bei einer vergessenen Tablette.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen

Kopfschmerzen, Übelkeit, Brustspannen, Stimmungsschwankungen und Zwischenblutungen können in den ersten Zyklen auftreten. Diese Beschwerden klingen meist nach 2 bis 3 Monaten ab.

Seltene Nebenwirkungen

Das Thromboserisiko ist bei Levonorgestrel-haltigen Pillen am niedrigsten unter den kombinierten Kontrazeptiva, besteht aber dennoch. Warnsignale wie plötzliche Brustschmerzen, Atemnot oder einseitige Beinschwellungen erfordern sofortige ärztliche Hilfe.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Thromboserisikofaktoren

Rauchen (besonders über 35), Übergewicht, familiäre Thromboseneigung und längere Immobilisation erhöhen das Risiko. Besprechen Sie Ihre individuellen Risikofaktoren mit Ihrer Ärztin.

Wechselwirkungen

Antiepileptika, Rifampicin, HIV-Medikamente und Johanniskraut können die empfängnisverhütende Wirkung herabsetzen. Informieren Sie Ihre Ärztin über alle Medikamente.

Gegenanzeigen

Levest ist kontraindiziert bei bestehenden oder fruheren venosen Thromboembolien (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) sowie bei arteriellen Thromboembolien wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Hereditare Thrombophilien (z. B. Faktor-V-Leiden, Protein-C-Mangel, Protein-S-Mangel, Antithrombin-III-Mangel) sind ebenfalls Kontraindikationen.

Bei Migrane mit Aura, Brustkrebs, ostrogenabhangigen Tumoren, schwerer Lebererkrankung, ungeklarten vaginalen Blutungen und unkontrolliertem Bluthochdruck darf Levest nicht eingesetzt werden. Raucherinnen uber 35 Jahre tragen ein erheblich erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko und sollten keine kombinierten oralen Kontrazeptiva erhalten.

In der Schwangerschaft und Stillzeit ist die Einnahme kontraindiziert. Uberempfindlichkeit gegen Ethinylestradiol, Levonorgestrel oder einen der Hilfsstoffe ist eine absolute Kontraindikation.

Häufig gestellte Fragen

Ist Levest sicherer als andere Pillen?
Levest enthält Levonorgestrel, das unter den kombinierten Pillen mit dem niedrigsten Thromboserisiko assoziiert wird. Deshalb wird es von vielen Leitlinien als Erstlinienpräparat empfohlen, wenn keine Kontraindikationen vorliegen.
Kann ich mit Levest die Blutung verschieben?
Ja, Sie können die Pillenpause auslassen und direkt den nächsten Blister durchnehmen, um die Abbruchblutung zu verschieben. Dies ist medizinisch unbedenklich und wird für besondere Anlässe häufig empfohlen.
Was ist der Unterschied zwischen Levest und Microgynon?
Beide Präparate enthalten dieselben Wirkstoffe in derselben Dosierung (30 µg Ethinylestradiol + 150 µg Levonorgestrel). Levest ist ein Generikum und in der Regel kostengünstiger als Microgynon.
Medizinisch geprüft

Dr. Ross Elledge

Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin

Verifizierter Gesundheitsexperte

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