
Lisinopril
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Medizinische Informationen
Über dieses Medikament
Lisinopril ist ein ACE-Hemmer, der zur Behandlung von Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und nach einem Myokardinfarkt eingesetzt wird. Es gehört zu den am häufigsten verschriebenen blutdrucksenkenden Medikamenten und hat sich in zahlreichen Studien als wirksam und sicher erwiesen.
Wie wirkt Lisinopril?
Lisinopril hemmt das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) und verhindert so die Umwandlung von Angiotensin I in Angiotensin II, ein stark gefäßverengendes Hormon. Zusätzlich wird der Abbau von Bradykinin verlangsamt, das gefäßerweiternd wirkt. Das Ergebnis ist eine Senkung des Blutdrucks und eine Entlastung des Herzens.
Vorteile von Lisinopril
Lisinopril wird nicht in der Leber verstoffwechselt und benötigt keine hepatische Aktivierung, was es bei Patienten mit Lebererkrankungen besonders geeignet macht. Es wird einmal täglich eingenommen und hat eine Wirkdauer von 24 Stunden.
Anwendung & Dosierung
Einnahme
Nehmen Sie Lisinopril einmal täglich ein, mit oder ohne Essen, vorzugsweise zur gleichen Tageszeit. Die Tablette wird im Ganzen mit Wasser geschluckt.
Langzeittherapie
Bluthochdruck erfordert eine dauerhafte Behandlung. Setzen Sie Lisinopril nicht ab, wenn sich Ihr Blutdruck normalisiert hat, da er ohne Medikament wieder ansteigen würde.
Lisinopril wird je nach Indikation unterschiedlich dosiert. Bei Hypertonie betragt die empfohlene Startdosis 10 mg einmal taglich, die nach vier Wochen bei unzureichendem Ansprechen auf 20 mg und falls notig auf 40 mg einmal taglich erhoht werden kann. Die Maximaldosis betragt 80 mg pro Tag.
Bei Herzinsuffizienz wird die Therapie mit 2,5 bis 5 mg einmal taglich begonnen und unter engmaschiger Uberwachung (Blutdruck, Nierenfunktion, Kaliumspiegel) auf 20 bis 35 mg taglich titriert. Bei akutem Herzinfarkt kann eine fruhe Gabe (innerhalb der ersten 24 Stunden) das Uberleben verbessern; die Startdosis betragt hier 5 mg, gefolgt von weiteren 5 mg nach 24 Stunden und dann 10 mg nach 48 Stunden.
Bei eingeschrankter Nierenfunktion (GFR 10 bis 30 ml/min) sollte die Startdosis auf 2,5 bis 5 mg reduziert werden. Bei GFR unter 10 ml/min ist haufig eine Einzeltagesdosis von 2,5 mg ausreichend. Patienten, die gleichzeitig Diuretika einnehmen oder Volumenmangel haben, sollten mit einer sehr niedrigen Startdosis (2,5 mg) beginnen, um starke Blutdruckabfalle zu vermeiden. Lisinopril kann unabhangig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen
Trockener Reizhusten ist die häufigste Nebenwirkung und tritt bei 5 bis 10 Prozent der Patienten auf. Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Magen-Darm-Beschwerden können ebenfalls vorkommen.
Seltene, aber ernste Nebenwirkungen
Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen oder Rachen) ist selten, aber potenziell lebensbedrohlich und erfordert sofortige ärztliche Hilfe. Hyperkaliämie und Nierenfunktionsverschlechterung sind bei Risikopatienten möglich.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Schwangerschaft
Lisinopril ist in der Schwangerschaft strikt kontraindiziert. Es kann schwere Schäden beim ungeborenen Kind verursachen, insbesondere im zweiten und dritten Trimester. Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine zuverlässige Verhütung sicherstellen.
Nieren- und Kaliumkontrolle
Die Nierenfunktion und der Kaliumspiegel sollten regelmäßig kontrolliert werden, besonders bei Patienten mit Diabetes, Nierenerkrankungen oder bei gleichzeitiger Einnahme von kaliumsparenden Diuretika.
Gegenanzeigen
Lisinopril ist kontraindiziert bei Patienten mit bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber Lisinopril oder anderen ACE-Hemmern. Angioodeeme in der Vorgeschichte unter ACE-Hemmern sind eine absolute Kontraindikation, da das Risiko fur eine lebensbedrohliche Atemwegsverlegung bei einer erneuten Exposition extrem hoch ist. Ebenso kontraindiziert ist die Kombination mit Aliskiren bei Patienten mit Diabetes mellitus oder Niereninsuffizienz (GFR unter 60 ml/min).
Im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist Lisinopril kontraindiziert, da ACE-Hemmer bei intrauteriner Exposition zu Oligohydramnion, Nierenfunktionsstorungen des Fetus und postnataler Niereninsuffizienz sowie Hyperkaliamie fuhren konnen. Auch im ersten Trimester sollte Lisinopril nur bei zwingender Indikation eingesetzt werden. Eine gleichzeitige Dialyse mit High-Flux-Polyacrylnitril-Membranen ist ebenfalls kontraindiziert.
Bei hereditarem oder idiopathischem Angioodem (ohne ACE-Hemmer-Vortherapie) ist Lisinopril kontraindiziert. Die gleichzeitige Anwendung von Lisinopril mit Angiotensin-II-Rezeptorblockern (Sartanen) sollte wegen erhohter Nierenschadigung und Hyperkaliamie vermieden werden; diese Kombination ist bei Patienten mit diabetischer Nephropathie kontraindiziert.
Häufig gestellte Fragen
Was kann ich gegen den Husten tun?
Kann ich Lisinopril mit Ibuprofen nehmen?
Wann wirkt Lisinopril am besten?
Dr. Ross Elledge
Allgemeinarzt · Allgemein- & Familienmedizin
Verifizierter Gesundheitsexperte
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